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Fußball: SG Hundstadt mit Cleverness und Geduld zum Titel

In der Serie „Meisterklasse von 2018“ schaut die Taunus Zeitung auf die Fußballmeister der verschiedenen Ligen im Hochtaunuskreis. Heute: B-Liga Champion SG Hundstadt.
Sie jubeln in der kommenden Saison in der Kreisliga A: SG Hundstadts B-Liga-Champions. Foto: Gerhard Strohmann Sie jubeln in der kommenden Saison in der Kreisliga A: SG Hundstadts B-Liga-Champions.

  Die Vorsaison: Keine Meistermannschaft entsteht über Nacht, um dann wie aus dem Nichts kommend den Titel zu erobern. Das gilt auch für die SG Hundstadt. Am Anfang des diesjährigen Erfolges stand zunächst eine große Enttäuschung im Vorjahr. Bis zum Schluss war das Team 2016/17 im Rennen um Rang drei, der zur Aufstiegsrelegation berechtigte. Ein Sieg am letzten Spieltag gegen Abstiegskandidat SF Friedrichsdorf II hätte gereicht, wenn der FV Stierstadt II zeitgleich bei der SG Mönstadt/Grävenwiesbach verloren hätte.

Stierstadt verlor tatsächlich überraschend mit 0:1 – doch Hundstadt kam parallel nicht über ein 2:2 hinaus. „Alle waren danach total geknickt und ich mittendrin“, erinnert sich Trainer Lars Werner. Er wechselte sich damals sogar noch selbst ein, konnte den Bock aber auch nicht mehr umstoßen. Eine gewisse Leere habe sich in den Wochen darauf in der Mannschaft breitgemacht. Erst mit Beginn der Vorbereitung auf die neue Spielzeit konnte die bittere Enttäuschung Stück für Stück verarbeitet werden.

 

  Das Meisterjahr: In den ersten 14 Begegnungen der Saison 2017/18 blieb man bei 12 Siegen und 2 Remis ungeschlagen. Erst Ende November mussten sich Werner und Co. geschlagen geben. Mit 0:2 verlor man im letzten Spiel vor der Winterpause das Heimspiel gegen die „Zweite“ der Sportfreunde Friedrichsdorf. An der Herbstmeisterschaft änderte diese Pleite nichts und bei den Konkurrenten galt Hundstadt schon damals als kommender Meister. „Ich war mir da zur Pause noch nicht so sicher“, gesteht Werner, „ich hatte echt Bammel, dass wir es noch aus der Hand geben könnten. Das ist schon ganz anderen Mannschaften passiert.“ Zwar buchte man in der Folge bereits am 26. Spieltag den Aufstieg, doch die alles überragende Supertruppe war man nicht.

 

  Der Erfolgsgrund: „Es lief schon sehr viel besser als im Jahr zuvor“, so Werner, „aber es war noch längst nicht alles gut.“ Der entscheidende Faktor, der zum Titel führte, seien die zur Vorsaison gestiegene Cleverness und Geduld gewesen. Gab man zuvor knappe Partien immer mal wieder spät ab, so agierte das Team nun auch in diesen entscheidenden Schlussphasen abgeklärt und umsichtig. „Wir haben stets bis zum Schluss in Ruhe unseren Fußball weitergespielt und meist den Gegner dann auch noch geknackt“, lobt der Trainer.

 

  Die Hauptakteure: Unterm Strich steht bei der SG eine tolle Teamleistung. Wichtige Stützen gab es natürlich dennoch. Werner schätzt beispielsweise Defensivmann Colin Lauth als „wichtigen Ruhepol“. Vorne machte einmal mehr Pascal Humml als Torschütze vom Dienst auf sich aufmerksam. Zudem nennt der Coach mit Julian Kiebel einen Spieler, der seltener durch Treffer im Spielbericht erschien, dafür aber einen besonderen Job ausfüllte. „Ich habe ihn nicht ohne gewissen Hintergedanken vor der Saison zum Kapitän ernannt“, sagt Werner, „wie er dann aber letztlich in diese Rolle hineingewachsen ist, hat mich schon überrascht.“ Einen „Riesensatz“ habe der Spielführer in der persönlichen Entwicklung gemacht und seine Kollegen so ein ums andere Mal mitgerissen.

 

  Der Ausblick: Während einige Spieler bereits den gemeinsamen Sommerurlaub auf Mallorca gebucht haben, wird Lars Werner die Pause anderweitig nutzen. Zeit für die Familie wird er sich nehmen und auch Arbeiten am Eigenheim umsetzen. Eigentlich wollte er sogar nach der abgelaufenen Saison komplett zurücktreten, ließ sich aber aufgrund der hohen Geschlossenheit im Team zu einem weiteren Jahr auf der Trainerbank überreden. Ein oder zwei Neue würde er gerne für das anstehende Jahr in der A-Liga holen, wie er sagt. Aktiv abwerben wird man Spieler allerdings nicht. „Und selbst, wenn wir mit der aktuellen Konstellation in die Saison gehen, werden wir meiner Meinung nach kein Kanonenfutter sein“, betont Werner.

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