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Fußball: Bewegte Wochen in Schneidhain

Das 0:12 im Pokal gegen den gleichklassigen EFC Kronberg hat angedeutet, dass die nächste Fußballsaison für KOL-Neuling SG BW Schneidhain eine schwere wird. Abteilungsleiter Dietmar Möser erläutert die Situation.
Soran Ahmet Mirza (rechts) gehört zu dem überschaubaren Kreis an Spielern, die der SG Blau-Weiß Schneidhain nach dem Aufstieg die Treue gehalten haben. Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Soran Ahmet Mirza (rechts) gehört zu dem überschaubaren Kreis an Spielern, die der SG Blau-Weiß Schneidhain nach dem Aufstieg die Treue gehalten haben.
Schneidhain. 

Das hat gesessen. Im Kreispokal musste die SG Blau-Weiß Schneidhain eine 0:12-Niederlage gegen den Ligakonkurrenten EFC Kronberg hinnehmen. Die heftige Schlappe war der vorläufige Tiefpunkt nach zuletzt recht turbulenten Wochen im Verein. Dabei herrschte zum Ende der vergangenen Saison noch große Freude: Hinter dem ungeschlagenen A-Liga-Meister SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach qualifizierte sich Schneidhain als Tabellenzweiter für die Kreisoberliga. Aufstiegstrainer Alexander Goncalves hatte aber schon zuvor seinen Abschied verkündet und schloss sich dem 1. FC-TSG Königstein an.

Daraufhin verpflichtete die SG ihren früheren Spieler Mike Nickel als Goncalves-Nachfolger – um sich kurz danach wieder von ihm zu trennen. Radovan Milojevic geht nun als Übungsleiter der 1. Mannschaft in die Runde, die am Sonntag um 13.15 Uhr mit dem Spiel beim FC Neu-Anspach II beginnt.

Viel ist vom Aufstiegskader nicht übrig geblieben. Gleich 19 Spieler sind im Laufe des Sommers abgewandert. Abteilungsleiter Dietmar Möser verfällt deswegen aber nicht in Panik. „Für die nächste Zeit ist Aufbauarbeit angesagt, das stimmt“, gesteht er, „aber die Stimmung ist in unserer Abteilung dennoch gut.“ Viele Abläufe, die nach außen hin besorgniserregend wirken könnten, ließen sich intern ganz sachlich analysieren.

Ohne böses Blut

Die kurzfristige Trennung von Nickel etwa sei einvernehmlich und ganz ohne böses Blut vonstattengegangen, berichtet Möser. „Er hatte sich die Aufgabe hier zuletzt einfach nicht mehr zugetraut“, berichtet Möser, „aber das Zusammenspiel mit Milojevic läuft dafür jetzt wirklich prächtig.“ Dass der neue Coach aber nur knapp zwei Wochen hatte, um sein Team kennenzulernen und auf die Spielzeit vorzubereiten, sei allerdings ein Problem. Die Auswirkung sah man beim Pokalauftritt, als die Spieler gerade konditionell noch nicht auf einem konkurrenzfähigen Level waren. „Zudem darf man nicht vergessen, dass Kronberg im letzten Jahr nur knapp die Teilnahme an den Aufstiegsspielen verpasst hat“, betont der BW-Abteilungsleiter.

Dass das Ziel „Klassenerhalt“ schwer zu erreichen sein wird, gibt Möser unumwunden zu. Doch ein Abstieg in die A-Liga sei andererseits kein Beinbruch. Schon vor einigen Monaten hatte er betont, dass der Verein gerade aus finanzieller Sicht dort eigentlich besser aufgehoben sei als in der KOL. Damit hatte er aber nicht zum Ausdruck bringen wollen, dass man vom Aufstiegsrecht absehe. „Da wurde vom einen oder anderen vielleicht zu viel in meine Aussagen hineininterpretiert“, glaubt Möser.

Gespräche mit dem FCM

Wichtiger als das sportliche Abschneiden ist ihm die menschliche Komponente im Club. „In den vergangenen Jahren hat der eine mit dem anderen kaum gesprochen“, berichtet er über das Innenleben der Mannschaft. Jetzt trainieren beispielsweise beide Senioren-Teams gemeinsam, was den Zusammenhalt stärken soll. Zwischen 25 und 30 Spielern seien stets im Training. Mittel- bis langfristig sei es für die SG aber dennoch notwendig, den Schulterschluss mit anderen Vereinen zu suchen.

Eine Fusion mit dem 1. FC-TSG Königstein käme dabei aber nicht in Frage, wie Möser klarstellt. „Erste Gespräche über eine mögliche Spielgemeinschaft mit dem FC Mammolshain haben aber bereits stattgefunden“, berichtet er. Gemeinsam, so die Überlegung, könnte man auch in der KOL konkurrenzfähig sein.

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