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U-15-Cup in Oberursel: Das Team hinter dem Mega-Turnier

Einen solchen Nachwuchswettbewerb für Fußballer hat der Taunus noch nicht gesehen: Beim U-15-Cup auf den Sportplätzen der FIS und von Eintracht Oberursel geben sich am Samstag und Sonntag europäische Top-Clubs die Klinke in die Hand.
Sie organisieren ein Jugendfußballturnier in außergewöhnlicher Größenordnung: Kai Kottwitz, Karsten Trompetter, Liane Terhorst, Olaf Kallinich, Stephan Haida und Tobias Müller (von links). Es fehlen Anette Schlosser und Ralf Kissau. Foto: aha fotomanufaktur Astrid Haida Sie organisieren ein Jugendfußballturnier in außergewöhnlicher Größenordnung: Kai Kottwitz, Karsten Trompetter, Liane Terhorst, Olaf Kallinich, Stephan Haida und Tobias Müller (von links). Es fehlen Anette Schlosser und Ralf Kissau.
Oberursel. 

Im Grunde sind Freddy, Tim, Paul, Phil und Luca dafür verantwortlich, dass es den „Allianz U15-Cup gegen Rassismus“ in Oberursel überhaupt gibt. Die fünf Jungs spielen Fußball bei Eintracht Oberursel. Im Sommer 2017 waren sie als U-13-Junioren mit ihrem Team bei einem internationalen Turnier bei Eintracht Trier im Einsatz. Eingeladen waren die Eintrachtler, weil ein großer Unterstützer des Trierer Jugendfußballs, Horst Cordier, beruflich mit Freddys Vater Stephan Haida zu tun hat. Und beide teilen eine große Leidenschaft – den Jugendfußball.

Dort in Trier waren mit Teams wie Manchester United, Glasgow Rangers, dem FC Metz und zahlreichen Bundesligisten wie Bayer Leverkusen, VfB Stuttgart, Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt am Start. Die Begeisterung, die dies bei den Kindern ausgelöst hat, war Ansporn und Inspiration für die fünf Väter, deren Sprösslinge gerade nur knapp Manchester United unterlegen waren. „Das können wir auch“, behaupteten die fünf Väter im Überschwang. „Und sogar noch besser“, sollte noch einer draufgesetzt werden. Und das war die Geburt des sogenannten „Gin-Tonic-Projekts“.

Mischt sich Papa Salihamidzic unter die Zuschauer?

Aus der reinen Spekulation könnte eine Tatsache werden: Hassan Salihamidzic ist Sportlicher Leiter des FC Bayern München. Sein Sohn Nick spielt in der U 15 der Bayern, die zum erlesenen Teilnehmerfeld

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Letztlich erwies ich die Sache aber als gar nicht so einfach. Immerhin sind die Aufgaben und Herausforderungen ebenso vielfältig wie die Stolpersteine und Fallstricke. Eine Vermarktung erfordert ein Rechnungswesen. Ein Rechnungswesen erfordert eine Art administrative Basis. Selbst eine abschließende Spende ist nicht so einfach, wie man sich das vielleicht vorstellen mag.

Der Stammverein Eintracht Oberursel kam dafür aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht infrage. Darum wurde eine eigene Gesellschaft gegründet, die JFF gemeinnützige UG zur Jugendfussballförderung (haftungsbeschränkt), deren Geschäftsführer zwei der Väter, nämlich Kai Kottwitz und Tobias Müller, sind.

Als Vermarktungspartner, der Rechnungen begleichen und ausstellen darf, tritt ein Unternehmen eines der Väter. Für den Fall, dass eine Vermarktung gar nicht möglich wäre, weil das Interesse vielleicht doch in der Wirtschaft zu gering ist, haben die fünf Väter allesamt verbindliche Zusagen in erheblichem Ausmaß gemacht, die im Fall der Fälle eventuelle Defizite ausgleichen würden.

Doch niemand im Kreis des bis dahin fünfköpfigen Organisationsteams hatte konkrete Kontakte zu namenhaften Fußball-Teams, schon gar nicht im Ausland. So kam die Zusammenarbeit mit Gerald Prell zustande, der bereits beim Turnier in Trier unterstützt hatte. Der Mann aus Rehau an der tschechischen Grenze hält dank seiner kleinen Agentur viele Kontakte zu europäischen Top-Clubs.

  Organisation: Haupt-Organisator ist Stephan Haida, fußballbegeisterter Inhaber eines Event- und Messebau-Unternehmens. Von Berufswegen besitzt er die größte Erfahrung in der Veranstaltungsbranche. Bei ihm laufen die Fäden in der Gesamtkoordination zusammen. Neben der Steuerung des Orga-Teams kümmert er sich um Budgetplanung und Sicherheitskonzept. Aber letztlich gibt es kaum eine Frage, die nicht früher oder später über seinen Tisch wandert.

  Sportliche Leitung: Tobias Müller, Serviceleiter eines Autohauses, ist für den sportlichen Bereich verantwortlich: die Verpflichtung der internationalen und nationalen Teams, der Kontakt zur Agentur, die Spielordnung, den Spielplan. Nicht zuletzt ist er die Schnittstelle zu Eintracht Oberursel, wo er als Jugendtrainer tätig ist.

  Finanzen: Der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Kai Kottwitz ist Inhaber einer Kanzlei. Damit ist er verantwortlich für alle rechtlichen, steuerlichen und abrechnungstechnischen Fragen sowie die Abstimmung mit allen Partner und Sponsoren dazu. Als Absolvent der Frankfurt International School (FIS) und Vater von Kindern, die dort ebenfalls die Schulbank drücken, ist er die Schnittstelle zu diesem vielleicht wichtigsten Partner.

  Logistik: Als selbständiger Architekt ist Olaf Kallinich erfahren in der Projektleitung und hat die Verantwortung für die Planung der gesamten technischen Seite übernommen. Strom, Licht, Geländeplanung, Logistik für Material und dessen Anlieferung, Auf- und Abbau von Tribünen, Banden, Absperrungen und Zelten fallen ebenso in seinen Bereich wie das Catering für 18 Mannschaften mit ihren Betreuern und alle Zuschauer.

  Sponsoring: Karsten Trompetter ist Inhaber einer Immobilienfirma, die sich auf den Verkauf gewerblich genutzter Immobilien an institutionelle Anleger spezialisiert hat. Mit seinen Kontakt und seinem Netzwerk hat er maßgeblich zu Gewinnung von Partnern, Unterstützern und Sponsoren beigetragen.

  Helfer und Volunteers: Als sich mehr und mehr herausstellte, wie viele externe Hilfe notwendig sein würde, um so komplexes Projekt umzusetzen, kam Liane Terhorst ins Team. Auch ihr Sohn spielt in der U 15 der Eintracht Oberursel spielt. Sie akquiriert die Helfer und koordiniert deren Einsätze. Das beinhaltet auch die Erstellung von Briefings, die Logistik und Administration für die Fußballteams, die Kassen sowie Auf- und Abbau-Helfer.

  Transport und Verkehr: Ein komplexes und vielschichtiges Thema ist Transport und Verkehr. Anette Schlosser ist verantwortlich für Logistik und Koordination von An- und Abreise der Teams vom Hotel zu den Spielstätten und wieder zurück. Mit ihrem Touristik-Unternehmen ist sie ohnehin für die FIS tätig und kennt die An- und Abfahrtswege in- und auswendig. Zumal sie in dieser Funktion auch mit der Stadt Oberursel in engem Kontakt steht. Das ist unverzichtbar vor allem für die Logistik und Planung des Zuschauer-Verkehrs in und um Oberursel.

  Kommunikation: Als PR-Manager und ehemaliger Sportjournalist ließ sich Ralf Kissau von der Begeisterung anstecken und mitreißen. Er bemüht sich um die Darstellung des ambitionierten Projekts in den Medien und der Öffentlichkeit. Dazu gehört der Kontakt zur Taunus Zeitung als Medienpartner, anderen Zeitungen, Radio und TV sowie zu Vereinen und Verbänden wie DFB, Bundesliga und Hessischer Fußball-Verband ebenso wie Erstellung und redaktionelle Betreuung der Turnierwebseite www.u15-cup-oberursel.de

Wir haben uns das Motto „Gegen Rassismus“ ganz bewusst ausdrücklich auf die Fahne geschrieben, weil wir damit ein Zeichen setzen wollen. In der Rhein-Main Region und unter Einbezug einer der ältesten internationalen Schulen Europas findet sich die ideale Plattform, um mit hoher Öffentlichkeitswirksamkeit das friedliche internationale Zusammenleben hervorzuheben und gerade damit ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. red

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