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Kalbachs neuer Spielertrainer Elton da Costa: „Früher einfach zu faul“

Elton da Costa wird Spielertrainer beim FC Kalbach – obwohl der gerade in die Gruppenliga abgestiegen ist. Wie es dem ehemaligen Profifußballer zuletzt ergangenen ist und was ihn in den Frankfurter Norden zieht, erzählt er im Gespräch mit unserem Mitarbeiter Roland Stipp.
Elton da Costa. Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Elton da Costa.

Herr da Costa, willkommen zurück in Frankfurt. Hier sind sie damals im Alter von 17 Jahren als Junge aus Brasilien angekommen und haben zunächst beim FSV gespielt. Insgesamt ist es in Deutschland dann ganz gut für Sie gelaufen oder?

ELTON DA COSTA: Definitiv. Das war schon immer mein Traum, und es hat sich alles bewahrheitet, was ich mir gewünscht habe.

Auch, wenn der Sprung in die Erste Liga nicht geklappt hat?

Info: Neuaufbau mit dem Darmstädter Aufstiegsheld

Schon seit einigen Tagen steht fest, dass Elton da Costa neuer Trainer des FC Kalbach wird, der gerade aus der Fußball-Verbandsliga Süd abgestiegen ist.

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DA COSTA: Ja, denn das lag alleine an mir. Es hat ja nicht an Talent gefehlt, ich war früher einfach zu faul und habe nur das Nötigste gemacht, sonst hätte ich bestimmt auch noch höher spielen können – da muss man ehrlich zu sich sein.

2014 war dann ein einschneidendes Jahr. Erst wegen des unvergesslichen Aufstiegstreffers für Darmstadt 98 in der Relegation zur Zweiten Liga, der ja gleichzeitig der Schlusspunkt ihrer Profilaufbahn war . . .

DA COSTA: Ja, leider, denn ich hätte gerne noch weiter gemacht. Ich war 34, hatte wenig Verletzungen und war noch absolut fit. In den paar Spielen, die ich von Anfang an gemacht habe, habe ich das ja auch gezeigt und getroffen.

. . . und dann haben sie als Spielertrainer beim Verbandsligisten FCA Darmstadt angefangen, was angeblich auch damit zusammenhing, dass ihr Sohn dort gespielt hat?

DA COSTA: Das stimmt, er war damals in der E1, und weil es mir immer Spaß macht, Zeit mit ihm zu verbringen, habe ich da den Trainer gegeben. Außerdem hat für den FCA gesprochen, dass der Sportplatz fünf Minuten von unserem Zuhause entfernt ist. Und es war ja ein super Einstieg als Spielertrainer gleich in der sechsten Liga, das ist ja auch nicht selbstverständlich.

Wie groß war die Umstellung auf den Verbandsliga-Fußball? Und wie ging die Sache mit dem FCA zu Ende?

DA COSTA: Das war schon wie Tag und Nacht – und zwar in allen Belangen. Aber der Unterschied war mir gar nicht so wichtig, ich wollte als Trainer etwas bewegen und die Jungs voranbringen. Das lief dann ja auch bis zur Winterpause mit viel Training richtig gut. Dann haben uns aber einige Spieler in Richtung Regionalliga verlassen, es gab intern einige Probleme, und danach ging es abwärts.

Und dann haben Sie beschlossen, doch noch einmal nur als Spieler weiterzumachen und sind mit dem FC Bensheim in Verbandsliga aufgestiegen. Das ging so weiter, bis sie im April schließlich doch den Trainerposten von Ronald Borchers übernommen haben.

DA COSTA: Ich hatte auch Kontakt mit anderen Vereinen, aber in Bensheim war die Perspektive da, irgendwann die Nachfolge von Ronny antreten zu können. Als Ronny im April dann nicht mehr weitermachen wollte, habe ich es gerne übernommen. Wir waren da in einer schwierigen Situation, und ich muss sagen, dass die Mannschaft zu 100 Prozent mitgezogen hat. Sonst hätten wir den Klassenerhalt auch nicht geschafft – es muss in der Mannschaft stimmen, wenn man etwas erreichen will.

Obwohl der Klassenerhalt geschafft wurde, wechseln sie zum bisherigen Ligakonkurrenten FC Kalbach – für die es nicht gereicht hat. Wieso?

DA COSTA: Weil ich dort die Möglichkeit habe, mich als Spielertrainer zu verwirklichen. Ich hätte auch nur als Spieler weitergemacht, aber nur mit einer Zukunftsperspektive als Trainer. Das war anderswo aber nicht so richtig gegeben, und die Gespräche mit Kalbach waren sehr überzeugend.

Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga wird es dort vermutlich viel Bewegung im Kader geben?

DA COSTA: Klar, das wird so sein, manche gehen, manche kommen. Insgesamt ist die Mannschaft aber auf alle Fälle besser, als es der Abstieg vermuten lässt. Wir haben mit Bensheim zweimal gegen Kalbach verloren und gesehen, wie schwer sie zu bespielen sind. Ich denke, wir werden eine gute Mannschaft zusammenhaben.

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