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Tennis: „Mutter aller Derbys“ im Kurpark

Von Geschlossen stark – das wollen am Sonntag beide Topteams aus dem Taunus sein. Wer wird sich durchsetzen? Einem indirekt Beteiligten fällt die Antwort auf diese Frage durchaus schwer.
Den Blick mit Zuversicht nach vorn gerichtet auf das mit Spannung erwartete Regionalliga-Derby gegen den TEVC Kronberg haben die Bad Homburger Julian Lenz, Kai Wehnelt, Milen Ianakiev, Luca Marquard und Eduardo Dischinger (v. li.). Foto: Gerhard Strohmann Den Blick mit Zuversicht nach vorn gerichtet auf das mit Spannung erwartete Regionalliga-Derby gegen den TEVC Kronberg haben die Bad Homburger Julian Lenz, Kai Wehnelt, Milen Ianakiev, Luca Marquard und Eduardo Dischinger (v. li.).
Bad Homburg. 

Am Sonntag blicken die Tennis-Fans im Hochtaunus nicht nur nach Wimbledon, wo die erste Woche beim berühmtesten Rasenturnier der Welt zu Ende geht, sondern auch in den Bad Homburger Kurpark. Dort beginnt um 11 Uhr die „Mutter aller Derbys“ zwischen dem TC Bad Homburg und TEVC Kronberg in der Regionalliga Südwest.

Ralph Weißenberger. Bild-Zoom Foto: Gerhard Strohmann
Ralph Weißenberger.

Zum zweiten Mal in der Tennis-Geschichte des Hochtaunuskreises kreuzen dann die beiden Top-Teams aus der Region in der dritthöchsten deutschen Spielklasse die Klingen. Das erste Duell hatte Kronberg am 25. Juni vergangenen Jahres 6:3 gewonnen. Allerdings kam dem TEVC damals im Viktoriapark der Heimvorteil zugute.

Wenn am Sonntag um 11 Uhr der Aufschlag zu den ersten drei Einzeln erfolgt, sind alle Akteure noch im aktuellen Kader dabei, die im Juni 2017 in Kronberg auf dem Platz standen. Man darf gespannt sein, ob der ägyptische Davis-Cup-Spieler Karim-Mohamed Maamoun im Spitzenspiel gegen den vierfachen Hessenmeister Julian Lenz wieder mit 7:6, 6:1 gewinnt oder ob der Blondschopf aus Grünberg diesmal die Nase vorn hat.

Malheur am Fuß behoben

Lenz hat seine Probleme am rechten Fuß, die er sich bei einem Turnier in der Schweiz zuzog und die ihn zu einem Verzicht auf die Landesmeisterschaften gezwungen haben, offensichtlich überwunden. Drei Siege in den letzten drei Regionalliga-Begegnungen auf Position eins sowie das Erreichen des Viertelfinales bei den „Marburg Open“ gegen Sebastian Ofner und Rudolf Molleker sprechen für sich.

„Wir werden alles daransetzen, um das Derby am Sonntag zu gewinnen“, gibt sich Lenz vor dem zweiten Heimspiel dieser Saison sehr zuversichtlich. „Wir haben uns bisher als mannschaftlich sehr geschlossen präsentiert und dürften mit drei Siegen unser Ziel Klassenerhalt bereits geschafft haben.“

Mit 6:2 Punkten sind die Bad Homburger gleichauf mit dem Wiesbadener THC erster Verfolger des TK GW Mannheim II (8:0), der jedoch wegen seines Bundesliga-Teams laut DTB-Reglement nicht aufsteigen kann. TC Schönberg und TEC Stuttgart-Waldau werden nach Ansicht des Bad Homburger Spitzenspielers am Ende der Runde (15. Juli) wohl aus der Regionalliga absteigen müssen.

TEVC blickt eher nach oben

„Das wird eine ganz enge Kiste“, ist sich Kronbergs Mannschaftsführer Andreas Weber sicher. „Wir sind bisher geschlossen stark aufgetreten“, ist der Kapitän mit den Leistungen seines Teams zufrieden. Dass es am ersten Spielwochenende zwei Siege gab (jeweils 6:3 in Stuttgart und gegen Mainz) und am zweiten zwei Niederlagen (3:6 in Sulzbachtal, 4:5 gegen Mannheim II), führt der 31-jährige Routinier auf die Ausgeglichenheit der Liga zurück und bestätigt seines Tagesform-Theorie.

„Wir wollen uns eher nach oben orientieren als nach unten“, ist für Weber keinesfalls ausgeschlossen, dass den Burgstädtern mit Unterstützung ihrer Fans am Sonntag im Kurpark ein Auswärtscoup gelingt.

Für einen, in dessen Brust gleich zwei (Tennis-)Herzen schlagen, hat das Derby eine ganz besondere Bedeutung: Ralph Weißenberger. Der Sportliche Leiter des TC Bad Homburg, der seit seinem Amtsantritt im Januar 2017 vor allem im Nachwuchsbereich neue Strukturen geschaffen hat, hat beim TEVC Kronberg das Abc des Rückschlagsports erlernt sowie jahrelang dort Trainer- und Vorstandstätigkeiten ausgeübt, ehe er dem Ruf des TEC Stuttgart-Waldau folgte. Von dort aus ging es mit Vertragsunterzeichnung in Bad Homburg Ende 2016 zurück zum Homburger Kurpark.

Die Gastgeber sieht Weißenberger am Sonntag als Außenseiter: „Unsere Chancen stehen 40:60. Ich hoffe aber, dass wir drei Einzel gewinnen und anschließend noch zwei Doppel.“ Die sind mit einer Bilanz von 10:2 Siegen in den bisherigen vier Partien Garant für die Erfolgsstory der Kurstädter gewesen (wobei eine der zwei Niederlagen sogar kampflos zustandekam).

„Der TK Mannheim II ist von der Qualität der Spieler her sicherlich das stärkste Team unserer Regionalliga. Allerdings werden die Mannheimer nur noch am Sonntag in stärkster Besetzung antreten und dann mit einer B-Auswahl spielen, da anschließend die Bundesliga startet. Daher wird dieses Mal wohl ein Team mit einer oder zwei Niederlagen Meister. Das wird aber weder Kronberg noch Bad Homburg sein“, prognostiziert „Paule“ Weißenberger. Nicht unwahrscheinlich ist vor diesem Hintergrund ein Durchmarsch des Wiesbadener THC von der Hessen- in die 2. Liga.

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