E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 15°C

Kreisoberliga Frankfurt: Weiss-Blaus Torhüter bringt die „Preußen“ zur Verzweiflung

Erst 0:1, dann 3:1 und am Ende 3:5 – Blau-Gelb fühlte sich gegen die TSG Niederrad vom Schiedsrichter klar benachteiligt.
Trickreich: Griesheims Mohamed Zaatan lässt den Kalbacher Orazio Giorgianni aussteigen. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Trickreich: Griesheims Mohamed Zaatan lässt den Kalbacher Orazio Giorgianni aussteigen.
Frankfurt. 

Die TSG Niederrad ist neuer Spitzenreiter der Fußball-Kreisoberliga Frankfurt, weil Viktoria Preußen gegen den SC Weiss-Blau unterlag.

FC Kalbach II – SV Griesheim Tarik 1:4 (1:2). – Manfred Meyer, der bis zur Winterpause Sven Janssen auf dem Kalbacher Trainerstuhl vertritt, war enttäuscht über das Auftreten seiner Mannschaft: „Die Spieler gehen zwar ans Limit, aber die körperliche Robustheit fehlt. Wir bringen keine Aggressivität auf den Platz und nur mit Hacke und Spitze funktioniert es nicht in dieser Liga.“ Einen Foulelfmeter verwandelte Jounes Bökenkamp zum 1:0 (2.). Doch krasse Abspielfehler der Kalbacher in der Vorwärtsbewegung luden den Gegner zum Tore schießen ein. Samir Belouad erzielte den Ausgleich (7.), Mohamed Zaatan brachte Griesheim nach vorne (30.). Als Anas Amjahid das 3:1 markierte (60.), waren laut Meyer „die Spatzen gefangen.“ Younes El Krafess erhöhte noch (76.).

FC Croatia – Concordia Eschersheim 4:1 (1:1). – Im ersten Abschnitt gab es wenige Höhepunkte zu sehen, die Tore fielen auf beiden Seiten nach Abwehrfehlern. Averil Ringheim legte für Eschersheim vor (11.), Ivan Propadalo traf zum 1:1 (25.). Die Kroaten hatten den besseren Start im zweiten Durchgang: Dennis Grancic erzielte das 2:1 (47.). Dann hatten die Gäste ihre Möglichkeiten, doch Croatias Torwart Ante Zubcic war auf dem Posten. Wieder Propadalo erhöhte auf 3:1 (57.), ehe Marko Maric den Endstand herstellte (69.). „Nach dem 3:1 hatten wir das Spiel im Griff und haben den Sieg am Ende souverän nach Hause gebracht“, meinte Croatias Sportlicher Leiter Stanislav Konta.

FC Posavina – TuS Makkabi 1:1 (0:0). – Die Gastgeber vergaben in der ersten Halbzeit hochkarätige Chancen. Als die Truppe von FC-Trainer Pero Bosniak etwas schwerfällig aus der Kabine kam, nutzte Thilo Tanetschek dann seine Chance und brachte Makkabi in Führung (58.). Franjo Orsolic traf nur den Innenpfosten (72.), doch Pressesprecher Daniel Pavic stellte fest, dass ein Ruck durch die Mannschaft gegangen sei: „Der Glaube an uns kam zurück.“ Drazen Vinkovic gelang schließlich der Ausgleich (86.). In der Nachspielzeit war sogar noch der Sieg möglich, doch Ante Petrasevic schoss aus fünf Metern über das Tor.

Union Niederrad – SG Westend 0:4 (0:3). – Die Gäste bestimmten von Beginn an das Spielgeschehen. Alen Tahirovic (13.), Victor Gonta (25.) und Deniz Mrugala (30.) trafen für Westend. „Zur Halbzeit war der Käse schon gegessen“, fand Unions Spielausschuss-Boss Wolfgang Schwenk. Gonta erhöhte noch auf 4:0 (57.). Schwenk nahm die Niederräder Mannschaft in Schutz: „Kein Vorwurf an die Spieler, aber wir können unsere Verletzten und Ausfälle nicht kompensieren.“

Viktoria Preußen – SC Weiss-Blau 3:4 (0:1). – Für Viktorias Sportlichen Leiter Thomas Mahlau war der Niederräder Torhüter Lukas Steinfels der „Mann des Spiels“: „Er hat überragend gehalten und Weiss-Blau den Sieg gerettet. Er hatte immer die Finger dazwischen.“ Hatem Fekih (15.), Milan Lovric (52.), Tim Schubert (70.) und Ex- „Preuße“ Florian Stiepel (76.) hatten für die Gäste vorgelegt. In den letzten zehn Minuten trafen dann auch die Gastgeber: Abdelhadi Assim (82.), Can Schindler (86.) und Ibrahim Abbouz (88., Foulelfmeter) verkürzten auf 3:4. „Wir haben die erste Halbzeit verschlafen und hintenraus hat uns die Zeit gefehlt“, fasste Mahlau zusammen.

FV Saz-Rock – FC Tempo 2:4 (2:2). – Für FV-Trainer Ibrahim Uyanik waren zwei Dinge ausschlaggebend für die Niederlage: Eine kurze Phase der Unkonzentriertheit, als sein Team die Gegentore von Borislav Pilipovic (27.) und Aleksandar Simic (28.) kassierte. Und als Kapitän Fabio Bittl das vermeintliche 3:2 erzielte, der Unparteiische aber Abseits pfiff (49.). Unglücklicherweise fiel im Gegenzug das 3:2 für Tempo: Pilipovic traf erneut (50.). Milos Mihajlovic markierte noch das 4:2 (78.). Für Saz-Rock waren David Rosato (21.) und Volkan Ünlücifci (44.) erfolgreich.

Germania Enkheim – SV Heddernheim 1:3 (0:1). – Deniz Yatci brachte den Aufsteiger in Führung (21.). Philipp Siegel erhöhte per Foulelfmeter (60.). Direkt nach Wiederanpfiff „klingelte“ es auf der Gegenseite, als Kareem Baumann verkürzte (61.). Einen Konter vollendete Oliver Solarz zum 3:1 (85.). „Bei uns hat die Einstellung nicht gestimmt, aber wir haben auch Fehler beim Coaching gemacht“, zeigte sich Germania-Coach Tihomir Tomic selbstkritisch.

SV Blau-Gelb – TSG Niederrad 3:5 (0:1). – Blau-Gelbs Trainer Andreas Ludwig war aufgebracht. Für ihn hatte der Unparteiische Zinan Mustafa (Wiesbaden) nicht unerheblichen Anteil an der Niederlage: „Nach dem 3:1 hat er einseitig gepfiffen und uns klar benachteiligt. Außerdem hat er einen unserer Spieler beleidigt. Wir werden einen Bericht anfertigen.“ Unruhe gab es auch in der Pause in der Gästekabine: Nach einer internen Auseinandersetzung wurde Torhüter Onay Sen durch Reahan Mahmood ersetzt. Die Torfolge: 0:1 Okan Koyun (36.), 1:1 Hugo Sanchez (47.), 2:1 Conrad Jäschke (48.), 3:1 Niklas Spies (49., Foulelfmeter), 3:2 Artug Özbakir (60.), 3:3 Koyun (83., Foulelfmeter), 3:4 Oguz Akkas (90.), 3:5 Koyun (90.+1).

(omü)

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen