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Fußball: Die Friedrichsdorfer Achterbahnfahrer

Der FSV Friedrichsdorf spielt seine erste Gruppenliga-Saison – die Elf von Metin Yildiz durchlebte aber gefühlt schon alle Höhen und Tiefen.
Motivationskünstler: FSV-Trainer Metin Yildiz. Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Motivationskünstler: FSV-Trainer Metin Yildiz.
Friedrichsdorf. 

Nicht wenige Beobachter des Taunussports sahen den Gruppenliga-Debütanten FSV Friedrichsdorf vor der Saison als sicheren Absteiger. Und nicht minder wenige sahen sich nach den ersten Spieltagen in ihrem Urteil bestätigt: Die Klasse schien für den Aufsteiger lange eine Nummer zu groß. Trainer Metin Yildiz behielt aber die Nerven, betonte stets, dass seine Mannschaft durchaus das Zeug für den Klassenerhalt habe, diese Qualitäten aber auf dem Platz bringen müsse. Umso näher die Winterpause rückte, desto besser kam sein Team dann auch in Schwung und kämpfte sich aus der Abstiegszone heraus.

  Was war: Besonders dicke kam es im September und Oktober. Erst verlor der FSV zu Hause gegen den FC Neu-Anspach (0:5) und die Sportfreunde Frankfurt (0:6), dann setzte es eine Schlappe bei der SG Bornheim (0:6) ehe man, zurück im Sportpark Friedrichsdorf, gegen die FG Seckbach unterging (0:7). Es lässt sich erahnen, wie es zu diesem Zeitpunkt um die Moral in der Mannschaft bestellt gewesen sein muss. Doch dann erfolgte beim Gastspiel in Griesheim die Trendwende. Nachdem die Spielvereinigung mit 3:1 besiegt wurde, holte die Yildiz-Elf bis zur Winterpause vier weitere Siege und ein Remis – 22 Punkte, 11. Platz.

  Was sich im Winter geändert hat: Aus dem erweiterten Stamm haben sich Kaan Sükrü Yurttas (Vatanspor Bad Homburg), Yasin Albayrak, Adrian Augustincic (beide DJK Bad Homburg) und Nikola Bazina (SF Friedrichsdorf) verabschiedet. Neu sind Torhüter Robert Seifert (zuletzt SGK Bad Homburg), der nach einer knapp einjährigen Pause im Training einen guten Eindruck auf Yildiz machte, sowie Mittelfeldspieler Benjamin Celikci (Vatanspor). „Er ist zwar erst in seinem dritten Jahr bei den Senioren, bringt aber einiges an Talent mit“, lobt sein neuer Coach. Nicht trainieren konnte Patrick Bussian, der an einer Schambeinentzündung leidet. „Wir wissen noch nicht, wie lange er ausfallen wird“, so Yildiz, „aber sein Tempo wird uns fehlen.“

  Was schon gut läuft: Das Selbstvertrauen, das sich die Mannschaft erspielt hat, sollte noch in den Köpfen der Spieler stecken. „Ansonsten sind wir in allen Bereichen noch ausbaufähig“, gesteht Yildiz.

  Wo es noch klemmt: Im Vergleich zu den Frankfurter Teams hatten es die Mannschaften aus dem Hochtaunus in der Vorbereitung schwer. So auch der FSV. „Die Trainingsbeteiligung war absolut in Ordnung“, verrät der Übungsleiter, „die Trainingsbedingungen wegen der Kälte und der gefrorenen Plätze dafür schwierig.“ Dementsprechend unzufrieden war Yildiz auch mit den Leistungen in den Tests. Im Hinblick auf den 2018er-Start im Derby beim FC Oberstedten (Sonntag, 14.30 Uhr) hofft er daher, dass seine Spieler „den Schalter rechtzeitig umlegen“ können.

  Wer die Führungsspieler sind: Adrian Bitiq, der von Verbandsligist Usinger TSG kam, aber lange Zeit verletzt war, ist fit und verfügt über gehobene Klasse. Kapitän Marc Reichert ist auch eine wichtige Korsettstange des Teams. Yildiz: „Aber letztlich geht es bei uns nur, wenn jeder für den anderen fightet.“

  Wo es in dieser Saison hingehen soll: Auf diese Frage hin muss der Coach laut lachen. „Aufstieg!“ lautet die natürlich nicht ernst gemeinte Antwort. „Wir wollen unbedingt in der nächsten Saison wieder Gruppenliga spielen“, so die ehrliche Variante. Vermeidet der FSV eine weitere Durststrecke, dann ist der Klassenerhalt alles andere als utopisch.

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