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Fußball: Nach 20 Jahren wieder ein Homburger

1998 begann Dennis Leopolds Karriere im Seniorenbereich an der Sandelmühle bei der SpVgg 05. Endet sie beim TSV Vatanspor auf dem Sportplatz Nord-West?
Hier noch als unermüdlicher Ankurbler im Trikot von Rot-Weiß Hadamar im Vorwärtsgang am Ball: Dennis Leopold (links). Achivfoto: Klein Foto: Christian Klein Hier noch als unermüdlicher Ankurbler im Trikot von Rot-Weiß Hadamar im Vorwärtsgang am Ball: Dennis Leopold (links). Achivfoto: Klein
Bad Homburg. 

Als Dennis Leopold 1998 mit seinem zwei Jahre älteren Bruder Rouven in der Hessenligamannschaft der SpVgg 05 Bad Homburg auflief, eine seiner ersten Stationen als Seniorenfußballer, hätte er sich nicht träumen lassen, dass in derselben Stadt seine Karriere als Aktiver vielleicht auch ausklingt: Dennis Leopold, inzwischen 39 Jahre alt, wechselt zum Verbandsligisten TSV Vatanspor.

Wir wollten von dem Vollblutfußballer wissen, wie es zur Rückkehr nach Bad Homburg kam und was in den 20 Jahren alles passiert ist. Seine drei Jahre bei den Amateuren von Eintracht Frankfurt war seine schönste Zeit. Leopold: „Als Unterbau der Bundesligamannschaft profitierten wir von der perfekten Betreuung, die ein Profi-Team genießt. Von dieser Erfahrung konnte ich logischerweise bei den Amateurvereinen später nichts Vergleichbares wieder finden.“

Fußballprofi wäre er schon sehr gerne worden, aber auch bei ihm hatte, wie bei so vielen anderen auch, „das nötige Quäntchen Glück gefehlt“ für ganz nach oben, wie er meint. Zahlreiche Stationen im hessischen Fußball-Oberhaus durchlief Leopold danach – SG Egelsbach, RSV Würges, SV Wiesbaden, Eintracht Wetzlar oder auch Rot-Weiss Frankfurt.

Sein letztes Engagement in der Verbandsliga Mitte bei der SG Oberliederbach war von vornherein bis zum Ende der Saison 2017/18 befristet. Leopold, als Einkaufsleiter bei einem Baukonzern tätig, fühlt sich immer noch fit genug für die Verbandsliga. „Ich muss nur meine Kräfte altersgemäß geschickt einteilen“, meint er.

Es hatte sich herumgesprochen, dass er verfügbar ist. Dann ging alles sehr schnell. Ibrahim Cigdem, neuer Trainer beim TSV Vatanspor, rief ihn an. Schon beim ersten Telefonat wurde man sich einig. Was erwartet Cigdem von einem Spieler, der immerhin sieben Jahre älter ist als er selbst: „Durch die Abmeldung von Dennis Fliess, die wir alle sehr bedauern, für die wir aber auch gewisses Verständnis haben, fehlte plötzlich ein Spieler seines Schlages – erfahren und führungsfähig. Die Karriere von Dennis Leopold verfolge ich schon sehr lange.“ Cigdem glaubt, mit ihm „ einen absoluten Teamplayer gefunden zu haben, der zu uns passt. Sein Alter ist kein Hindernis. Im Gegenteil. Er kann mit seiner Erfahrung unserer jungen Mannschaft helfen.“

Dennis Leopold selbst kann über sein neues Team noch nichts Präzises aussagen. Klar ist ihm, dass Führungseigenschaft und Unterstützung seiner jungen Mitspieler gefragt sein werden. Aber das ist für den Mann im defensiven Mittelfeld nichts Neues. Früher oder später will er auch als Trainer tätig sein. Den C-Schein hat Leopold schon. Ein Vorbild hat er in seinem Bruder Rouven, der gerade den FC Eddersheim in die Hessenliga geführt hat. Dennis als der jüngere der beiden Brüder, ist verheiratet, hat eine siebenjährige Tochter und wohnt in Glashütten. Mit dem Amateurfußball im Rhein-Main-Gebiet bestens vertraut und gut vernetzt, bringt er gute Voraussetzungen mit, früher oder später auch als Trainer in der Region erfolgreich zu sein.

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