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Reitsport: Bestes Sommerturnier, das es bisher gab

Von Bilderbuchwetter, leistungsstarke Pferde, super Organisation – das diesjährige Sommerturnier des Bommersheimer Reitvereins geht wohl als das bisher beste in die Vereinsgeschichte ein.
Marcel Wegfahrt (RFV Schwanheim) gewann mit Chaccocartes Bronze im S*-Springen um den Alois-Müller-Gedächtnispreis. Marcel Wegfahrt (RFV Schwanheim) gewann mit Chaccocartes Bronze im S*-Springen um den Alois-Müller-Gedächtnispreis.
Oberursel. 

Christine Fischer, Vorsitzende des mit über 700 Mitgliedern zu den größten Reitvereinen in Hessen zählenden RFV St. Georg Oberursel-Bommersheim, strahlte mit der Sonne um die Wette: „Wenn uns so viele Reiter und Besucher sagen, dass es das beste Turnier war, das wir jemals veranstaltet haben, dann macht uns das stolz, da ist der ganze Stress und die ganze Arbeit schon fast wieder vergessen.“ Stress gab es dennoch, denn obwohl es zeitweise nicht nach ganz so vielen Besuchern wie sonst beim Bommersheimer Sommerturnier ausgesehen hatte, mussten doch mehrmals Getränke und Pommes nachgeordert werden. Das Wetter meinte es in diesem Jahr halt besonders gut mit dem RFV St. Georg. Sonne satt hatte es schon oft gegeben, aber auch brüllende Hitze.

Das war diesmal anders, es wehte ständig eine leichte, kühlende Brise über Spring- und Abreiteplatz, und selbst in der Halle, wo die Dressurprüfungen bis zur Klasse L geritten wurden, war es für alle Beteiligten erträglich. Beste Bedingungen also für Reiter und Pferde.

Am Sonntagnachmittag, zum letzten Aufgalopp, dem S*-Springen mit Stechen um den Alois-Müller-Pokal, wurde es noch einmal so richtig voll. Die mit 540 Euro dotierte Goldschleife wurde schließlich Coeur d’Or ans Kopfgeschirr geheftet, die unter Anna-Elisa Schäfer (RV Mannheim) in der Tat ein „goldenes Herz“, aber auch Nerven wie Drahtseile bewies und ihre Verfolger mit 0,7 Sekunden Vorsprung auf Abstand hielt. Silber in diesem mit Hindernissen bis zur Höhe von 1,45 Meter nicht gerade nach Kindergeburtstag aussehenden Springen ging an den Pfälzer Alexander Engel (Fußgönheim) mit Lumberjack, Bronze an Marcel Wegfahrt (Bensheim-Schwanheim) mit dem im großen Parcours noch etwas unerfahren wirkenden erst achtjährigen Wallach Chaccocartes.

Applaus für die Amazone

Sorge machte dem begeistert mitgehenden Publikum kurzzeitig die Hünfelder Amazone Hannah Heinle. Sie war mit Moulin Rouge ins Stechen gekommen und stürzte nach problemlosem Überwinden des letzten Sprungs gewissermaßen ins Ziel, kam aber erst hinter der Linie zum Glück unverletzt zu Fall und blieb so in der Wertung: Rang fünf und großer Applaus.

Parcourschef Jürgen Laubach beobachtete den Wettbewerb mit etwas gemischten Gefühlen. Er ist dafür bekannt, dass es bei ihm immer rund einem Viertel der Paare gelingt, ins Stechen zu kommen. Diesmal war dies nicht der Fall: „Ich habe mich am S*-Springen vom Samstag orientiert und sogar noch eine Schippe draufgepackt. Dass am Ende aber fast die Hälfte der Reiter, die über tolles Pferdematerial verfügen, ins Stechen kamen, hätte ich nicht erwartet. So kann man sich täuschen . . .“

Gefeiertes Racing-Team

Heimische Reiter waren im abschließenden S*-Springen nicht vertreten, und auch in der zweiten S*-Prüfung rangierte Antonia Wendenburg (Bad Homburger RFV) mit Aachen als beste Reiterin aus dem Taunus erst auf Platz zehn.

Umso begeisterter gefeiert wurden am Schlusstag beim Mannschaftsspringen der Klasse A die vier Damen vom Team „Racing für Bommersheim“, das aus Tessa Hieronymi (auf Baltic Blue), Katja Ullerich (Favourite Girl), Stella zu Salm-Salm (Chippie Den Tip) und Anne Burk (Larius) bestand. Bei drei Runden ohne Fehler waren die Voraussetzungen für den Sieg zwar recht gut.

Knapp und äußerst spannend war’s am Ende trotzdem, denn der „Ebbelwoi-Express“ des International Equestrian Center Frankfurt hatte nur 0,8 Sekunden Verspätung. Dritter wurden mit fünf Sekunden Rückstand die „Erbenheim Allstars“, die nur mit drei Paaren antraten. Somit zählten alle drei Ritte, ein Streichergebnis gab es für „Allstars“ nicht.

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