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Rugby: Stürmer Jens Listmann vom SC 80 gibt beim Länderspiel gegen Georgien sein Debüt

Von Ein Frankfurter gab in Offenbach sein Länderspieldebüt. Jens Listmann hofft, weitere Bewährungsproben zu erhalten.
Einsatz mit Köpfchen: Der Frankfurter Jens Listmann versucht bei seinem Nationalmannschaftsdebüt den Georgier Otari Giorgadze aufzuhalten. Foto: pressehaus/kessler (bild pressehaus) Einsatz mit Köpfchen: Der Frankfurter Jens Listmann versucht bei seinem Nationalmannschaftsdebüt den Georgier Otari Giorgadze aufzuhalten.
Offenbach. 

Nach exakt einer Stunde war es so weit. Jens Listmann durfte aufs Feld. Zwar war klar, dass er den Rasen des Stadions Bieberer Berg als Verlierer verlassen würde, führte der klare Favorit Georgien zu diesem Zeitpunkt bereits mit 33:0. Doch dieses einmalige Erlebnis, das Trikot der deutschen Rugby-Nationalmannschaft tragen zu dürfen, kostete er aus, auch wenn der Hüne aus der zweiten Sturmreihe wie seine Teamkollegen mit dem schwarzen Adler auf goldenem Hintergrund die Kaukasier nicht aufhalten konnte. 0:64 lautete das Endergebnis im zweiten Europameisterschaftsmatch.

Beim ersten, der 6:85-Klatsche in Rumänien, stand Listmann noch nicht im Aufgebot. Nach einem Anruf von DRV-Sportdirektor Manuel Wilhelm hatte sich jedoch abgezeichnet, dass der 24-Jährige eine Chance bekommen könnte. „Er hatte mir gesagt, dass für meine Position nicht so viele Spieler zur Verfügung stehen“, erzählte Listmann.

Schnelle Einigung nicht in Sicht

So überraschend Jens Listmann vom SC 80 Frankfurt seine Länderspielpremiere feierte, so unerwartet kam auch Vereinskollege Wynston Cameron-Dow wieder zum Einsatz.

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Im 36er-Kader stand der Stürmer schon mal, ebenso wie seine Vereinskollegen Mark Sztyndera, Senzo Ngubane, Wynston Cameron-Dow, Hassan Rayan und Lukas Deichmann vom SC 80 Frankfurt. Am Donnerstag, also zwei Tage vor dem Spiel, nominierte Nationaltrainer Pablo Lemoine den stabilen Mann vom Frankfurter Berg für das endgültige Aufgebot – ein Einsatz auf dem Bieberer Berg war zum Greifen nahe. „Für einen Frankfurter ist es nicht unbedingt ein Heimspiel“, merkte Listmann an. Doch dieser Gegensatz geriet schnell in den Hintergrund.

Dass Jens Listmann es in die Nationalmannschaft schaffte, hat er auch seinem enormen Ehrgeiz zu verdanken. Der ehemalige U18-Auswahlspieler nahm wegen seiner Berufsausbildung eine kleine Auszeit, schaffte dann aber über die Zweite Mannschaft der „80er“ wieder den Sprung ins Bundesliga-Team. Dieser Weg sollte sich lohnen, denn auch seine sportliche Lehrzeit hat der Stürmer abgeschlossen.

Der Landschaftsgärtner ist bei der Stadt Frankfurt angestellt – und er erhielt Urlaub von seinem Arbeitgeber, um die Vorbereitung aufs Länderspiel absolvieren zu können. Auch wenn es eine hohe Niederlage setzte, den 30-Minuten-Einsatz von Offenbach wird der Frankfurter nicht vergessen. Vielleicht folgt am 3. März in Belgien schon der nächste.

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