Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 15°C

Spiel der Woche: Clevere Wechsel sorgen für Oberurseler Sieg gegen Weißkirchen

Im Abstiegskampf der Fußball-Kreisoberliga gelingt Eintracht Oberursel im Stadtderby ein Befreiungsschlag. Dabei bedankt sich Tim Rothgerber für seinen zweifachen Kurzeinsatz mit zwei Toren.
Gemeinsam abgehoben: Tim Rothgerber (links), Oberursels zweifacher Torschütze, und Antonio Izzo vom FC Weißkirchen. Bilder > Foto: JOACHIM STORCH (Pressefotografie Storch/Bad HG) Gemeinsam abgehoben: Tim Rothgerber (links), Oberursels zweifacher Torschütze, und Antonio Izzo vom FC Weißkirchen.
Oberursel. 

Wenn es für den FC Weißkirchen zum Oberurseler Derby gegen den Stadtrivalen vom SC Eintracht an den Eschbachweg ging, gab es bisher wenig zu holen. Auch am 15. Spieltag der Kreisoberliga änderte sich das nicht: Für die Kicker von Uwe Eckerl setzte es eine schallende 1:5-Ohrfeige im Abstiegskampf. Und während Eintracht-Coach Mehmet Cetin gleich mehrfach ein „glückliches Händchen“ bewies, stellte Eckerl nach dem Spiel die „Mentalitätsfrage“.

Mit einem gemeinsamen Frühstück hatten die Kicker der Eintracht ihren Tag begonnen, um dann laut Trainer Cetin „den Teamgeist aufs Spiel zu übertragen“. Zunächst kam das Derby vor nur 40 Zuschauern mühsam in die Gänge. Da sich das Wetter schon weit vor dem Anpfiff „very British“ zeigte, hatten beide Teams mit dem rutschigen Untergrund ihre Probleme.

Bilderstrecke Spiel der Woche: Wie Oberursel den FC Weißkirchen abschoss
Impressionen vom Spiel der Woche: Wie Eintracht Oberursel den FC Weißkirchen mit 5:1 geschlagen hat.Impressionen vom Spiel der Woche: Wie Eintracht Oberursel den FC Weißkirchen mit 5:1 geschlagen hat.Impressionen vom Spiel der Woche: Wie Eintracht Oberursel den FC Weißkirchen mit 5:1 geschlagen hat.

Die ersten Ausrufezeichen für die Cetin-Elf setzte Oberursels „Sechser“ Gerome Loew in der 12. und 19. Minute, noch vergab der Spieler aus der eigenen Jugend – von seinen Teamkollegen „Gigi“ gerufen – allerdings seine Chancen. Auf der Gegenseite scheiterte Weißkirchens Umut Kaya an einer starken Fußabwehr von SC-Keeper Marcus Fleckenstein (24.), ehe Cetin mit seinem ersten Wechsel die Weichen auf Sieg stellte.

36 Minuten waren gespielt, da musste Tim Rothgerber den Platz für Yusuf Halici verlassen. Dies zahlte sich sogleich aus, als Halici kurz darauf einen Angriff über Loew einleitete. „Gigi“ fand seinerseits Yahya Alemdar im Zentrum, und der gelernte Innenverteidiger, den Cetin als Mittelstürmer aufbot, schoss die Oberurseler Führung (41.). Da Weißkirchens Goalgetter Gib Gutzeit seinen Schuss mit dem Halbzeitpfiff zu hoch ansetzte (45.), ging es beim Stand von 1:0 in die Kabinen. Auch nach Wiederanpfiff dauerte es etwas, bis die Partie ins Rollen kam. Dann fiel der Ausgleich: Als SCE-Kapitän Ersin Dincer einen lang getretenen Weißkirchener Freistoß im eigenen Strafraum, laut Cetin „komplett unnötig“, passieren ließ, bedankte sich Weißkirchens Kapitän Pierre Kraus mit dem 1:1 (57.).

Ruck durch die Mannschaft

„Wir haben in den letzten Wochen so viele individuelle Fehler gemacht, da dachte ich nur, jetzt geht das schon wieder los“, beschrieb Cetin seine Gemütslage nach diesem Tor. „Aber dann ging ein Ruck durch die Mannschaft“, lobte Oberursels 40-jähriger Übungsleiter die Moral seiner Elf.

Cetin beweist glückliches Händchen, Rothgerber wird gefeiert

Weißkirchens Trainer Uwe Eckerl blickte nach der Pleite im Oberurseler Stadtderby gegen den SC Eintracht auf die personell angespannte Situation im eigenen Lager.

clearing

Nach drei Minuten hatte die Eintracht das Gegentor weggesteckt: Halici steckte auf Alemdar durch, der dieses Mal Loew zum 2:1 bediente (60.). Allein wegen der ersten beiden „überragend herausgespielten“ Tore gab es von Cetin nach Spielschluss ein Sonderlob für Alemdar und Loew, den sein Trainer als „mit Abstand besten Mann auf dem Platz“ sah. Der 24-jährige defensive Mittelfeldspieler Loew, im Derby übrigens viertältester Spieler in der Oberurseler Startelf, untermauerte mit seinem sechsten Saisontor zudem die Führung in der mannschaftsinternen Torjägerliste.

Applaus der Teamkollegen

Es folgte der nächste Akt im „Oberurseler Wechselglück“. Cetin brachte Tim Rothgerber für sechs Minuten zurück in die Partie. Eine Gelbe Karte und zwei Tore (77. und 79. auf erneutes Zuspiel von Loew) später, verabschiedete er sich unter Applaus seiner Teamkollegen und der Zuschauer wieder auf die Bank (siehe Extra-Text). Weißkirchen hatte schon aufgegeben, als Murid Escandar mit dem 5:1 den Schlusspunkt setzte (82.).

FCW-Trainer Eckerl sprach Klartext: „Der absolute Siegeswille hat gefehlt. An der Einstellung muss sich etwas ändern, ansonsten wird es im Kampf um die Klasse eng.“

Die Statistik zum Spiel

Eintr. Oberursel – FC Weißkirchen 5:1
Eintracht Oberursel: Fleckenstein – Arconada, Dincer, Dreker, Widmann – Loew – Rothgerber (36. Halici), Temur (64. Trupp/73. Rothgerber/79. Trupp), Escandar, Hildebrandt – Alemdar (82. Temur).

FC Weißkirchen: Seubert – Mau (50. Tesfaldet), Simunec, Laaroug – Izzo, Grossmann (67. Fink) – Petricevic, Fuchs, Kaya – Kraus, Gutzeit.

Tore: 1:0 Alemdar (41.), 1:1 Kraus (57.), 2:1 Loew (60.), 3:1, 4:1 Rothgerber (77., 79.), 5:1 Escandar (82.). – Torchancen: 9:3. – Eckbälle: 5:0. – Zuschauer: 40. – Gelbe Karten: Temur, Trupp, Rothgerber/Grossmann, Mau.

Beste Spieler: Loew (Spieler des Spiels), Halici, Alemdar, Rothgerber/Kaya, Kraus.

Schiedsrichter Jeremias Eckmann (Frankfurt): Note 3-, pfiff mitunter kleinlich, was häufig den Spielfluss hemmte.

Spielnote: 3+, einer zerfahrenen ersten halben Stunde schlossen sich, vor allem im zweiten Durchgang, erwärmende Torraumszenen an diesem kalten Novembertag an.

Zur Startseite Mehr aus Hochtaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse