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Spiel der Woche: Bakan entscheidet Kirdorfer Derby

Vor allem 25 Minuten der ersten Halbzeit haben es im ewig jungen Vergleich zwischen DJK und SGK Bad Homburg in sich. Den schwachen Zuspruch hat das Derby nicht verdient.
Ikemba Bankunye (SGK, 2. v. l.) versucht’s mit dem Fuß, Mark Hohmann (rechts) und Lukas Piecha halten ihren Kopf hin. Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Ikemba Bankunye (SGK, 2. v. l.) versucht’s mit dem Fuß, Mark Hohmann (rechts) und Lukas Piecha halten ihren Kopf hin.
Kirdorf. 

Noch im April dieses Jahres lockte das Kirdorfer Derby zwischen den beiden Bad Homburger Fußballvereinen der DJK und der SGK rund 700 Zuschauer an den Wiesenborn. Etwa sieben Monate später stellte die fast schon triste Kulisse von nur 60 Zuschauern am 14. Spieltag der Kreisoberliga Hochtaunus den einzigen negativen Höhepunkt des Aufeinandertreffens , das die „Schwarzen“ (DJK) gegen die „Roten“ (SGK) mit 3:2 gewannen. Vor allem in Hälfte eins hoben sowohl ansehnlicher Fußball sowie ein Hauch von Bundesliga den Unterhaltungslevel.

Bilderstrecke Spiel der Woche: DJK Bad Homburg schlägt SGK Bad Homburg mir 3:2
Torben Fink (DJK, li.), Christian Wehenkel (SGK)Jubel bei der DJK nach dem DerbysiegCüneyt Yalcin (li., SGK), Mark Hohmann (DJK)

Mit Letzterem sind jedoch schwere Fehler von Torhütern gemeint. Robin Zentner hatte sich für Mainz 05 ja als „Phantomfußballer“ versucht, als er den Ball passen wollte, dieser aber schon weitergerollt war und er deshalb in die Luft trat. Zudem legte sich Ron-Robert Zieler (VfB Stuttgart) einen Freistoß von Hamburgs Aaron Hunt quasi selbst ins Netz. Ähnliche Fauxpas unterliefen im Kirdorfer DJK-Schlussmann Jan Oliver Bieker nach einer guten halben Stunde. Zu diesem Zeitpunkt führte seine Mannschaft bereits mit 2:1.

Beginn eines Torreigens

SGK-Linksverteidiger Melih Yilmaz hatte nach 19 Minuten auf Aktivposten Kyle Howie eingeworfen, der den Ball in den Rückraum spielte, aus dem Florian Schmitt zur Führung für die „Roten“ traf. Die Antwort der DJK folgte auf dem Fuße, als Kapitän Martin Ochmann bei einer Freistoßvariante kurz auf Ömer Bakan ablegte und dieser den Ball zum Ausgleich in die Maschen drosch (21.). Die Unterkante der Latte half dabei. Zu halten gab es hier nichts für SGK-Keeper Enver Osmanovic, wie auch beim 1:2 durch Yassin Belfkih (27.) auf Flanke von Celil Günay.

Dreimal zum Freistoß angetreten, dreimal getroffen

Mit dem typischen Sprechgesang „Derbysieger, Derbysieger, hey, hey“ im Mannschaftskreis feierte die Elf von Stephan Bodenröder und Jürgen Bornschein den Sieg über die SGK Bad Homburg.

clearing

Der 36-jährige Torwart stellte aber sein Können gegen Belfkih (24.) und Günay (30.) unter Beweis und hatte Glück, dass Bakans Torschussflanke in der 25. Minute vom Querbalken gestoppt wurde. In einer Phase, in der die DJK dem 3:1 näher war als der Kontrahent dem 2:2, spielte schließlich DJK-Schlussmann Jan Oliver Bieker einen Pass genau in die Beine Howies, der mit Tempo in den Strafraum zog und zum 2:2 traf (33.).

Ungewollter Doppelpass

Das gleiche Missgeschick passierte Bieker sechs Minuten darauf nochmals. Dieses Mal aber bedankte sich die SGK-Offensive lediglich mit einem formschönen Doppelpass genau in die Arme des Keepers. Als sich die Elf von SGK-Trainer Mohamed Chafchaoui, der sich nach seiner roten Karte als Spieler gegen Weißkirchen in der Vorwoche weiter einem Innenraumverbot ausgesetzt sah, schon gedanklich in der Pause wähnte, schlug Bakan wieder zu. Dieses Mal ließ er Osmanovic mit einem strammen Schuss aus 18 Metern keine Chance.

Nach dem Seitenwechsel gab es kaum noch Torchancen. Während Osmanovic seine Prüfungen nach einem Freistoß von Belfkih und der anschließend gut getretenen Ecke von Bakan bestand (59.), konnte sich Bieker auf der Gegenseite auszeichnen, als er fünf Minuten vor Spielschluss einen Kopfball von Cüneyt Yalcin sehenswert entschärfte und so seine Fehler wieder gutmachte.

Lob gab es von DJK-Trainer Stephan Bodenröder, der ein „ausgeglichenes, sehr gutes Spiel“ in einem „wie erwartet schweren Derby“ sah. „In der zweiten Hälfte haben wir zu wenig nach vorne gemacht und viele lange Bälle des Gegners zugelassen, so dass wir uns am Ende auch bei Jan Oliver bedanken können, dass wir 3:2 gewonnen haben.“ Auch Matchwinner Bakan zeigte sich „glücklich über den wichtigen Derbysieg“ und hoffte zugleich, dass „die drei Punkte“ sein Team „wieder näher an die Tabellenspitze herangebracht haben“.

Auf der Gegenseite haderte Chafchaoui vor allem mit der vergebenen Yalcin-Möglichkeit: „Ein Unentschieden wäre heute drin, sogar verdient gewesen. Eigentlich muss Cüneyt den Kopfball machen.“ Die Niederlage passe aber zur Situation, sagte Chafchaoui. Wegen der angespannten personellen Lage hätte er nichts dagegen, wenn schon jetzt Winterpause wäre.

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