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Studie der accadis-Hochschule: Die Welt der Sportmanager

Von Topverdiener aus dem Fußball wie Oliver Bierhoff sind nur die Spitze des Eisbergs. Über die Vielfältigkeit eines Berufs, der den Sportmanagern vor allem eines bringt: Zufriedenheit.
Oliver Bierhoff managt seit 2004 die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Foto: Sebastian Gollnow (dpa) Oliver Bierhoff managt seit 2004 die deutsche Fußball-Nationalmannschaft.
Bad Homburg. 

Professor Gerhard Trosien ist ein besonnener Mann, beim Namen Oliver Bierhoff verdreht er aber erstmal die Augen. Bierhoff kümmert sich seit 2004 um die Belange der Fußball-Nationalmannschaft und ist deshalb der wahrscheinlich bekannteste Sportmanager Deutschlands. Als ein gutes Beispiel zur aktuellen Studie über den Arbeitsmarkt für Sportmanager tauge der frühere Torjäger aber nicht wirklich, meint Trosien.

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Janine

Rein gar nichts hat die Einschätzung des Forschungsprojektleiters an der accadis Hochschule in Bad Homburg mit der öffentlichen Wahrnehmung Bierhoffs zu tun und erst recht nichts mit seinen beruflichen Qualifikationen. Der 49-Jährige habe während seiner Zeit als Fußballprofi mit einem Fernstudium zum Diplom-Kaufmann die Grundlage für seinen jetzigen Beruf gelegt. Dafür zollt Trosien freilich Respekt. Aber über solche Topmanager im Fußballbusiness, wie Bierhoff einer ist, wurde eben auch schon viel geforscht. Der Ansatz der seit eineinhalb Jahren laufenden accadis-Studie ist aber ein ganz anderer. „Alle Bereiche des Marktes für Sportmanager werden untersucht, das hat uns überzeugt“, sagt Janine Bischoff. Sie ist Geschäftsführerin der Adecco-Stiftung, die mit einem fünfstelligen Betrag eine Studie kofinanziert, die es in dieser Form noch nicht gab. Um „das Rückgrat der Sportbranche“ drehe sie sich, ergänzt Trosien, „wir gehen vom Menschen aus, der den Job ausführt.“ Wie muss man sich aber einen solchen Menschen vorstellen, der in einem jungen, erst seit rund 30 Jahren existierenden und „unglaublich dynamischen“ Arbeitsmarkt sein Geld verdient?

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Prof. Gerhard Trosien

Der durchschnittliche Sportmanager sei 34 Jahre jung, männlich und habe ein mittleres Einkommen, weiß accadis-Doktorandin Maria Ratz, die den ausführlichen Abschlussbericht der ersten Projektphase mitverfasst hat. Jeder Zweite der Befragten gab ein Jahreseinkommen an, das zwischen 30 000 und 60 000 Euro liegt. Drei von vier Befragten waren männlich, die Top-Verdiener mit einem Jahresgehalt von mehr als 100 000 Euro allesamt. Zudem verdienten die Frauen unter den Studienteilnehmern im Schnitt 10 000 Euro weniger pro Jahr.

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Erfreulich für die Sportmanager: 84 Prozent der Befragten befinden sich in unbefristeten Arbeitsverhältnissen, und 72 Prozent sind mit ihrer Position zufrieden. Wo sie ihren Beruf ausüben, ist sehr unterschiedlich. Die Arbeitgeber für Sportmanager sind laut Trosien staatliche Einrichtungen (zum Beispiel Sportämter) gefolgt von Vereinen und Verbänden, der Sportwirtschaft (wie Sportartikelhersteller) und „externe“ Unternehmen, die Sportsponsoring betreiben.

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Als Zielgruppe widmeten sich die Forscher zunächst jungen Akademikern, die von der Hochschule in den Beruf wechselten. Knapp 500 Sportökonomen beteiligten sich an der Studie, unter anderem Mitglieder des Berufsverbandes der Sportmanager in Deutschland (VSD). In der zweiten Runde will die accadis-Forschungsgruppe den nicht-akademischen Teil des wachsenden Arbeitsmarktes beleuchten.

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Anstelle von Oliver Bierhoff nennt accadis-Präsident Professor Florian Pfeffel auf Nachfrage übrigens gerne Absolventen der Privathochschule, die nun erfolgreich als Sportmanager arbeiten.

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