E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 19°C

Fußball: Werbung in eigener Sache

Ein seltenes Nachbarschaftsduell steigt am Mittwoch an der Berger Straße: Die SG Bornheim/Grün-Weiß erwartet den FSV Frankfurt. Los geht es um 19 Uhr.
Es ist schon ein Weilchen her: Der heutige FSV-Coach Alex Conrad (Mittlere Reihe, links) präsentierte im Sommer 2006 die Neuzugänge des Oberligisten KSV Klein-Karben. Darunter auch SG Bornheims aktueller Trainer Maik Rudolf (Mitte, Zweiter von rechts neben „Co“ Ali Cakici). Foto: Christian Klein Es ist schon ein Weilchen her: Der heutige FSV-Coach Alex Conrad (Mittlere Reihe, links) präsentierte im Sommer 2006 die Neuzugänge des Oberligisten KSV Klein-Karben. Darunter auch SG Bornheims aktueller Trainer Maik Rudolf (Mitte, Zweiter von rechts neben „Co“ Ali Cakici).
Frankfurt. 

„Wir sind stolz, den Regionalligisten empfangen zu dürfen und wollen ihm und uns einen schönen Abend bereiten“, verkündet Maik Rudolf. Der Trainer des Fußball-Gruppenligisten SG Bornheim/Grün-Weiß freut sich auf das Gastspiel des FSV Frankfurt auf dem Kunstrasen an der Berger Straße/Seckbacher Landstraße. Schließlich ist es ja auch ein Derby – allerdings in aller Freundschaft im Rahmen der Wintervorbereitung beider Vereine, spielt der FSV doch drei Klassen höher.

In seiner aktiven Zeit war der heutige FSV-Coach Alexander Conrad Rudolfs Trainer beim damaligen Oberligisten KSV Klein-Karben. „Von ihm und seinem Assistenten Ali Cakici habe ich seinerzeit viel von ihrer Philosophie mitgenommen“, erzählt der 37-Jährige, „das hat den Anstoß gegeben, es selbst mal als Trainer zu versuchen.“ Von seiner Mannschaft haben immerhin sieben Akteure in der Jugend beim großen Nachbarn FSV gekickt. Daniel Tewelde trainiert dort ein Nachwuchsteam.

Spende für Vereinsprojekt

Der ist am Mittwoch frei, stattdessen werden die Besucher um eine Spende für das dortige Projekt „interkulturelles Familien-Sport-Cafe“ gebeten. Da der offizielle Trainingsbeginn des Gruppenligisten erst am 14. Januar ist, haben Rudolf und sein Assistent Afom Haile schon zwei freiwillige Trainingseinheiten angeboten. Die Trainingsbeteiligung ist generell sehr hoch. „Durchschnittlich sind 22 Mann im Training“, berichtet Rudolf, der in der Winterpause bewusst nicht nach Neuzugängen Ausschau hält: „Wir haben hier viele sehr talentierte Fußballer die jeder Trainer gerne hätte und zudem einen sehr zufriedenstellenden ersten Saisonabschnitt hinter uns.“

Zwar wurde das erklärte Saisonziel erster oder zweiter Tabellenplatz noch nicht erreicht, „aber wir stehen auf Rang vier in Schlagweite zu den führenden Vereinen“. Allerdings äußert Rudolf auch Kritik: „Es gab eine Phase, in der die Konstanz fehlte. Insbesondere gegen die Spvgg. Griesheim und die TSG Nieder-Erlenbach haben wir Punkte verschenkt.“ Er findet aber auch: „Das ist Jammern auf einem sehr hohen Niveau.“ Von der Qualität des Kaders ist er überzeugt: „Mohamad Aishouna, Moritz Schneider und Marius Troll treffen regelmäßig, dazu kommt noch Daniel Tewelde als Scorer.“ Zudem setzt der Coach auch auf junge Spieler wie Leon Malsch, Gianluca Colombo, Paul Schmanke, Bela Schuster und Janis Cordes.

Verlassen hat den Verein indes allerdings Parwes Naziri. Er wechselte zum Hochtaunus-Kreisoberligisten Sportfreunde Friedrichsdorf. Rudolf lobt: „Ein absoluter Teamplayer, der sich bei uns vorbildlich präsentiert hat. Er möchte in Friedrichsdorf mit alten Freunden weiterspielen.“

Einen wichtigen Baustein für den Erfolg sieht Rudolf im Vereinsleben: „Hier gibt es kein Ich, sondern nur ein Wir. Das fängt schon im Team um die Erste Mannschaft an.“ Zu diesem gehören Fitnesstrainer Stefan Riegler, Physiotherapeut Denis Schaffhauser sowie die Betreuer Ralf Hartmann, Christian Kasper und Sven Marzluf, der zudem noch als Spielausschuss-Chef fungiert. Wichtig sind für Rudolf auch die Trainer der Zweiten Mannschaft Pascale König und Daniel Krieg-Lieberich. Daneben hat Krieg-Lieberich auch noch die Funktion des Sportlichen Leiters inne. Rudolf spricht von „ungefähr 150 Jahren Vereinsmitgliedschaft im Gruppenligakader. Unsere Spieler bringen sich in das Vereinsleben ein. So sind Niklas Troll, Mario Koch, Lennart Lampe, Bela Schuster, Antony Cudina und Andrew Cave nebenbei noch als Jugendtrainer bei uns tätig.“

Noch etwas nachjustieren

Mit der nach Toren jeweils zweitstärksten Offensive und Abwehr der Liga rechnet sich der Trainer noch gute Chancen aus, das Saisonziel Aufstieg in die Verbandsliga Süd zu verwirklichen: „Das Ziel ist zum Greifen nahe. Es sind fünf oder sechs Team auf Augenhöhe, wir müssen jetzt bei den Kleinigkeiten nachjustieren.“

Gegen den FSV fallen Mario Koch nach seiner Knieoperation und Simon Kusch aus, der aber im Laufe der Vorbereitung wieder mit dabei sein soll. Für die Partie gegen den Viertligisten wünscht sich der Bornheimer Coach: „Unsere Spieler sollen es genießen, sich gut verkaufen und Werbung für uns machen. Ich hoffe, dass wir uns ein paar Chancen herausspielen können.“ Natürlich dient das Derby auch der Vorbereitung für das Gruppenliga-Nachholspiel beim SV BKC Bosnien am 18. Februar, wie Rudolf betont: „Dem ist alles untergeordnet.“

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen