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Fußball: FV Stierstadt im Derby unter Druck

Am vorletzten Spieltag können sich Friedrichsdorfs Fußballer in der Gruppenliga retten und Stierstadts Negativ-Lauf verschärfen.
Im Hinspiel traf Sabit Zejnullahu (l.) an FV-Torwart Marcel Dumann vorbei per indirektem Freistoß zum 3:0. Friedrichsdorf gewann 5:0. Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Im Hinspiel traf Sabit Zejnullahu (l.) an FV-Torwart Marcel Dumann vorbei per indirektem Freistoß zum 3:0. Friedrichsdorf gewann 5:0.
Hochtaunus. 

Metin Yildiz, Fußballtrainer des FSV Friedrichsdorf, macht kein Geheimnis daraus, dass er auch nächstes Jahr gerne gegen den FV Stierstadt antreten würde. „Es ist ein Derby, und ich hoffe, sie bleiben in der Gruppenliga“, sagt Yildiz, „aber wir selbst sind auch noch nicht ganz raus aus dem Kampf um den Klassenerhalt.“ Daher fordert Yildiz seine Mannschaft für die Begegnung mit dem FV Stierstadt (Sonntag, 15 Uhr) wie auch gegen den SC Dortelweil am letzten Spieltag zu „Vollgas“ auf.

„Die Rechnung ist nämlich ganz simpel“, sagt Yildiz, „wenn der Bosnische SV seine beiden letzten Spiele gewinnt und wir unsere verlieren, dann wären wir aufgrund des direkten Vergleiches auf dem fünftletzten Platz.“ Diese Platzierung könnte im ungünstigsten Fall noch den Gang zurück in die Kreisoberliga bedeuten.

Das gegnerische Team um Trainer Thomas Zampach hat – ausgehend von nur drei Absteigern – noch realistische Chancen auf den Ligaverbleib. Dass man es selbst noch in der Hand hat, ist jedoch nicht unbedingt Stierstadts Verdienst, wie Zampach weiß: „Glücklicherweise haben unsere Mitkonkurrenten uns noch am Leben gelassen“, sagt er. Nur drei Punkte aus den vergangenen zehn Spielen stehen für den FVS zu Buche, trotzdem konnten weder der VfB Friedberg noch der FV Hausen vorbeiziehen. Gegen beide spielte man selbst im Übrigen 0:0. Ein Remis wäre gegen Friedrichsdorf wohl zu wenig, am letzten Spieltag geht’s zum schweren Spiel nach Seckbach.

Psychologisch scheint der FSV also im Vorteil zu sein. Wobei der Druck seit Wochen unverändert gleich groß beim FVS sei, wie Zampach betont. Anhand der Körpersprache seiner Spieler habe er nicht das Gefühl, dass sie dieser Last erliegen würden. „Selbst gegen Bornheim haben wir uns nicht aufgegeben und weiter nach vorne gespielt“, resümiert Zampach die deftige 0:8-Niederlage aus der Vorwoche beim Fast-Aufsteiger. „Wir kämpfen gegen den Abstieg, die steigen auf“, sagt der Ex-Profi, das müsse man ganz nüchtern sehen. „In der Bundesliga kommt der eine oder andere Verein auch unter die Räder, wenn es gegen den FC Bayern geht.“ Besorgniserregend sei dagegen die Abschlussschwäche. Mit 41 Toren aus 30 Spielen stellt Stierstadt den harmlosesten Angriff der Liga.

Letztlich traf das Verletzungspech den Neuling ungeahnt hart. Vor dem Derby fehlen Zampach einmal mehr acht Akteure, auf der Liste steht seit kurzem auch Josip Pavic (Muskelfaserriss). Doch Metin Yildiz, der möglicherweise auf Mustafa Koyun (Erkältung) verzichten muss, hält den Kader des kommenden Gegners immer noch für stark besetzt. „Sie haben gute Einzelspieler und in Cem Bektas noch einen weiteren Guten hinzubekommen“, urteilt er. Bektas, der dank eines Zweitspielrechts in den Semesterferien seines US-Colleges auflaufen darf, hauchte dem FVS frischen Wind ein. „Wir müssen mal wieder mit 1:0 in Führung gehen und nicht immer einem Rückstand hinterher laufen“, wünscht sich Zampach. Dann stünden die Chancen gut, aus der Negativspirale auszubrechen.

Der FC Neu-Anspach hat’s am Sonntag schwer. Wegen des Aufstiegverzichts des FC Kalbach kann Gastgeber FFV 04 Sportfreunde noch die Aufstiegsrunde erreichen. Das gilt auch für die Spvgg. Oberrad, die zeitgleich den abstiegsbedrohten TuS Merzhausen empfängt. rk

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