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Tischtennis: Schejas Aufholjagd bringt das 5:5

Von Da war alles drin, was Tischtennis so spannend macht. Beim 5:5 des Zweitligisten TTC OE Bad Homburg benötigen auch die Zuschauer viel Ausdauer.
Nervenstark: Dominik Scheja lässt den TTC OE jubeln. Foto: Gerhard Strohmann Nervenstark: Dominik Scheja lässt den TTC OE jubeln.
Ober-Erlenbach. 

Nichts für herzkranke Kurgäste war die Partie in der 2. Tischtennis-Bundesliga zwischen dem TTC OE Bad Homburg und Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken-TT II. Knapp 200 Besucher fieberten in der Wingert-Sporthalle am Samstagabend fast dreieinhalb Stunden mit, ehe das 5:5 feststand.

Unter dem Strich konnten beide Mannschaften mit dem Punktgewinn gut leben. Der in Top-Besetzung angereiste Tabellenführer aus dem Saarland, weil er damit nach wie vor das einzige Team ohne Niederlage ist, und die Gastgeber, weil sie auch ohne den Inder Shanil Shetty im dritten Heimspiel dieser Saison ungeschlagen blieben.

Der Weg bis zum fünften Punkt des TTCOE durch ein 3:2 von Kapitän Dominik Scheja gegen Andrey Semenov war allerdings ein ungewöhnlich spektakulärer. Das Ober-Erlenbacher Quartett war optimal mit zwei 3:1-Siegen in den Doppeln gestartet und hatte nach Erfolgen von Harald Andersson und Alexander Valuch sowie Niederlagen von Nandor Ecseki und Scheja nach der ersten Serie der Einzel immer noch mit 4:2 vorne gelegen. Das Team von Trainer Xiaojun Gao hatte damit eine Wiederholung des 6:3-Heimsiegs beim letzten Aufeinandertreffen im Januar greifbar nahe vor Augen, aber dann drehten die Gäste auf und gewannen drei Einzel am Stück. Die Initialzündung war das 8:11, 12:10, 12:10 und 11:7 des 19-jährigen Tomas Polansky gegen Bad Homburgs Spitzenspieler Harald Andersson.

Die Entscheidung über Unentschieden oder Niederlage für den TTC OE musste somit im letzten Match des Samstagabends fallen, wobei Kapitän Dominik Scheja acht Tage vor seinem 21. Geburtstag (am kommenden Sonntag) die Nerven behielt und Andrey Semenov nach einem 0:2-Satzrückstand unter dem frenetischen Jubel der Fans noch mit 1:11, 9:11, 11:8, 11:4 und 11:3 niederrang. Der zweite Einzel-Erfolg in dieser Bundesliga-Saison dürfte Scheja viel Selbstvertrauen verleihen, denn gerade in engen Partien hatte er schon manches Mal Nerven gezeigt.

TTC OE Bad Homburg – 1. FC Saarbrücken-TT II 5:5 (19:22): Andersson/Ecseki – Polansky/Klein 3:1, Valuch/Scheja – Kozul/Semenov 3:1; Andersson – Kozul 3:1, Ecseki – Polansky 0:3, Valuch – Semenov 3:2, Scheja – Klein 2:3, Andersson – Polansky 1:3, Ecseki – Kozul 0:3, Valuch – Klein 1:3, Scheja – Semenov 3:2.

„Zweite“ verliert knapp

Ausgerechnet Xianjun Gao, Zweitliga-Trainer des TTC OE Bad Homburg, gewann gestern Nachmittag dann für seinen TV Braunfels mit Fritz Lattermann das Schlussdoppel gegen Björn Hampl und Dennis Haberle mit 7:11, 11:4, 10:12, 11:8 und 11:7 und sorgte somit für die 7:9-Heimniederlage der zweiten Ober-Erlenbacher Herrenmannschaft in der Tischtennis-Oberliga Hessen.

Da nutzte es den Gastgebern auch nichts, dass Haberle zuvor das Eröffnungsdoppel sowie im vorderen Paarkreuz beide Einzel gewonnen hatte. Wegen der sechs Fünf-Satz-Spiele dauerte der Tischtennis-Krimi im „Wingert-Dome“ rekordverdächtige viereinhalb Stunden.

 

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