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Tennis-Hessenliga: Tiefschläge statt Höhenflug

Von Vor dem Start der Tennis-Hessenliga gehörten die Spieler mit dem Adler auf der Brust noch zu den Favoriten. Da ahnte noch niemand etwas von den Tiefschlägen, die die Eintracht Frankfurt wegstecken musste.
Routinier Phillip Marx musste gegen die Eintracht ran – mit Erfolg. Er gewann sein Einzel. Bilder > Foto: Christian Klein (Foto Klein) Routinier Phillip Marx musste gegen die Eintracht ran – mit Erfolg. Er gewann sein Einzel.
Frankfurt. 

Bereits vor einigen Monaten war klar, dass Nicolas Meister, der am Riederwald schon so viele begeisternde Spiele hingelegt hat, dem Tennissport mit 28 Jahren ade sagt. Dies wäre zu verkraften gewesen – doch der trotz seiner 19 Jahre nach einigen ITF-Turnieren schon international erfahrene Neuzugang Björn Petersen erlitt drei Wochen vor dem Hessenliga-Start einen Bauchmuskelfaserriss und musste für die gesamte Saison absagen. Der zweite Neuzugang Piotr Lomacki von Olympia Lorsch kam mit der Empfehlung, 2016 in der Hessenliga ungeschlagen geblieben zu sein. Aber Schulterprobleme ließen entweder einen Einsatz nicht zu, oder, der Pole spielte gehandicapt und daher auch nicht so erfolgreich.

Ohne die Franzosen

So wurde neben dem eigentlich nur fürs erste Wochenende vorgesehenen Franzosen Gleb Sakharov schnell noch sein Landsmann Maxime Mora geholt. Beide wollte die Eintracht gern auch gestern im Spiel beim FTC Palmengarten (siehe weiteren Bericht) einsetzen. Sakharov spielt aber ein Turnier in Gstaad, Mora in Troyes. Und beide waren gestern auch noch im Wettbewerb. „Wir hoffen, dass sie nicht bis ins Halbfinale kommen, um sie am Wochenende einsetzen zu können“, sagt Abteilungsleiter Michael Otto. Allerdings hatte Sakharov eigentlich vor, schon am Samstag in die USA zu fliegen. Ob es gelingt, ihn wegen eines Einsatzes im wichtigen Spiel gegen den Lokalrivalen SAFO zu einem späteren Abflug zu überreden, ist offen.

Im fünften Anlauf ist das Spielglück dem FTC ...

Viermal ging es schief, im fünften Anlauf hat es geklappt. Nach vier 4:5-Niederlagen gewann der FTC Palmengarten gestern das Stadtduell gegen Eintracht Frankfurt 5:4.

clearing

Dass die Eintracht hinsichtlich des Klassenerhaltes dennoch zuversichtlich bleibt, liegt laut Sportdirektor Carsten Müller an den guten Leistungen der deutschen Spieler. Eigengewächs Sebastian Mortier schlägt sich sehr gut, Hendrik Bertrams bringt solide seine Leistung, und Lukas Storck sei im Doppel sehr stark. Und dass Sebastian Fanselow trotz des zweiwöchigen Trainingsausfalls nach einer bei den Hessischen Meisterschaften erlittenen Bauchmuskelverletzung so stark auftrumpfen würde, war auch nicht zu erwarten gewesen.

Sollte es am kommenden Sonntag regnen, müssten die Eintrachtler für ihr letztes Spiel gegen den TEC Darmstadt nach Offenbach in die Halle des Hessischen Tennis-Verbandes ausweichen. Denn die eigene Drei-Feld-Halle wird von Samstag an umgebaut. „Nach 40 Jahren genügte sie nicht mehr den Anforderungen für Leistungssport“, erklärt Michael Otto. Eine australische Firma setzt in der Halle am Riederwald in wenigen Wochen den neuen, modernen Belag „Rebound Ace“ ein. „Das wird unseren Leistungssportlern künftig vieles erleichtern. Und auch den Freizeitspielern sicher zugutekommen“, freut sich Carsten Müller.

Routiniers müssen ran

Mit neuen Plätzen kann auch der gestrige Gegner FTC Palmengarten rechnen. Am Berkersheimer Weg soll die Anlage erweitert werden, ein paar zusätzliche Sandplätze sollen entstehen.

Auch den TC Palmengarten traf das Verletzungspech hart. Der in den USA in dieser Saison zu den besten Collegespielern zählende Niklas Zielen musste schon bei seinem erstem Match wegen einer Rückenverletzung aufgeben und kann seitdem nur noch moralische Unterstützung leisten. Eine große Schwächung nicht nur im Einzel, sondern vor allem im Doppel. Da drückte der Schuh. Viermal verlor der FTC Palmengarten bis gestern, immer fehlte ein Erfolg im Doppel.

Die personelle Schwächung sollen nun Routiniers ausgleichen. Philipp Marx, als Team-Trainer und Doppelspieler eingeplant, bestritt gestern trotz Schmerzen erstmals auch ein Einzel, und gleich erfolgreich. Und dann sprang auch noch Aljoscha Thron, der Manager von Australian und US Open-Siegerin Angelique Kerber, ein. Die fehlende Spielpraxis war sichtbar, doch als exzellenter Doppelspieler könnte er das Zünglein an der Waage im Abstiegskampf werden.

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