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Löwen im Aufwind: Volle Ausbeute für die Löwen

Von Der Wandel der Eishockey-Löwen trägt Früchte. Die Frankfurter absolvierten ihr erstes „Sechs-Punkte-Wochenende“.
Löwe Nick Mazzolini umkurvt das Rosenheimer Gehäuse, Goalie Patrick Ehelechner macht die Lücke zu.	Foto: Roskaritz Löwe Nick Mazzolini umkurvt das Rosenheimer Gehäuse, Goalie Patrick Ehelechner macht die Lücke zu. Foto: Roskaritz
Frankfurt. 

Als Neuling mussten die Löwen Frankfurt erst einmal Lehrgeld zahlen. Das in der Oberliga West angesichts der damaligen Überlegenheit stets erfolgreiche „Hurra-Eishockey“ erwies sich in der DEL 2 als zu anfällig. Die Folge: Trainer Tim Kehler und Manager Rich Chernomaz ärgerten sich Woche für Woche, dass selbst vier, fünf Tore ihrer Stürmer nicht für Siege gut waren. Die Löwen fielen auf den vorletzten Rang zurück, der Anschluss ans Mittelfeld drohte verloren zu gehen.

Es dauerte ein wenig, bis alle sich bewusst waren, dass es so nicht weiter gehen kann. Es folgten intensive Gespräche, nächtelange Video-Analysen und energisches Durchgreifen im Training. Tim Kehler wies auf die Hauptursachen hin: „Zu viele Fehler im Spielaufbau, zu viele Strafzeiten, vor allem im Schlussdrittel. Wer durchschnittlich sechseinhalb von 20 Minuten mit einem Spieler weniger auf dem Eis ist, kann Rückstände nicht aufholen. Oder verliert ausgeglichene Partien“, machte er seinen Schützlingen klar.

Bilderstrecke Löwen schießen Rosenheim aus der Halle
Party in der Eissporthalle: Die Frankfurter Löwen haben das Heimspiel gegen die Starbulls Rosenheim mit 5:1 gewonnen. In unserer Fotostrecke sehen Sie Bilder von jubelnden Löwen. Alle Fotos: HübnerDie Eishockey-Cracks aus der Mainmetropole präsentierten sich gegen die Oberbayern in Torlaune. Den Torreigen . . .. . . eröffnete Norman Martens in Unterzahl. Kurz darauf . . .

Mit Erfolg: Am System wurde praktisch nichts geändert. Aber an der Einstellung. Und an der Disziplin. „Wir spielen in der Defensive nun einfacher, vermeiden Fehler. Es ist nicht nur die Abwehr, es ist das ganze Team, allen voran der wiedererstarkte Keeper Bryan Hogan. Und wir vermeiden auch Strafzeiten im Schlussdrittel“, lobte Kehler, dessen Team am Wochenende in den jeweils letzten 20 Minuten nur insgesamt eine Unterzahl-Situation überstehen musste. Das Resultat: Dem 5:2 (1:1, 0:1, 4:0) am Freitag in Ravensburg folgte zwei Tage später ein 5:1 (0:0, 3:0, 2:1) gegen den Tabellenzweiten Starbulls Rosenheim.

Und das, obwohl die Frankfurtern die erfahrenen Spieler ausgehen. Die Verletztenliste wird immer länger und länger. Zu Clarke Breitkreuz, Lanny Gare, James Jarvis Nils Liesegang und Kyle Ostrow gesellt sich nun noch Marc Schaub. Der 22-jährige Stürmer erlitt gegen Rosenheim eine Knieverletzung am Außenband, die ihn zu einer längerer Zwangspause zwingt. Mit seiner Rückkehr rechnen die Löwen erst nach der Länderspielpause Mitte November.

Als Rettung in der Not erwiesen sich die Förderlizenzspieler vom DEL-Kooperationspartner Ice Tigers Nürnberg. Verteidiger Andreas Schwarz sowie die Stürmer David Elsner und Marco Pfleger mischten in beiden Partien mit, in Ravensburg kam noch Verteidiger Marcus Weber hinzu. Rich Chernomaz: „Es ist eine für beide Seiten nützliche Situation. Nürnberg freut sich, weil sie Spielpraxis bekommen, und wir, weil wir gut ausgebildete Spieler als Verstärkung haben.“

Die beiden jungen Stürmer bekamen Routinier Nick Mazzolini zur Seite. Der kanadische Center wirbelte mit den beiden Jungspunden in beiden Partien. In Ravensburg nutzte er ihre Vorarbeit zu zwei Treffern, gegen Rosenheim einmal. Die schönste Kombination zeigten die beiden Youngster allerdings ohne sein Zutun. Der 2:1-Konter, den Pfleger nach Pass von Elsner gegen Rosenheim vollendete, war wie aus dem Eishockey-Lehrbuch.

Einfach entschlossener

Dass die vom Verletzungspech gebeutelten Löwen Rosenheim regelrecht vom Eis fegen würden, überraschte trotz des Erfolges in Ravensburg dann doch auch die größten Optimisten. „Frankfurt war besser, schneller, entschlossener“, gab Starbulls-Trainer Franz Steer hinterher unumwunden zu. Aus einer starken Deckung agierten die Löwen mutig nach vorne und tauchten immer wieder gefährlich vor Patrick Ehelechner auf. Ohne den langjährigen DEL-Keeper hätten die Oberbayern schon nach 20 Minuten deutlich zurückgelegen. So mussten die Löwen-Fans bis zum Mitteldrittel warten. In der 29. Minute erzielte bei einem Break in Unterzahl Norman Martens den bereits fünften Shorthander der Frankfurter. Das 2:0, nur 53 Sekunden später, markierte Verteidiger Marton Vas zur Abwechslung in Überzahl, bevor die bereits beschriebene Traumkombination zwischen Elsner und Pfleger für die Entscheidung sorgte.

Im Schlussdrittel unterstrich das 4:0 von Mazzolini einmal mehr, dass die Löwen das erfolgreichste Powerplay-Team der Liga sind. Nach Elsners 5:0 konnten die Gäste nur noch den Ehrentreffer durch Ben Zientek anbringen. Zurecht wurden die Löwen mit stehenden Ovationen der 4300 Fans verabschiedet.

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