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Tischtennis-Damen: Turbulente Talfahrt

Von Der sukzessive Zerfall des Teams konnte nicht aufgehalten werden. Neuaufbau mit einem Zugang vom Hessenligisten Lahr.
Ein Doppel, das es in der nächsten Saison nicht mehr geben wird: Olga Katzelnik (li.) wechselt zu Makkabi, Naima Gofran spielt weiter für die TSG Oberrad. Foto: Christian Klein ( FotoKlein) Ein Doppel, das es in der nächsten Saison nicht mehr geben wird: Olga Katzelnik (li.) wechselt zu Makkabi, Naima Gofran spielt weiter für die TSG Oberrad.
Frankfurt. 

Bei dem Tischtennis-Damenteam der TSG Oberrad gibt es partout keinen Stillstand. In den vergangenen Jahren ging es bei dem Club aus dem Frankfurter Südosten stets aufwärts; der Lohn war der Aufstieg bis in die Oberliga, so gut konnte sich kein anderer Verein aus der Stadt, in der der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) beheimatet ist, positionieren. Doch in den vorigen zwölf Monaten geriet das (Erfolgs-)Gebilde aus den Fugen. Die Folge: Sang- und klangloser Abstieg aus der Oberliga, und nun zeichnet sich sogar der Rückzug aus der Hessen- in die Verbandsliga ab, denn von der Stammformation verließ nur eine Spielerin nicht das Team.

Vor ziemlich genau fünf Jahren war die TSG Oberrad bis in die Bezirksoberliga abgedriftet. Auf Tristesse folgte eine Trotzreaktion. Der Club feierte dann Aufstiege in die Verbandsliga, Hessenliga und vor zwei Jahren in die Oberliga Hessen. Und es gelang der sportlichen Leitung um Timo Elpelt, in Inka Dömges sogar eine ehemalige Bundesliga-Akteurin nach Oberrad zu holen, wenn auch nur für gelegentliche Einsätze. Das führte dazu, dass das Team in der Aufstiegssaison sich souverän einen Platz im Mittelfeld ergatterte.

Doch als dann Katharina Schott aus beruflichen Gründen nach München zog und Caroline Reeh aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr mitwirken konnte, setzte die nächste Talfahrt ein. Als Ersatz holte die TSG zwei Talente, doch für beide war der Sprung in die Oberliga zu groß: Weder Jessica Wissler (4:32) im vorderen Paarkreuz noch Katharina Hardt (1:21) im hinteren Spielsegment konnten mithalten.

Eigentlich war Wissler auch für die Position drei vorgesehen. Doch Dömges, laut sportlicher Leitung gesundheitlich angeschlagen, spielte nur zweimal mit (6:0). Stefanie Papin (20:20) und Naima Gofran (11:25) konnten an der Chancenlosigkeit der TSG, die in eine 3:33-Punktebilanz mündete, auch nichts ändern. Olga Katzelnik (2:8) wirkte, wie das bei ihren Stationen davor auch schon häufig der Fall war, nur gelegentlich aus, die Erwartungshaltung war entsprechend gedrosselt.

Während des Abstiegs zerfiel das Team. Nach Papin (TSV Höchst) teilten auch Wissler (TuS Nordenstadt) und Hardt (TG Oberjosbach) ihren Weggang mit. Katzelnik bleibt zwar in Frankfurt, sie spielt aber künftig bei den Herren des TuS Makkabi. In dem langjährigen Trainingsgast Steffi von Rahden sagte immerhin eine Hessenligaspielerin zu (zuletzt SG Lahr).

„Zurzeit finden interne Beratungen statt, mit wie vielen Mannschaften in welchen Klassen wir kommende Saison genau starten werden. Für die erste Damenmannschaft wird zwischen Hessenliga und einem Rückzug in die Verbandsliga abgewogen. Maßgeblich wird die Stabilisierung des Oberräder Damenbereichs sein, um mittel- bis langfristig wieder gestärkt aus dieser schwierigen Saison herauszugehen. Dafür spricht momentan eher der Start in der Verbandsliga“, sagt der sportliche Leiter Elpelt und ergänzt: „Die endgültige Entscheidung wird aber erst bis zur Vereinsmeldung im Juni fallen.“

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