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Degen-Nationalmannschaften: Top-Niveau beim „Frankfurter Bembel“

Von Trotz starker Besetzung erreichen die hessischen Degenfechter beim „Frankfurter Bembel“ gute Platzierungen.
Volles Haus: Die Fabriksporthalle ist beim „Bembel-Turnier“ der Eintracht ausgelastet. Volles Haus: Die Fabriksporthalle ist beim „Bembel-Turnier“ der Eintracht ausgelastet.
Frankfurt. 

In der Main-Metropole traf sich die fast komplett angetretene deutsche Elite der Degenfechter, um beim ersten Vergleich in der Saison 2017/18 gegen nationale wie internationale Konkurrenz die Form zu überprüfen und Punkte für die Deutsche Rangliste zu sammeln.

Der „Frankfurter Bembel“ ist das einzige „QB-Turnier“ in Deutschland, das für Damen wie Herren gleichzeitig ausgerichtet wird. Diese Tatsache lockte 241 Teilnehmer aus fünf Nationen nach Frankfurt. Der Deutsche Fechterbund war in der Fabriksporthalle mit seinen Nationalmannschaften der Aktiven und Junioren sowie den Bundestrainern eindrucksvoll vertreten.

Erfreulich aus hessischer Sicht war, dass bei dem von Eintracht Frankfurt ausgerichteten Turnier zwei Podiumsplätze von Fechtern aus dem Rhein-Main-Gebiet erreicht wurden. Bei den Herren stoppte den Offenbacher Nikolaus Bodóczi im Halbfinale eine Verletzung, bei den Damen erreichte die nun für den Heidenheimer SB startende Frankfurterin Sophia Weitbrecht den zweiten Platz.

Bei den Herren triumphierte der 22 Jahre alte Leverkusener Lukas Bellmann, der 135 Konkurrenten hinter sich ließ.

Die Direktausscheidung der besten 32 erreichten vier Hessen, Reinhard Weidlich vom Frankfurter TV scheiterte eine Runde zuvor und belegte Rang 49. Knapp in der Runde der besten 32 ausgeschieden waren der in den sechs vorherigen Gefechten ungeschlagene Moritz-Arnim Weitbrecht von der gastgebenden Eintracht (Platz 19) und der Darmstädter Peter Bitsch (Platz 32). Das Achtelfinale war Endstation für den WM-Dritten Richard Schmidt (Platz 11) vom FC Offenbach. In Topform präsentierte sich sein Vereinskollege Nikolaus Bodóczi. Der 24 Jahre alte Deutsche Meister von 2014 besiegte zehn Widersacher, im Viertelfinale den Deutschen Ranglistendritten Richard Multerer (Heidenheimer SB) mit 15:11. Im Halbfinale wurde er dann nicht von einem Gegner, sondern durch eine Fuß-Verletzung gestoppt. Der dadurch ins Finale gekommene Raphael Steinberger (FC Solingen) lieferte sich mit Lukas Bellmann einen großen Kampf. Am Ende siegte der Sohn des früheren Degen-Weltmeisters Achim Bellmann und von Florett-Olympiasiegerin Christiane Weber vom FC Offenbach glücklich mit 15:14.

Am Ende gab es kaum Überraschungen. „Unsere Top-Leute haben sich hier bereits in einer guten Verfassung gezeigt“, sagte Bundestrainer Mario Böttcher, der wegen der Verletzung von Bodóczi gleich Entwarnung geben konnte: „Einem internationalen Start steht nach meiner Kenntnis nichts im Weg.“ Böttcher will jetzt mit seinen Kader-Mitgliedern am Feinschliff für die Ende Oktober beginnende Weltcup-Saison arbeiten.

Der Damen-Konkurrenz (105 Teilnehmerinnen) vermochten die Hessinnen einen noch prägnanteren Stempel aufzudrücken. Die jüngsten aus der hessischen Spitze, die 17-jährige Helena Lentz (Frankfurter TV) und die um ein Jahr ältere Eva Jonas erreichten ebenso wie Katharina-Sophia Jung (beide Eintracht Frankfurt) die Direkt-Ausscheidung der besten 64. Eine Runde später verabschiedeten sich die Offenbacherinnen Sabrina Stahlberg (31.) und Sophie Kaschky (32.) sowie die für den Heidenheimer SB startende Frankfurterin Anna Jonas. Die zuvor in 15 Gefechten nur einmal bezwungene Monika Sozanska vom FC Offenbach wurde im Viertelfinale von Beate Christmann (FC Tauberbischofsheim) gestoppt und belegte Rang fünf.

Die Überraschung des Tages war der Siegeszug von Sophia Weitbrecht, die mit einem 15:10-Triumph über die deutsche Ranglisten-Erste Christmann ins Finale einzog. Erst beim letzten Gefecht auf der Planche wurde die beim UFC Frankfurt fechterisch groß gewordene 20-Jährige von der Ranglistenzweiten Alexandra Ehler (Bayer Leverkusen) nach einem sehr dramatischen Fight mit 7:6 besiegt.

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