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Bowling: Zurück im Titelkampf

Von Der Kampf um die Deutsche Meisterschaft ist bei den Bowlerinnen wieder offen. Die beiden Frankfurter Bundesliga-Teams rückten Spitzenreiter Düsseldorf mit einer starken Leistung in Ludwigshafen auf die Pelle.
Tina Kirsch erzielte mit 190,11 Pins den zweitbesten Schnitt im Team des BC/FTG Frankfurt. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Tina Kirsch erzielte mit 190,11 Pins den zweitbesten Schnitt im Team des BC/FTG Frankfurt.
Frankfurt. 

Die Hälfte der Bundesliga-Spieltage ist durch, der Meisterschaftskampf wieder völlig offen. Titelverteidiger BV 77 Frankfurt konnte diesmal nicht nur erneut die höchste Pinzahl erzielen, sondern endlich auch seine Begegnungen gewinnen. Nach dem Tagessieg in Ludwigshafen trennen den Serienmeister nur noch vier Punkte vom Spitzenreiter Radschläger Düsseldorf. Dazwischen liegt noch die Überraschungsmannschaft der Saison, der BC/FTG Frankfurt. Der Neuling schaffte es bisher als einziger Teilnehmer, bei jedem Spieltag unter den Top vier zu bleiben.

Das Team der Stunde in Ludwigshafen war aber eindeutig der BV 77 Frankfurt , der bis auf das Spitzenspiel gegen Düsseldorf alle Partien gewann und auch den besten Schnitt aller zehn Teams erzielte. „Wir sind unvoreingenommen an die Aufgabe herangegangen. Da wir beschlossen hatten, nicht in Ludwigshafen zu übernachten, sondern kurzfristig anzureisen, verzichteten wir auch auf das einstündige Einspielen, sondern kamen auf den letzten Drücker an“, schilderte Michaela Göbel-Janka. Das zahlte sich aus. „Wir haben Kraft gespart und konnten am Ende noch zulegen“, so die ehemalige Nationalspielerin, die vor allem zu Beginn ihre ganze Routine in die Waagschale warf und mit 203,11 den sechstbesten Schnitt aller Akteurinnen erzielte. Tagesbeste wurde ihre junge Teamkollegin Jeannine Barth (214,11), die bei den letzten drei der neun Partien gar einen Schnitt von 220 spielte. Junioren-Nationalspielerin Gina-Maria Merkel kam auf 187,80 Pins, das Team komplettierten Altmeisterin Martina Beckel sowie Claudia Sawecki.

„Unsere jungen Spielerinnen vertrauen uns Routiniers blind. Sie wissen, dass wir schneller die Spielmöglichkeiten auf der Bahn erkennen und ihnen gute Tipps geben“, freut sich Michaela Göbel-Janka. Besonders Barth sei sehr aufnahmefähig. „Sie lässt sich was sagen, realisiert die Tipps und kann sie auch umsetzen“, lobt Göbel-Janka ihre Mitstreiterin.

Die Tipps bekamen die Spielerinnen vorab. Die in dieser Saison nur als Stand-by-Spielerin fungierende Alexandra Filor übernimmt das Coaching. Gemeinsam mit Martina Beckel, falls diese nicht gerade wirft, beobachtet sie auch die Würfe der Konkurrenz auf den Bahnen, auf die ihr Team als nächstes geht. „Das ist gerade in Ludwigshafen wichtig. Wenn dort das Tempo nicht stimmt, gibt es sofort einen Split“, erklärt Göbel-Janka. Dass sie selbst nur vier Splits (zwei sehr weit auseinanderstehende Pins nach dem ersten Wurf) bei fast 100 Anwürfen hatte, sei auch auf die gute Einstellung durch Filor und Beckel zurückzuführen.

Neue Zielsetzung

Während mit der Rückkehr des BV 77 in die Spitze zu rechnen war, überraschte es doch, dass sich das junge Team des BC/FTG Frankfurt immer noch in der Gruppe hält, die um den Titel kämpft. „Bei 37 Punkten Vorsprung gegenüber der Abstiegszone haben wir unser Saisonziel Klassenerhalt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bereits realisiert“, meint Team-Chef Achim Eylardi. „Nun sollten wir die Ausrichtung nach vorne korrigieren.“

Eine überragende Leistung zeigte wie bereits beim Saisonauftakt in Wildau Lea Degenhardt. Die Juniorinnen-Europameisterin von 2016 spielte mit 278 Pins das höchste Ergebnis des Weekends und legte mit 213,44 den zweitbesten Schnitt hin. „Ihre Form ist aktuell unglaublich“, lobt Eylardi. Aber das allein sei nicht ausschlaggebend für die Erfolgswelle. „Wir sind eine Einheit. Die Chemie innerhalb der Mannschaft stimmt, die Harmonie ist groß. Jede, die einen Wurf verhaut, bekommt statt Vorwürfen Hilfe und Aufmunterung von den Mitspielerinnen“, charakterisiert der Trainer das Spiel seines Teams, zu dem noch die stark auftrumpfenden Tina Kirsch (190,11) und Saskia Schutte (185,00) sowie Lena Wahl und Bettina Hormann zählten. Nicht dabei waren Nadja Rifinius ( Handverletzung) und Shirey Lazar (familiär verhindert).

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