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Squash: Ziemlich unberechenbar

Von Der unerwarteten Niederlage in Kempten folgte ein ebenso unerwarteter Triumph gegen Gerlingen.
Monopol-Spieler Florian Silbernagl Foto: Christian Klein (Foto Klein) Monopol-Spieler Florian Silbernagl
Frankfurt. 

In Kempten rechneten sich die Frankfurter Bundesliga-Squasher einen Sieg aus, im Spitzenspiel gegen die Squash Devils aus Gerlingen befürchtete der SC Monopol insgeheim eine Niederlage.

Dann kam alles anders. Aus dem Allgäu kehrten die Frankfurter ohne einen Punkt im Gepäck und ohne Florian Silbernagl zurück. Der in der laufenden Saison noch ungeschlagene deutsche Ranglistenzehnte hatte es in der Hand, mit einem Sieg gegen David Kandra den in Rückstand liegenden Hessen zwei Punkte zu retten. Beim 2:2-Gleichstand hätte Monopol den Zusatzzähler aufgrund der mehr gewonnenen Sätze bzw. Einzelpunkte im Match bekommen. Zwar verlor Silbernagl den ersten Satz, doch dann war er wie erwartet der bessere Spieler. Nur die Gesundheit machte nicht mit. Silbernagl war mit einer nicht ausgeheilten Bronchitis angereist – und sein Zustand verschlechterte sich während des Spiels besorgniserregend. Per Rettungswagen wurde er ins Krankenhaus gebracht, dort musste er über Nacht bleiben. Die angereisten Eltern, die in Bayern leben, nahmen ihn in ihre Obhut. Wann Silbernagl nach Frankfurt zurückkehrt, ist noch ungewiss.

Omlor punktet souverän – allerdings nicht für Maintal

Für den SC Yellow Dot Maintal langte es in seinen Begegnungen nicht mal zu einem Ehrenpunkt. Da der Club ohne den Österreicher Aqueel Rehman und Armin Hameed angetreten war, überraschte es keineswegs,

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Der Rückstand zuvor kam unerwartet zustande. Zwar brachte Johannes Voit die Gäste mit einem glatten Sieg in Führung. Dass aber Kai Wetzstein an Pasquale Ruzicka scheiterte – vor einem Jahr hatte es für ihn noch ein 3:0 gegeben –, überraschte. Wetzstein fand nie richtig ins Match. Er spielte dem sehr fit wirkenden Gegner die Bälle eher zu – so, als würde er eine Trainingseinheit geben.

Der junge Engländer Tom Walsh agierte gegen seinen favorisierten Landsmann Jaymie Haycocks (Nummer 76 der Welt) beherzt, er ging aber – wie in den bisherigen Spielen – in den entscheidenden Phasen zu viel Risiko ein. „Du brauchst noch zehn Jahre, dann weißt Du, wie es geht und wirst auch routiniert die jungen Hüpfer die Fehler machen lassen“, trösteten die Teamgefährten den 18-Jährigen.

SC Kempten – SC Monopol 3:1 (3:0 Punkte). – Jaymie Haycocks (England) – Tom Walsh (England) 11:8, 11:5, 11:6, David Kandra – Florian Silbernagl 11:5, 11:13, 6:11, 11:0, 11:1, Pasquale Ruzicka – Kai Wetzstein 11:8, 8:11, 12:14, 11:5, 11:8, Jürgen Martin – Johannes Voit 1:11, 3:11, 4:11.

Einen Tag später kam in die Squash-Insel der bis dahin in der Tabelle führende schwäbische Vertreter Squash Devils Gerlingen. Die Frankfurter mussten auf Silbernagl verzichten, die Gäste reisten ohne ihren englischen Spitzenspieler Angus Gillams an.

Routinier Julian Wollny bekam es mit dem deutschen Jugendnationalspieler Loic Hennard, einem gebürtigen Franzosen, zu tun. Hennard währte sich tapfer, rann wie ein Hase durch den Käfig und holte viele Bälle. Doch die Erfahrung des Frankfurters war ausschlaggebend. Den zweiten Punkt steuerte Voit bei, der den ebenfalls sehr flinken Johannes Thürauf von der T-Linie aus kontrollierte, ihn von einer Ecke in die andere schickte.

Den siegbringenden Punkt markierte Tom Walsh – obwohl er im ersten Satz von der schweizerischen Nummer sieben, Robin Gadola, regelrecht auseinandergenommen wurde. In der Pause nahm sich des jungen Engländers Julian Wollny an. Seine Tipps zahlten sich aus: Walsh spielte von da an ruhiger, besonnener und schaffte damit seinen ersten Sieg gegen einen ebenbürtigen Gegner.

In der letzten Partie ging es nur noch um die persönliche Bilanz. Kai Wetzstein startete stark, verfiel dann aber in seinen alten Schlendrian. Und das reichte gegen einen starken Kevin Schwentner, der in der laufenden Runde noch kein Match verloren hat, nicht zum Erfolg.

SC Monopol – Squash Devils Gerlingen 3:1 (3:0) . – Walsh (England) – Robin Gadola (Schweiz) 2:11, 11:6, 11:5, 11:9, Wetzstein – Kevin Schwentner 11:7, 4:11, 8:11, 9:11, Voit – Johannes Thürauf 11:8, 11:4, 9:11, 11:4, Julian Wollny – Loic Hennard 12:10, 11:9, 14:12.

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