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Fußball: TuS Makkabi setzt auf das Kollektiv und will die Disziplin stärken

Mit einem breiten Kader geht der TuS Makkabi in der Kreisoberliga Frankfurt neue Saison.
Auf ein Neues in der KOL: Simon Lindlar (links), hier im Zweikampf mit Stefan Stankovic vom FC Tempo, und Makkabi-Teamkollege Robel Tsegai (rechts) geht es am 5. August gegen den SV Heddernheim los. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Auf ein Neues in der KOL: Simon Lindlar (links), hier im Zweikampf mit Stefan Stankovic vom FC Tempo, und Makkabi-Teamkollege Robel Tsegai (rechts) geht es am 5. August gegen den SV Heddernheim los.
Frankfurt. 

Max Eilingsfeld preist die Neuzugänge des TuS Makkabi in höchsten Tönen: „Wir haben die Spieler gezielt ausgesucht – sie passen sowohl menschlich als auch fußballerisch bei uns rein.“ Zu den sechs Neuverpflichtungen kommen weitere sechs Talente aus der eigenen A-Jugend, die ebenfalls den Sprung in den Kader der Kreisoberliga-Mannschaft geschafft haben. „Die Jungs haben Gruppenliga gespielt. Sie haben ein gutes Tempo und fallen im Training nicht ab“, urteilt der Trainer.

Ein interessanter Neuzugang ist der 21-jährige Nahom Gebru, der in der Jugend bei der Eintracht und dem FSV Frankfurt ausgebildet wurde, am Bornheimer Hang zum Zweitliga-Kader gehörte, aber keine Einsätze hatte. Und nachdem er sich vor zwei Jahren im Training einen Kreuzband- und Außenmeniskusriss zugezogen hatte, schaffte er beim FSV den Anschluss nicht mehr. Er trug sich mit dem Gedanken, die Schuhe an den Nagel zu hängen. „Über Kontakte“, so Eilingsfeld, fand er nun den Weg an die Bertramswiese zum TuS Makkabi und versucht ein Comeback.

Insgesamt kann der 29-Jährige auf einen breiten Kader von 26 Mann zurückgreifen. Dabei weist Eilingsfeld darauf hin, dass er aus den Erfahrungen der letzten Spielzeiten weiß, dass es während der Saison eine recht hohe Fluktuation bei Makkabi gibt: „Es gibt Verletzungen, Sperren oder jemand fährt in Urlaub. Unsere Studenten können auch nicht immer.“

Doch der Tabellendritte der abgelaufenen Saison hat auch Abgänge zu verzeichnen, darunter Torjäger Ibrahim „Ibo“ Abbouz (zu Viktoria Preußen), der ein gutes Drittel (33) der 88 Saisontore erzielte. Da es seinen Sturmpartner Branislav Glamocanin (16 Tore) schon im Winter zum SV BKC Bosnien zog, klafft doch eine recht große Lücke in der Offensivabteilung. „Zunächst einmal hat Ibo ja von der guten Mannschaftsarbeit profitiert“, relativiert Eilingsfeld, „und wir haben Qualität dazugewonnen. Wir wollen nicht mehr von einer Spitze abhängig sein und die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen. Somit sind wir auch schwerer ausrechenbar.“

Momentan findet das Training auf dem Gelände des TV Preungesheim statt. Dort sollen auch die Heimspiele des TuS Makkabi ausgetragen werden. Denn die neue Heimat des Clubs wird erst noch gebaut. Nach den Planungen soll das neue Gelände an der Wilhelm-Epstein-Straße 2020 fertig sein.

Eilingsfelds ehemaliger Co-Trainer Ben Hensel übernimmt in der neuen Runde den Posten des Sportlichen Leiters, Nachfolger von Hensel wird der frühere Jugendcoach Kostas Samantas. Vor allem in Punkto Disziplin gibt es für die drei einiges aufzuarbeiten: In der Fairnesstabelle landete Makkabi auf dem 13. Rang, mit den meisten Roten Karten (5). Der gelernte Erzieher Eilingsfeld sieht die Problematik und wirkt auf die Mannschaft ein: „Wir haben mit den Jungs darüber gesprochen. Wobei allein Robel Tsegai drei Rote Karten bekommen hat. Aber das ist sicherlich ein Thema, mit dem wir uns beschäftigen. Die Disziplin ist ein großes Manko bei uns.“ Das zeigte sich ausgerechnet im Vorbereitungsspiel gegen das befreundete Team des FC Gudesding, als es nach einem Foul eine Rudelbildung mit Handgreiflichkeiten gab. Ergebnis war eine Rote Karte für Nahom Gebru. Coach Eilingsfeld will auf jeden Fall konsequent sein: „Bei uns zählt das Kollektiv, keiner steht über der Mannschaft. Wenn einer aus der Reihe tanzt, fliegt er raus.“

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