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Niederlage für Schwanheim: Zeilsheim und „die positive Seite des Lebens“

Nach dem ärgerlichen 2:4 gegen Bauerbach unter der Woche fassten sich die Fußballer des SV Zeilsheim ein Herz und besiegten den FC Dorndorf 2:0.
Der Zeilsheimer Selim Aljusevic nimmt gekonnt den Ball mit der Brust an, Dornheims Mario Schneider bleibt da nur mit leichter Bewunderung die Zuschauerrolle. Foto: Marcel Lorenz Der Zeilsheimer Selim Aljusevic nimmt gekonnt den Ball mit der Brust an, Dornheims Mario Schneider bleibt da nur mit leichter Bewunderung die Zuschauerrolle.
Frankfurt. 

Germania Schwanheim ist völlig von der Rolle: Die Mannschaft von Trainer Tomas Pelayo ging in Kinzenbach sang- und klanglos unter und hinkt den eigenen Ansprüchen in der Fußball-Verbandsliga Mitte hinterher.

SG Kinzenbach – Germania Schwanheim 6:0. – Schwanheim kassierte die vierte Niederlage im fünften Spiel und Trainer Tomas Pelayo wusste nach dem 0:6 genau, warum seine Mannschaft seit einem Monat sieglos ist. „Diese Niederlage ist absolut verdient. Auch in dieser Höhe“, fand der Gäste-Trainer offene Worte: „Wir waren lethargisch und haben uns ganz schnell den Schneid abkaufen lassen.“ Vor allem Ahmet Markanoz machte im Sturm der bis dato zu Hause sieglosen Hausherren, was er wollte. Der „fast komplette Stürmer“ nötigte Pelayo Respekt und fast schon Bewunderung ab: „Er ist einer der stärksten Spieler der Liga und hat den Unterschied gemacht.“ Beim 1:0 traf er aus 16 Metern flach ins Eck (14.), das 2:0 von Sergej Maro legte er mustergültig vor, so dass dieser nur noch einschieben musste (33.). Das 3:0 nach der Pause gelang auch wieder Maro (55.), dann fügte Marankoz noch drei weitere Treffer zum Endstand an. „Er war ekelhaft für unsere Verteidiger zu spielen, weil er sich in jeden Zweikampf reinwirft“, beschrieb Pelayo die Spielweise des gegnerischen Stürmers, der auch die Gelb-Rote Karte von Jonathan Mies wegen wiederholtem Foulspiel in der 66. Minute provozierte. Zwei Kopfballtreffer und ein Tor aus dem Spiel heraus besiegelten zwischen der 65. und der 80. Minute die höchste Saisonniederlage der Germania.

SV Zeilsheim – FC Dorndorf 2:0 (0:0). – „Dieser Sieg war wichtig, damit wir nach dem Bauerbach-Spiel gleich wieder dorthin zurückkommen, wo wir hinwollen – auf die positive Seite des Lebens“, stellte Peter Strauch klar. Zeilsheims Vorsitzender, sein Trainer Sascha Amstätter und die Mannschaft kamen allerdings nur mit viel Einsatz, guten Nerven und individueller Qualität dorthin. „Dorndorf hat viel Gegenwehr geleistet. Das war nicht einfach. Wir mussten den Kampf erstmal annehmen“, stellte Strauch nach dem vierten Saisonsieg im siebten Spiel klar. Vor allem Niklas Kremer brachte die Zeilsheimer immer wieder zur Weißglut. Dorndorfs Torwart war sehr gut aufgelegt, verhinderte mehrfach eine deutlichere Führung der Gastgeber und einen klareren Spielverlauf. Bis zum 1:0 in der 56. Minute hatte er im Eins-gegen-Eins gegen Dorian Miric gerettet (13.), bei einem Schuss von Kaan Köksal stark im Eck reagiert (31.) und auch dessen Kopfball – nach sehenswerter Kombination über Selim Aljusevic und Kadir Fil – entschärft (55.). Der anschließende Eckstoß brachte aber doch das verdiente 1:0 für die Frankfurter. „Steffen Janke hat den Ball scharf reingebracht und Kaan hat in per Kopf rein gewuchtet“, beschrieb Strauch den Treffer (56.). Dieser gab der Amstätter-Elf Sicherheit. „Da ist wirklich ein Ruck durch die Mannschaft gegangen“, lobte der Vorsitzende sein Team. Dann spielte Aljusevic seine ganze Klasse und Erfahrung aus, nahm den Ball stark mit und verlud den Gästekeeper (84.).

(awo)

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