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Bowling-DM: Wenn der „Zehner“ nicht fällt

Von Es hat nicht ganz gereicht für Nadine Geißler im Mixed-Finale – aber Deutsche Vize-Meisterin ist auch ein vorzeigbarer Erfolg.
Nachdem die Enttäuschung verdaut war,  stellte auch Platz zwei die Frankfurterin Nadine Geißler und ihrem Mixed-Partner Bernd Konieczny von Finale Kassel zufrieden. Nachdem die Enttäuschung verdaut war, stellte auch Platz zwei die Frankfurterin Nadine Geißler und ihrem Mixed-Partner Bernd Konieczny von Finale Kassel zufrieden.
Frankfurt. 

Mixed-Meister wurden die Berliner Sandra Metz/Alexander Will, mit dem zweiten Platz können Nadine Geißler (FTG Frankfurt) und der in München lebende Nationalspieler Bodo Konieczny (Finale Kassel) aber auch gut leben.

Noch spannender hätte der erste Wettbewerb der Deutschen Meisterschaften in der Bowlingworld in Frankfurter Stadtteil Eschersheim nicht verlaufen können. Jedes Duo gewann im Mixed-Finale einen Durchgang.

Die Entscheidung musste also die letzte Runde des Durchgangs (Frame) bringen. Fünf der sechs am sogenannten Masters (Plätze eins bis sechs nach den Vorrunden) beteiligten Duos hatten sich so aufgestellt, dass die Last der Verantwortung dem Mann zufiel. Einzige Ausnahme: Nadine Geißler. Die mit vielen Titeln dekorierte Nationalspielerin übernahm die Verantwortung. Im Viertelfinale im Halbfinale und in den ersten beiden Final-Durchgängen mit einer makellosen Bilanz: Drei Strikes im letzten Frame.

Nun kam es drauf an. Erster Wurf: beide Strike. Im zweiten Wurf blieb der „Zehner“, der Pin ganz rechts hinten, bei Geißler stehen. Sie konnte ihn dann räumen, aber die 223:225-Niederlage gegen das Berliner Duo nicht mehr verhindern.

Unmittelbar nach dem Wettbewerb überwog die Enttäuschung, nach wenigen Minuten hellten sich aber die Gesichter der unterlegenen Finalisten auf, die sich nun über Platz zwei freuten und die Gratulation vom Frankfurters Walter Werner, Spielleiter der Deutschen Meisterschaft, entgegennahmen. „Nervös war ich nicht. Das kann immer passieren“, meinte Nadine hinterher zum knappen Ausgang.

Der „Zehner-Pin“ war der Knackpunkt in Eschersheim. „Man musste schon ganz genau werfen, um dies zu vermeiden“, schilderte Jeannine Barth (BV 77 Frankfurt), die mit Enrico Strauß (Phönix Frankfurt) das Masters-Finale als Siebte (5245 Pins) um 49 Pins verpassten.

Ähnlich erging es Vanessa Timter: „Es war einfach die Gasse zu treffen, schwierig einen Strike zu erzielen. Wir haben solide gespielt, aber um ins Masters-Finale zu kommen, hatten wir nicht den richtigen Ball für die Strikes. Warum wir mit dem ,Zehner‘ Probleme hatten, kann ich selbst nicht sagen“, erzählte die Spielerin vom BC/FTG Frankfurt, die mit dem für Kassel spielenden Frankfurter David Canady Achte (5153 Pins) wurde.

Die mehrmalige Deutsche Meisterin Michaela Göbel-Janka (BV 77 Frankfurt), die mit Carsten Aust (Blau-Gelb Frankfurt) nur einen für sie enttäuschenden 22. Rang (4894 Pins) erreichte, präzisierte die Einschätzung ihrer aktuellen sowie ihrer ehemaligen Teamkollegin: „Das ist die Besonderheit der Bahn. Selbst wenn man die Gasse findet und die Rotation stimmt, muss man mit dem richtigen Gefühl werfen, damit alle zehn Pins fallen.“

Wem dies gelang, der wurde belohnt. Allein fünf Mal wurde an den beiden Tagen das Traumergebnis von 300 Pins (zwölf Strikes) geschafft. Die nach den beiden Vorrunden-Durchgängen drittplatzierten (5315 Pins) Geißler/Konieczny spielten die 300 sogar im „Bakersystem“ (man wechselt sich von Frame zu Frame ab) gespielten Viertelfinale gegen die Mitfavoriten Laura Beuthner/Marco Baade (Berlin). Da sie auch das zweite Spiel gewannen, durften sie das Hamburger Überraschungspaar Katharina Koch/Kai Sönksen herausfordern, das als Zweiter (5339) direkt fürs Halbfinale qualifiziert war. Die Frankfurter/Kasseler Vereins-Kombination siegten gegen die nun schwächelnden Hanseaten 190:184 und 233:127. Im zweiten Halbfinale besiegte Vorrunden-Primus (5363 Pins) Matz/Will das bayerische Paar Alexandra Mareiser/Oliver Völlmerk (5307 Pins) in drei Spielen.

Erstaunlich war das hohe Niveau im Finale. Wer schon einmal Bowling gespielt hat, weiß wie „müde“ ein so stark beanspruchter Arm nach über 200 Würfen binnen sechs Stunden sein kann. Dass beide Paare unter diesen Umständen noch einen Schnitt von über 250 Pins erzielten, spricht für die Qualität der Beteiligten.

Doppelter Titelkampf

Seit gestern kämpfen am Berkersheimer Weg die Damen- und Herren-Doppel um den nationalen Titel. Heute spielen die Herren ab 9 Uhr und 18.20 Uhr, die Damen ab 13.40 Uhr. Am Mittwoch wird die Vorrunde beendet (8.10 Uhr Damen, 12.50 Uhr Herren), die Masters-Endrunde startet dann um 17 Uhr. Die beiden Finals sind für 18.30 Uhr terminiert.

Frankfurter Akteure sind gleich in sieben Duos vertreten: Bei den Damen wollen Nadine Geißler/Janmine-Manuela Gabel (FTG), Vanessa Timter/Sonja Heeg (FTG/Aschaffenburg) und Michaela Göbel-Janka/Jeannine Barth (BV 77) um die Medaillen spielen, Shirley Lazar/Tina Kirsch (FTG) um eine gute Platzierung. Bei den Herren sollten Frank Heine/Karsten Aust (Blau Gelb) ebenso wie die Nationalspieler David Canady und der in Egelsbach lebende Oliver Morig (beide Finale Kassel) bei der Medaillenvergabe ebenfalls mitmischen. Nur als Außenseiter angetreten sind Benjamin Dietz/Sven Heinrich (ABV Frankfurt).

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