Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige LS Lederservice Sie suchen einen Spezialisten aus Rhein-Main? Frankfurt am Main 24°C

Triathlon Viel Lob für FC Mammolshain: Perfektion ist nicht gefragt

Auch Olympia-Ásse haben einmal klein angefangen. Und sich dann Schritt für Schritt entwickelt. Jungen Ausdauer-Athleten bietet sich dazu seit Jahren in Mammolshain eine richtig gute Gelegenheit.
Schattige Abschnitte beim Triathlon tun  immer gut. Foto: Jochen Reichwein Schattige Abschnitte beim Triathlon tun immer gut.
Königstein. 

Es ist schon ein wenig kurios, dass ausgerechnet der FC Mammolshain in Sachen Nachwuchsförderung im Triathlon Pionierarbeit leistet. Schließlich ist man ja eigentlich ein reiner Fußballverein, doch am Samstag veranstaltete man schon zum 13. Mal den U16-Triathlon. Der wird weit über Königsteiner Grenzen hinaus geschätzt.

„Schuld“ am erfolgreichen Ausflug in die Leichtathletik sind Alexander Samaan und Franz Schmitz, die sich 2002 zu einer der populärsten Varianten des Triathlons angemeldet hatten – dem „Ironman“ in Frankfurt (siehe Infobox). „Während wir uns für den Wettkampf vorbereiteten, kamen wir ins Gespräch“, erinnert sich Samaan, der damals im Vorstand des FCM war. Eigentlich, so die Überlegung des dynamischen Duos, müsse man doch auch junge Athleten für diese spannende Sportart begeistern können. Gesagt, getan. Der Anfang gestaltete sich dann allerdings recht schwer.

Für den allerersten U16-Triathlon warb Nachwuchstrainer Franz Schmitz bei seinen Junioren, doch die wussten damals mit der Kombination aus Schwimmen, Radfahren und Laufen zunächst einmal nichts anzufangen. „Darum sind wir dann an die Schulen gegangen und haben verschiedene Probetrainings angeboten“, berichtet Samaan, „so konnten wir den Kindern und Jugendlichen die Ängste nehmen.“

Stammgäste

Knapp 70 Teilnehmer gingen dann beim ersten U16-Triathlon an den Start. In den vergangenen Jahren wuchs die Zahl auf bis zu 100 Kids. Jetzt am Samstag waren es trotz einiger Konkurrenzveranstaltungen immerhin 80 Starter. Alleine 20 brachte Ralph Neumann mit. Der Trainer des Schwimmvereins Höchst wurde vor fünf Jahren auf den Wettbewerb des FCM aufmerksam und ist seitdem begeisterter Stammbesucher.

„Die machen einfach einen super Job hier“, lobt Neumann, „man merkt, dass sie viel Liebe in die Veranstaltung stecken.“ Beim Volkssport Nummer eins – dem Fußball – gäbe es zahlreiche Probetrainings. Vergleichbare Möglichkeiten beim Triathlon seien dagegen selten. „Es gibt zwar den Cup des Hessischen Triathlon Verbandes“, erklärt Neumann, „aber das ist nichts, um mal eben reinzuschnuppern.“ Die Chance, unter professionellen Bedingungen erste Einblicke in den Sport zu erhalten, gäbe es im näheren Umkreis nur beim Kindertriathlon in Frankfurt, Nied, und eben in Königstein.

Dank offizieller Distanzen kann der Königsteiner U16-Triathlon sogar als Punktwettbewerb gewertet werden. Abhängig von der jeweiligen Altersklasse wurde zwischen 100 und 260 Metern geschwommen, anschließend musste eine Distanz von 2,15 bis 6,86 Kilometern auf dem Rad gestrampelt werden. Zum Abschluss warteten dann zwischen 500 und 1000 Meter im Laufschritt.

Vorbild Julie Jungblut

„Triathlon ist wirklich vielseitig“, so Ralph Neumann, „das Tolle ist, dass man nicht jede Disziplin perfekt beherrschen muss, um am Ende vorne zu landen.“ Mittelmäßige Schwimmer könnten etwa Zeit auf der Laufstrecke oder im Radsattel wieder gutmachen. Umgekehrt genauso.

Der FC Mammolshain hilft jungen Athleten schon seit Jahren beim Herausfinden, wo denn eigentlich die eigenen Stärken und Schwächen liegen. So geschah es übrigens auch bei Julie Jungblut, jüngst von der Taunus Zeitung zur Sportlerin des Jahres gekürt. Sie gilt nun als Nachwuchshoffnung für Olympia.

Zur Startseite Mehr aus Hochtaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse