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Fußball: Der FSV Steinbach möchte auf Nachwuchskicker gezielt eingehen

Von Je näher es an den Seniorenbereich herangeht, desto größer werden bei vielen Vereinen die Probleme. A- und/oder B-Jugend? Fehlanzeige. Der FSV Steinbach handelt, knüpft Kontakte – und denkt auch an Barcelona.
Die Steinbacher E-Jugend in ihren neuen Trikots mit Ex-Profi Uwe Bindewald (links) und Bürgermeister Dr. Stefan Naas (oben). Die Steinbacher E-Jugend in ihren neuen Trikots mit Ex-Profi Uwe Bindewald (links) und Bürgermeister Dr. Stefan Naas (oben).
Steinbach. 

Die Verantwortlichen des FSV Steinbach haben die Zeichen der Zeit erkannt. Sie setzen voll auf die Jugend. Dass diese gern verwendete Maßgabe beim Fußballsportverein am Rand des Hochtaunuskreises mehr als eine Floskel ist, zeigen auch personelle Veränderungen. Aber nicht nur. Bei den Vorstandswahlen votierten die Mitglieder kürzlich für den bisherigen Jugendleiter Jörg Menkhoff als neuen Vorsitzenden des Gesamtvereins. Seine Nachfolge in der Jugendabteilung trat Dieter Ulber an, dessen Stellvertreter Klaus Weinberg ist.

Im Jugendausschuss haben die FSV-Verantwortlichen ein Jugendkonzept entwickelt, das „kontinuierlich überdacht und weiterentwickelt werden muss und wird“, wie Weinberg erläutert. Zu den Kernpunkten dieses Konzeptes gehört, dass alle Kinder und Jugendlichen im Verein die Möglichkeiten zum Fußballspielen und in ihren Mannschaften auch Einsatzzeiten erhalten sollen. In den jüngeren Altersklassen müssten die Spielanteile möglichst gleich und die Ergebnisse zweitrangig sein. In den älteren Altersklassen möchte der FSV durch zwei Trainer respektive Betreuer pro Mannschaft individuell auf jeden Spieler eingehen, dabei auch auf Altersgruppen unterschiedlich eingehen, beispielsweise die Pubertät berücksichtigen.

Genau in dieser auch für Fußballvereine so wichtigen Zeit, wenn Jugendspieler sich dem Aktiven-Bereich annähern, hat der FSV Steinbach derzeit ein nicht seltenes Problem. Nach jahrelangem Zuwachs an Nachwuchsspielern, sind es für die neue Saison weniger geworden. Der Beginn von Ausbildung und Studium habe zu Abgängen geführt,. Keine A- und B-Jugend konnten gemeldet werden, sagt Weinberg. Bis zur C-Jugend kickten 160 Kinder und Jugendliche beim FSV, die verbliebenen A-Jugendlichen müssten aber eine Pause einlegen oder per Zweitspielrecht für einen anderen Verein antreten.

Dass es sich um ein „Grundsatzproblem im Fußball und Vereinswesen handelt“ (Weinberg), hilft dem FSV wenig. Die Bildung einer 2. Mannschaft – die „Erste“ strebt in der B-Liga heuer den Aufstieg an – sei deshalb ein Ziel, das zeitnah realisiert werden soll. Mehr Jugendliche erhielten so eine Perspektive, mit dem Fußball weiterzumachen.

Doch der FSV-Vorstand geht noch weiter: Dringend notwendig seien Gespräche mit benachbarten Vereinen, um „mögliche, gemeinsame Wege“ zu finden. Erste Kontakte habe es bereits gegeben, was nicht verwunderlich ist, weil zum Beispiel vom (nicht weit entfernten) FV Stierstadt ähnliche Stimmen zu vernehmen sind. „Ein gemeinsames Agieren der Vereine ist unabdingbar“, meint Weinberg – sonst macht auch das Jugendkonzept keinen Sinn, in das noch mehr Ideen einfließen. So sollen Mütter und Väter der Nachwuchsspieler mehr eingebunden, über Elternabende informiert werden.

Kürzlich hat Klaus Weinberg, der die E-Jugend trainiert, die Eltern angeschrieben, um für ein Trainingscamp zu werben, das im Süden Barcelonas stattfinden würde. Im Herbst 2019, versteht sich. Beim FSV Steinbach wird mittel- und langfristig gedacht. Zu sehen ist das auch an den neuen Trikots der E-Jugend.

Im Frühjahr konnten sich Vereine für die Aktion „Mainova-Trikots für die Region“ bewerben. Das Ergebnis war nun am Dienstagabend auf dem Sportplatz an der Waldstraße in Augenschein zu nehmen. Uwe Bindewald, früherer Profi von Eintracht Frankfurt, überbrachte im Namen des Energieversorgers den neuen Trikotsatz – natürlich in den Vereinsfarben Gelb und Blau.

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