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Fußball: Karl Loweg: Gehalten wie ein junger Gott

Er hat für Schalke 04 im Europapokal geglänzt und in Bad Homburg „den Kasten sauber gehalten“. Karl Loweg feierte vor 45 Jahren einen der größten Erfolge im Taunusfußball.
Karl Loweg, Bad Homburgs „Elfmetertöter, in Aktion. Karl Loweg, Bad Homburgs „Elfmetertöter, in Aktion.
Ober-Erlenbach. 

Das eigene Alter wird Menschen manchmal erst bewusst, wenn es um alte Weggefährten geht. Der Ober-Erlenbacher Karl Loweg, gerade 80 Jahre alt geworden, kreuzte einst den Weg mit keinem Geringeren als Sepp Herberger. Loweg wurde als junger Torwart vom Bundestrainer zu einem Lehrgang der Nationalmannschaft nach München eingeladen.

Den Bad Homburger Fußball-Fans wiederum sind beide Herren gut im Gedächtnis geblieben: Herberger als Weltmeister-Trainer von 1954 und Loweg als Torwart des deutschen Fußballmeisters der Amateure von 1973. Für die Spielvereinigung 05 Bad Homburg hielt der Schlussmann gegen den favorisierten 1. FC Kaiserslautern auf dem Bieberer Berg in Offenbach „wie ein junger Gott seinen Kasten sauber“. Die Nullfünfer gewannen durch ein Kopfballtor von Helmuth Reidel mit 1:0. Das Zitat stammt von Bad Homburgs Bürgermeister Dr. Armin Klein. Er rief es auf der Siegesfeier der Mannschaft auf dem Kurhausvorplatz Tausenden von Menschen zu. 1971 war Karl Loweg vom FSV Frankfurt in die Kurstadt gewechselt. Zuvor hatte er bei Schalke 04, dem KSV Hessen Kassel (mit dem er Süddeutscher Meister wurde) und Werder Bremen unter Vertrag gestanden. Bereits als 20-Jähriger zeichnete ihn seine „bestechende Strafraumbeherrschung und glänzenden Reflexe“ aus, wie diese Zeitung einst schrieb. 1958 war Loweg ein Garant für die damalige Überraschung im Europapokal, als Schalke 04 den englischen Meister Wolverhampton Wanderers aus dem Wettbewerb warf. Damals betrug Lowegs Grundgehalt als Vertragsspieler für die Königsblauen 160 Mark plus zehn Mark Aktivitätszulage. Später, nach seiner glanzvollen Homburger Zeit, hütete Loweg von 1975 bis 1978 das Tor der SG Ober-Erlenbach, mit der er Meister wurde, bevor er beim FV Bad Vilbel seine Laufbahn 42-jährig beendete.

Auch als Trainer feierte Loweg viele Erfolge, unter anderem führte er den FSV Steinbach, Teutonia Köppern und DJK Bad Homburg zum Titel. Und was sagt der Jubilar zu seinem Achzigsten? „Ich möchte all die Jahre im Dienste des Fußballs, auf die ich dankbar zurückblicke, nicht missen. Nach wie vor halte ich es mit dem Fairplay, das mich motivierte und leitete.“ wozi

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