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Reiten: Sönke Rothenberger mit Cosmo Deutscher Meister

Von Gestern Nachmittag war in Balve die Sensation perfekt: Sönke Rothenberger ist mit Cosmo deutscher Doppelmeister der Dressur und hat damit Dressur-Queen Isabell Werth besiegt.
Diesmal stand der „Hahn im Korb“ der deutschen Dressur-Equipe von Rio ganz oben auf dem Treppchen: Sönke Rothenberger wurde mit Cosmo Deutscher Meister im Grand Prix Spezial – eingerahmt von Isabell Werth (2./re.) und links Dorothe Schneider (li.). Diesmal stand der „Hahn im Korb“ der deutschen Dressur-Equipe von Rio ganz oben auf dem Treppchen: Sönke Rothenberger wurde mit Cosmo Deutscher Meister im Grand Prix Spezial – eingerahmt von Isabell Werth (2./re.) und links Dorothe Schneider (li.).
Balve. 

2016, bei den Olympischen Spielen von Rio, war der Bad Homburger Sönke Rothenberger neben Isabell Werth, Dorothee Schneider und Kristina Bröring-Sprehe noch das Nesthäkchen der bundesdeutschen Dressur-Equipe, gewann als „Hahn im Korb“ aber trotzdem Team-Gold. Damit, dass er und sein Pferd Cosmo dabei „nur das Streichergebnis“ waren, konnte der Bad Homburger auch gut leben, zumal ihm und Cosmo die internationale Fachwelt schon damals eine glänzende Zukunft vorausgesagt hat.

Sie sollte Recht behalten. Bei den Deutschen Meisterschaften der Dressur am Wochenende in Balve wurden Rothenberger und Cosmo gleich doppelt Deutsche Meister. Das Paar aus Bad Homburg hat die auf Sieg abonnierte Isabell Werth mit ihrem Olympiapferd Weihegold mal eben vom Thron geschubst und damit „Weihegold versilbert“.

Dass er am Freitag in der Qualifikation zum Grand Prix Special mit 0,1 Prozent (82,820 %) Vorsprung Werth (82,720 %) in die Schranken verweisen konnte, roch bereits nach einer Sensation. Dabei wäre der Vorsprung sogar noch deutlicher ausgefallen, hätte Rothenberger sich zu Beginn nicht, wie er später selbst einräumte, „wie ein Anfänger verritten“. Das kostete ihn bei fünf Richtern je zwei Punkte. Trotzdem behielt er die Nerven und freute sich hinterher umso mehr, dass es doch noch für den obersten Podestplatz gereicht hat.

Werth ist dafür bekannt, dass sie so etwas betont sportlich fair nimmt, aber eben auch dafür, dass sie dann im Hauptrennen ordentlich Gas gibt. Das hat sie am Samstag wohl auch, gereicht hat es trotzdem nicht, denn der Bad Homburger Sonnyboy weiß auch, wo bei Cosmo die Knöpfe liegen und trat ebenfalls kräftig aufs Fahrpedal: Zwischen dem Paar vom Erlenhof (83,706 %) und der 14-fachen deutschen Meisterin (82,804 %) lagen nun sogar 0,9 Prozent. Rio-Kollegin Dorothee Schneider und Sammy Davis jun. blieb mit weitem Abstand (76,804 %) Bronze.

Mit Spannung blickte die Dressurwelt dann auf den gestrigen Sonntag, als es in der Grand Prix Kür um den zweiten Meistertitel ging. Es gab drei Überraschungen: Titelverteidigerin Isabell Werth und Weihegold standen nicht mehr auf der Starterliste, zwischen Gold und Silber lagen gigantische 5,5 Prozent, so dass die dritte Überraschung schon fast keine mehr war:

Sönke Rothenberger und Cosmo hatten am Ende 88,425 Prozent auf dem Konto, seine Olympia-Partnerin Dorothee Schneider mit Sammy Davis jun. 82,975. Das Paar aus Bad Homburg war damit auch in der Grand-Prix-Kür nach einem lupenreinen Ritt mit künstlerischen Noten bis 95 Prozent zum neuen Deutschen Meister ausgerufen worden.

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