E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 22°C

Spiel der Woche: Friedrichsdorf erlebt sein blaues Wunder: EFC Kronberg siegt gegen Topfavoriten

Drei Tore, vier Platzverweise und ein Sieg für den Außenseiter. Der EFC Kronberg zeigt gleich zum Auftakt bei den favorisierten SF Friedrichsdorf, dass auch mit ihm in der Fußball-Kreisoberliga Hochtaunus zu rechnen ist.
Hellblau ist die dominierende Farbe: Freudensprünge von Kronbergs Fußballer im Hochsommer. Bilder > Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Hellblau ist die dominierende Farbe: Freudensprünge von Kronbergs Fußballer im Hochsommer.
Friedrichsdorf. 

In der ersten Kreispokalrunde hatten sich die Kreisoberliga-Favoriten Sportfreunde Friedrichsdorf und EFC Kronberg schon mal mächtig warmgeballert. Friedrichsdorf traf satte elfmal, während Kronberg gar das volle Dutzend komplettierte. Umso vielversprechender war es also, dass es just zum Ligaauftakt zum Direktvergleich kam, der letztlich überraschend endete.

 

Favorisiert, vor allem aufgrund eines für die KOL qualitativ hochwertigen Kaders, gingen die Sportfreunde in die Partie. Allein die beiden Offensiv-Neuzugänge Florian Kister und Deniz Pekgüzelyigit haben es in der vergangenen Saison gemeinsam auf 51 Tore gebracht – für Gruppenliga-Meister FC Kalbach wohlgemerkt. Auch wenn sich deren Qualitäten zunächst auszahlen sollten, da beide den Weg zur frühen 1:0-Führung durch ein Eigentor von EFC-Verteidiger Georg Blesinger (7.). ebneten, verpassten die Sportfreunde danach viele Möglichkeiten und verhalfen so EFC-Angreifer Konstantin Peuser dazu, zum Matchwinner aufzusteigen.

Enis Dzihic gratuliert seinem Kollegen Michael Janson zum Sieg.
Dzihic: „Der Schiri ist nicht schuld, dass wir die ...

Die Gründe für die Auftaktniederlage gegen einen „körperlich robusten und mental starken Gegner“, waren für Friedrichsdorfs Trainer Enis Dzihic nahezu hausgemacht.

clearing

Nach einem vergebenen Kopfball von Kronbergs KOL-Torschützenkönig Steffen Holland-Nell (13.) und dem Pfostentreffer von SF-Verteidiger Alexander Ujma nach ruhendem Ball (24.) glich Peuser aus. Nach einem einfachen, aber feinen Doppelpass tauchte er alleine vor Keeper Nikola Bazina auf und brachte das Spielgerät mit Hilfe des Innenpfostens zum 1:1 über die Linie(25.).

Die anschließend von Schiedsrichter Oliver Bingmer (Ortenberg) verordnete Trinkpause sollte bei sommerlichen Temperaturen eigentlich der Abkühlung dienen, bewirkte aber eher das Gegenteil. Nach einem Zweikampf im Strafraum hatte sich Holland-Nell einen Pfiff gewünscht. Der blieb aber aus. Der Torjäger gab dem Unparteiischen ein paar warme Worte mit auf den Weg. Er musste sich mit Gelb-Rot fortan das Spiel von draußen ansehen (35.). Das nummerische Gleichgewicht stellte Friedrichsdorfs Kapitän René Krieg aber wieder her, als er unnötig hart in der eigenen Hälfte gegen Dennis Janson zu Werke ging und ebenso die Ampelkarte sah (43.).

Enis Dzihic gratuliert seinem Kollegen Michael Janson zum Sieg.
Dzihic: „Der Schiri ist nicht schuld, dass wir die ...

Die Gründe für die Auftaktniederlage gegen einen „körperlich robusten und mental starken Gegner“, waren für Friedrichsdorfs Trainer Enis Dzihic nahezu hausgemacht.

clearing

Hitzig wie die Schlussminuten des ersten Durchgangs mutete auch die Kabinenansprache von Heimtrainer Enis Dzihic an. Trotz musikalischen Rahmenprogramms schallten die kritischen Worte des Ex-Profis bis an den Spielfeldrand und wurden nur kurz durch die „Derbysieger“-Sprechchöre der Friedrichsdorfer Reserve übertönt.

Fast hätten sich Dzihics Worte ausgezahlt, doch Florian Kister traf direkt nach Wiederanpfiff nur den Querbalken (46.). Gegenüber machte es Konstantin Peuser erneut besser, als er nach langem Ball aus der eigenen Hälfte Bazina zum zweiten Mal überwinden konnte (51.). Die Sportfreunde rieben sich danach weiterhin immens auf. Eines Chancenplus’ zum Trotz sollte aber kein Treffer mehr fallen. Rutschte doch ein Ball durch den Kronberger Abwehrverbund, war Keeper Francesco La Medica zur Stelle. So auch, als er mit einer Glanzparade einen weiteren Ujma-Freistoß aus dem Winkel fischte (90.).

Platzverweise von Leistungsträgern gab es auch noch im zweiten Durchgang. Zunächst erhielt Dzihic einen Innenraumverweis, nachdem er wiederholt lautstark die Entscheidungen des Unparteiischen monierte (85.). Dann verließ Kronbergs Kapitän Stefan Both nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot den Platz (89.), ehe die Sportfreunde durch vehementes Beschweren, dieses Mal in Person von Pekgüzelyigit, wieder „nachzogen“ (90. + 1.).

Am Ergebnis und dem „geilen Gefühl“ von Konstantin Peuser bezüglich des Siegs gegen den Favoriten änderten auch die Feldverweise nichts. „Das, was hier in der KOL die letzten Jahre abgeht, mit diesen ganzen Beschwerden, geht gar nicht. Da muss man härter durchgreifen. Ich fand es gut, dass der Schiedsrichter das heute auf beiden Seiten gemacht hat“, fand der „Spieler des Spiels“ lobende Worte für Referee Bingmer.

Zur Startseite Mehr aus Hochtaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen