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TSG Oberrad akzeptiert das Urteil

Frankfurt. 

Die TSG Oberrad wird gegen den Urteilsspruch des Sportgerichts des Deutschen Tischtennis-Bunds (DTTB) keine weiteren rechtlichen Schritte einleiten und verzichtet somit auf den Gang vors DTTB-Bundesgericht. Der Frankfurter Club hatte vor einem halben Jahr in der Relegation zur Oberliga Spielerinnen eingesetzt, die gemäß Satzung des DTTB nicht spielberechtigt gewesen sind, da sie im Verlauf der Saison 2014/15 in Herren-Teams des Clubs zum Einsatz gekommen waren.

Die Begründung des Vereins im Wortlaut: „Die Abteilungsleitung der TSG Oberrad hat sich nach intensiver interner Beratung über die inzwischen vorliegende Urteilsbegründung dazu entschieden, nicht weiter in der Angelegenheit vorzugehen. Rechtlich haben wir zwar nach wie vor eine andere Rechtsauffassung (auch) als das DTTB-Sportgericht in seiner Begründung, doch sehen wir die Erfolgsaussichten bei Anrufung des DTTB-Bundesgerichts als eher mäßig an. Deshalb möchten wir weder Geld und vor allem auch keine weitere Bindung von ehrenamtlichen Ressourcen in die Angelegenheit stecken, zumal der sportliche Aufstieg der Oberräder Damen in die Oberliga ja doch noch geschafft wurde.“ Das Team bekam noch einen Oberliga-Platz, weil andere zurückgezogen hatten.

Mehr gezielte Förderung

Trotzdem appellierte der Sportliche Leiter der TSG Oberrad, Timo Elpelt, an den DTTB, an der Damenersatzregelung zu feilen. Diese Regelung des Hessischen Tischtennis-Verbands (HTTV) solle laut Elpelt auch auf Bundesebene eingeführt werden, also in den Spielklassen ab Oberliga. „Wir erachten diese Maßnahme als äußerst zielführend in der Frage der Förderung des weiblichen Tischtennissports. Bis auf Ausnahmen sind Vereinsvorstände und Abteilungsleitungen männlich dominiert oder sogar rein männlich besetzt, und es gibt in der Regel wenig bis kein Interesse daran, durch gezielte Fördermaßnahmen einen Damenbereich aufzubauen. Genau hier setzt die HTTV-Regel an. Durch die Ersatzregelung sind in Oberrad die Damen und Herren enger zusammengewachsen, und das Standing der Damen im Verein wurde zusätzlich gestärkt“, führt Elpelt aus.

Die Reaktionen von anderen Clubs auf die Förderung des Damen-Tischtennis in Oberrad beliefen sich laut Elpelt „von Lob über Anerkennung bis Neid – immer mit dem Fazit: ,Es wäre gut, wenn wir auch Damen hätten‘. Insofern erachten wir die Damenersatzregelung als wichtigen Mosaikstein im Kanon der Maßnahmen zur Förderung des Mädchen- und Damentischtennissports, damit mehr Vereine motiviert werden, weibliche Strukturen aufzubauen“.

(fri)
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