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Dominic Metzger hat großen Anteil am Aufschwung des SC 80 Frankfurt: Vom Profi zum Nachwuchsförderer

Von Er ist der Vater der Erfolge der „jungen Wilden“ bei den „80ern“ aus dem Nordend. Dominic Metzger, ehemaliger Tennisprofi, Trainer, Mentalcoach und Nachwuchsförderer.
Hat derzeit gut lachen: Dominic Metzger. Foto: Hikmet Temizer Hat derzeit gut lachen: Dominic Metzger.
Frankfurt. 

Mit dem Leistungssport hatte es der SC 80 Frankfurt jahrelang nicht. Nach dem Größenwahn in 1989 und 1990, als Rolfdieter Kaiser, genannt Rolli, an der Feldgerichtstraße mit Stars wie Horst Skoff und Patrik Kühnen Deutscher Meister werden wollte – das Vorhaben endete nach dem Prozess gegen den Geld- und Devisenhändler mit einem Fiasko, das den Verein auf Jahre hinaus zurück warf und auch zum Zurückziehen der erfolgreichen Damen-Mannschaft um Sandra Wächtershäuser und Anouschka Popp führte –, spielten die Schwarz-Roten nur noch sporadisch in der höchsten hessischen Klasse. Und das mehr schlecht als recht.

Das hat sich mit der Verpflichtung von Dominic Metzger als Sportlicher Leiter gravierend geändert. Die Damen gewannen mit dem jüngsten Team der Spielklasse ungeschlagen die Hessenliga, die Herren sind aktuell Zweiter in der Verbandsliga und werden voraussichtlich nur knapp am Aufstieg in die Hessenliga scheitern.

Die Erfolge allein auf Dominic Metzger zurückzuführen, wäre sicher den anderen Trainern, ehrenamtlichen Helfern und den Sportlern gegenüber ungerecht. Dass er aber den Hauptanteil am (Tennis-)Aufschwung an der Feldgerichtstraße hat, ist unbestritten.

Der in Wiesbaden geborene 32-Jährige, Sohn des Fußballers Bernhard Metzger (750 Spiele für den SV Wiesbaden), erlernte das Tennisspiel in Hattersheim. Mit 14 ging er nach München, spielte sieben Jahre lang für Iphitos München. Auf der ATP-Weltrangliste stand er am höchsten in 2010 (Position 1100). Im selben Jahr kehrte Metzger nach Hessen zurück.

Erst wohnte er in Frankfurt, die letzten Jahre in Hattersheim. 2010 bis 2012 spielte er für den TVH Rüsselsheim in der Hessenliga, danach beendete er seine Laufbahn und startete eine neue als Trainer – sowohl in Rüsselsheim-Haßloch in der Sportschule bei Uwe Wingert als auch im Frankfurter Stadion bei Mauro Elia. Nach einem Jahr machte er sich selbstständig, gründete in Rüsselsheim eine eigene Tennisschule. Viele Nachwuchsspielerinnen des SC 80 Frankfurt trainierten bei ihm dort. Das war mit ein Grund, warum er am 1. August 2013 nach einem kurzen Gespräch mit den Club-Verantwortlichen als Sportlicher Leiter und Trainer für den Förderkader der Damen und Herren beim Traditionsclub an der Feldgerichtstraße anheuerte.

Beim SC 80 fand er ein junges Damen-Team vor, das er größtenteils als Privat-Coach schon länger in Rüsselsheim unter seiner Fittiche hatte. Und einen Verein, in dem Ehrenamtliche gewillt waren, seine Arbeit zu unterstützen.

Die Förderung der jungen Spielerinnen sei das wichtigste für ihn. Den Weg, den der im Aufstiegsspiel in Frankfurt mit 6:3 erfolgreiche TC Ludwigshafen-Oppau geht, anstatt Eigengewächse fünf Ausländerinnen einzusetzen, lehnt er für seinen Verein ab. Daher sei für ihn auch der verpasste Aufstieg in die Regionalliga Südwest kein Rückschlag. Er wäre schön gewesen, doch dieser war für 2017 nie eingeplant. Auch der Gewinn der Hessenliga nicht. „Das war ein Triumph des Teamgeistes, der Ausgeglichenheit unserer jungen Spielerinnen, die alle in der letzten Zeit große Fortschritte gemacht haben.“

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