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Turnen: Kirdorfer Turner gehören zu Deutschlands besten

Am Gluckenstein bauten die Knirpse vor Jahren selbst die Geräte auf, als sie ihre Laufbahn begannen. Jetzt sorgen sieben Nachwuchsturner aus Kirdorf beim Deutschland-Pokal für Furore.
Seit bald zehn Jahren bildet Ralf Schwabe junge Turner bei der SGK Bad Homburg aus. Foto: Gerhard Strohmann Seit bald zehn Jahren bildet Ralf Schwabe junge Turner bei der SGK Bad Homburg aus.
Bad Homburg. 

Wer an Fabian Hambüchen denkt, der denkt an Olympische Medaillen, vor allen Dingen die goldene von Rio de Janeiro. Und an das Reck, das der „Turn-Flo“ vom Ort seines größten sportlichen Triumphes unbedingt mit nach Hause nehmen wollte. Ebenso untrennbar mit den Erfolgen Hambüchens verbunden ist sein Heimatverein TSG Niedergirmes. Hier legte er die Grundlagen für seine beeindruckende Karriere, trainiert von Wolfgang Hambüchen, seinem Vater.

Die Nachwuchsturner aus dem Hochtaunus, die nun beim Deutschland-Pokal in der Cottbusser Lausitz-Arena mit der Hessenauswahl auftrumpften, werden inzwischen im Frankfurter Leistungszentrum von Landestrainer Dirk Speier gefördert. Doch das Ein-mal-eins des Turnens erlernten sie bei Ralf Schwabe, der weit entfernt ist, dafür die Lorbeeren zu ernten. Da verweist er prompt auf seine Kollegen im Hessischen Turnverband. Aber mächtig stolz ist er auf seine ehemaligen Schützlinge natürlich schon. Und das darf er auch sein. Denn ohne ihn wären sie nicht so gut.

Die hessischen Turner waren mit Riegen in den Altersklassen 9/10, 11/12, 13/14 und 15/17 angetreten. Sie avancierten mit zweimal Gold sowie je einmal Silber und Bronze zum erfolgreichster Landesverband. Entscheidenden Anteil an diesem Erfolg hatte die SGK. Nicht weniger als sieben Talente aus Kirdorf bildeten den Kern des 19-köpfigen Hessen-Kaders, zu dem auch der inzwischen für Eintracht Frankfurt turnende deutsche Meister Pascal Brendel aus Wehrheim gehört, der ebenfalls bei der SGK turnte. Die Goldmedaille für die Altersklasse 11/12 können die Kirdorfer praktisch für sich allein beanspruchen, denn mit Jukka Ole Nissinen, Niklas Eckhard, Gabor Sütterlüty und Daniel Roubo starten alle vier Mitglieder des Hessen-Quartetts für den Bad Homburger Vorzeigeverein. Und mit Nissinen stellten sie auch den Sieger in der inoffiziellen Einzelwertung. 56,025 Punkte hatte das Turn-Talent aus dem Taunus in Cottbus gesammelt, wobei seine Leistung am Seitpferd mit 9,95 Punkten belohnt wurde und die Zuschauer zu großem Beifall veranlasste. In der Mannschaftswertung lag Hessen mit 162,25 Punkten klar vor der Auswahl des Niedersächsischen Turnerbunds (156,65).

Die Jüngsten holen Bronze

Hervorragend geschlagen haben sich auch die jüngsten Buben der Altersklasse 9/10. Die SGKler Timo Eckhard (53,30) und Jack Hatch (53,05) lagen zusammen mit Arne Henz (53,30) und Martin Walter (49,675) mit 160,60 Punkten nur 0,175 Zähler hinter dem Pokalgewinner aus Nordrhein-Westfalen. Der Hessische Turnverband war in dieser Wettkampfklasse mit einer außer Konkurrenz startenden zweiten Mannschaft angetreten, in der Philip Thore Schröder als jüngster SGK-Vertreter seine erste Bewährungsprobe auf Bundesebene mit Rang 21 in der Einzelwertung mit Bravour bestand.

Pascal Brendel war mit 73,40 Punkten der überragende hessische Turner in der Auswahl der Altersklasse 13/14 und hatte erheblichen Anteil daran, dass es mit 208,70 Punkten hinter dem Schwäbische Turnerbund (215,25) und dem Märkischen Turnerbund Brandenburg (214,45) zu Bronze reichte.

Fokus auf die EM

Der 14-jährige Brendel, der in der Lausitz-Arena auch in der Einzelwertung den dritten Platz erreichte, zeigte im Hinblick auf die Junioren-Europameisterschaft im nächsten Jahr ein deutlich anspruchsvolleres Programm, an dem noch zu feilen sein wird. Das zweite Gold für Hessen gab es in der AK 15/16, in der (noch) kein Talent vom Kirdorfer Gluckenstein angetreten ist.

 

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