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Lukas Euler holt Silber bei der Internationalen Amateurmeisterschaft: Starker Auftritt

Von Am Sonntag kämpfen die Frankfurter Golfer in Berlin um den Verbleib in der Bundesliga. Der zweite Platz von Lukas Euler bei der Internationalen Amateurmeisterschaft spornt das Team noch zusätzlich an.
Lukas Euler zeigte in Hamburg eine Top-Leistung. Foto: STEBL Lukas Euler zeigte in Hamburg eine Top-Leistung.
Frankfurt. 

Nachdem bei den Damen vor drei Wochen mit Marie Coors schon eine Frankfurterin die Internationalen Amateurmeisterschaft von Deutschland (IAM) in Mülheim gewonnen hatte, verpasste ihr Club-Kollege Lukas Euler das gleiche Kunststück bei den Herren nur denkbar knapp.

Der 21-Jährige beendete die vier Runden auf dem top präparierten Hamburger Golfkurs in Falkenstein mit 272 Schlägen (12 unter dem Platzstandard Par) schlaggleich mit Max Oelfke vom GC Mannheim-Viernheim. Die Entscheidung fiel dann erst auf dem dritten Extraloch. Nachdem beide auf der 18. Bahn, die für das Stechen ausgesucht wurde, zweimal Par gespielt hatten, wurde als drittes Extraloch die Bahn 10 genommen. Beide Bälle landeten gut platziert, beide Spieler hatten eine realistische Birdiechance (ein Schlag unter der Vorgabe). Lukas Euler lag einige Zentimeter weiter vom Loch entfernt und musste deshalb als Erster putten. Er verfehlte das Loch nur minimal, Oelfke lochte hingegen einen schweren Putt zum Birdie und Sieg ein.

Lukas Euler, der zwei 68er-Runden gespielt hatte und dazu eine 69 und eine 67, wodurch er ebenso wie der neue Champion auf dem Par-71-Platz in allen vier Runden unter 70 Schlägen geblieben war, zeigte sich nach dem verlorenen Stechen nicht enttäuscht, sondern freute sich über seine starke Leistung: „Ich habe ein extrem solides Turnier gespielt und bin sehr glücklich. Ich hatte am Schlusstag einen nahezu perfekten Start und lag nach den ersten neun Bahnen bei Minus drei Schlägen. Die Chance waren dann auch weiter da, aber es war schwer, aggressiv zu sein, weil die Fahnen sehr anspruchsvoll gesteckt waren. Im Stechen habe ich gut abgeschlagen, aber meine Annäherungen waren leider nicht gut genug, um den Druck zu erhöhen.“

Der von Euler erwähnte Schlusstag hatte es in sich. Der Frankfurter lieferte sich mit Oelfke einen Fight um jeden Schlag. Beide Kontrahenten boten exzellentes Golf. Euler hatte auf der 10. Bahn mit seinem vierten Birdie den Druck auf den Gegner erhöht und lag nun mit einem Zähler Vorsprung in Front. Auf der „12“ zog der Mannheimer mit einem Birdie gleich, kassierte anschließend aber ein Bogey (ein Schlag über Par), so dass Euler bis zur 17. Bahn wieder alleiniger Spitzenreiter war.

Unglaubliches Glück

Dann passierte seinem Gegner ein schier unglaubliches scheinbares Missgeschick. Oelfke traf bei seinem missratenen Schlag einen Golfwagen, der neben dem Fairway (der kurz gemähte Bereich einer Spielbahn zwischen Abschlag und Grün) stand. Der Ball sprang aber nicht ins hohe Gras, sondern wurde nach vorne in die Mitte des Fairways abgelenkt und war damit wieder gut spielbar. Und so konnte der 22-Jährige mit einem glücklichen Birdie doch noch ausgleichen.

Auch wenn ihn dieser Glücksschlag Oelfkes höchstwahrscheinlich um den Titel gebracht hat, schmälerte dies die Freude des früheren Nationalspielers aus Frankfurt nicht. „Mein Putten war sehr stark und ich hatte viele Chancen auf Birdies. Ich bin mit meinem Spiel sehr zufrieden“, freute sich der College-Student über seine Leistung auf einem Platz, der sich wegen des vielen Regens nicht einfach bespielten ließ. Angesichts der Wassermassen der Nacht und auch des Vormittags war es fast schon ein Wunder, dass die Bedingungen auf den Fairways und Grüns dann doch so gut waren.

Neben Lukas Euler war vom Frankfurter GC auch noch Tom Reichmann am Start. Der 18-Jährige lag nach einer 75 und einer starken 71 zunächst aussichtsreich im Rennen. Mit einer 78 am dritten Tag verpasste er aber den Einzug in die Finalrunde der besten 60 und beendete die 78. IAM-Auflage auf Rang 87 unter 126 Golfern aus 20 Nationen.

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