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Handball: Handballtag: Das Thema Datenschutz bereitet Probleme

Die Vereine fragen, das Präsidium des Hessischen Handball-Verbandes (HHV) gibt Auskunft. Aber auf manches gibt es keine Antwort. Das Thema Datenschutz bereitet Probleme.
Das HHV-Präsidium mit (v l.): Andreas Braun, Thomas Mair, Sally Kulemann, Andreas Knoche, Jürgen Fischer, Karl-Heinz Jacob, Frank Pulver. Foto: Marcel Lorenz Das HHV-Präsidium mit (v l.): Andreas Braun, Thomas Mair, Sally Kulemann, Andreas Knoche, Jürgen Fischer, Karl-Heinz Jacob, Frank Pulver.
Wiesbaden-Nordenstadt. 

Eine interessante Idee des HHV: Vor dem Handballtag des Bezirks Wiesbaden/Frankfurt hatte das Präsidium um Verbandschef Gunter Eckart zum offenen Austausch eingeladen. Knapp 60 Vereinsvertreter folgten der Einladung, um ihre Fragen vorzutragen. Doch nicht alle konnten – oder wollten – die Funktionäre beantworten. Als etwa Kathrin Nüchter, 2. Vorsitzende der TSG Oberursel, zur Personalie Frank Sattler nachfrug, hielt sich das Präsidium sehr bedeckt. TSGO-Mitglied Sattler engagierte sich für den Verband im Bereich des Beobachterwesens, wurde vor Monaten aber ohne Angabe einer Begründung von dieser Aufgabe entbunden.

Einen offiziellen Bescheid habe der Verein nie erhalten, so Nüchter. Somit konnte kein Einspruch gegen die Suspendierung von Sattler eingelegt werden. Das entsprechende Schreiben sei verschickt worden, lautete die Antwort seitens des Präsidiums, aber möglicherweise sei dies bei der Post verloren gegangen.

Bezirksvorstand weiterhin mit Karl-Heinz Jacob an der Spitze

Auf dem Handballtag wurde der Spielausschuss des Bezirks Wiesbaden/Frankfurt wiedergewählt. Vorsitzender Karl-Heinz Jacob stellte sich für seine fünfte und letzte Kandidatur und wurde bei elf

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Weitere Nachfragen Nüchters wies Josef Semmelroth ab. Man wolle sich in der offenen Gesprächsrunde nicht mit Einzelschicksalen beschäftigen, so der HHV-Vizepräsident Recht. Verschiedene Vereinsvertreter aus Frankfurt und Wiesbaden stimmten zu.

Kein Schulterschluss

Damit verpassten die Vereine die Gelegenheit, sich untereinander solidarisch zu zeigen. „Sie kennen die Details eben nicht“, zeigte sich Nüchter ob des ausgebliebenen Schulterschlusses verständnisvoll. In der Tat gab es ein elementar wichtiges Thema, das den Verband wie die Vereine künftig gleichermaßen beschäftigte: Datenschutz. Die seit 25. Mai geltende Grundverordnung der EU könnte unangenehme Auswirkungen auf den Spielbetrieb haben. Spieler und Schiedsrichter sind nun nicht mehr verpflichtet, Auskunft über ihre persönlichen Daten wie Name und Geburtsdatum zu geben. Wer diese Infos nicht zur Verfügung stellt, könne jedoch keinen Pass vom Verband ausgestellt bekommen, informierte das HHV-Präsidium. Aktuell befinde man sich im Austausch mit der Datenschutzbehörde Wiesbaden.

„nuLiga“ statt „SIS“

Auch auf den Elektronischen Spielbericht strahlt das neue Datenschutzgesetz aus. Bisher wurden die Spielberichte im Bezirk Wiesbaden/Frankfurt über das Portal „SIS“ der GateCom Informationstechnologie GmbH erfasst. Nach einem Führungswechsel beim Dienstleister wird die Kooperation nach der Saison 2018/19 beendet. Die neue Firmenspitze habe kein besonderes Interesse am Thema Datenschutz, berichtete das HHV-Präsidium.

Über Alternativen wurde bereits beraten: Aktuell wird das Portal „nuLiga“ präferiert. Dieses kommt bereits bei den Handballverbänden Bayerns und Niedersachsens zum Einsatz. Langfristig sollen die Lizenzgebühren für „nuLiga“ günstiger sein als die Miete für die Benutzung von „SIS“. Für die ersten zwei Jahre fallen indes Mehrkosten an. Pro gemeldeter Senioren-Mannschaft muss ein Verein 35 Euro bezahlen, ein Jugendteam kostet 25 Euro. „Das sind kleine Beträge“, so Nüchter, „doch es kann sich schnell läppern.“ Die TSG Oberursel hat aktuell 19 Mannschaften im Spielbetrieb. Der HHV wird nur ein Drittel der Kosten übernehmen.

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