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Handball: TSG Oberursel II: Talentschmiede und Sprungbrett zugleich

Die Vorfreude ist groß. Nach dem Aufstieg über zwei Relegationsspiele hofft man mit gleich drei neuen Torhüterinnen an Bord auch eine Etage höher auf einen positiven Saisonverlauf.
„Orschels“ Damen II: Wohl dem Verein, der über einen so spielstarken Unterbau verfügt, wie die TSG Oberursel. „Orschels“ Damen II: Wohl dem Verein, der über einen so spielstarken Unterbau verfügt, wie die TSG Oberursel.
Oberursel. 

Nach der Saison ist vor der Saison. Eine Binsenweisheit im Teamsport. Deswegen sind die Handballerinnen der TSG Oberursel zurzeit mehr im schweißtreibenden Training als im kühlen Nass des Schwimmbads. Schließlich soll die kleine Erfolgsstory fortgeschrieben werden, die Mitte Mai mit dem Aufstieg in die Landesliga den bisherigen Höhepunkt erreichte.

Es war der Höhepunkt einer tollen Saison mit dem Vizemeistertitel in der Bezirksoberliga Wiesbaden/Frankfurt und dem Sprung in die zweithöchste hessische Spielklasse nach zwei aufregenden Relegationsspielen gegen die HSG Mörlen. Dem 24:19-Heimspiel-Sieg ließ das Team des Trainerinnen-Duos Kathrin Nüchter/Birgit Michelson ein 21:21 in des Gegners Halle folgen, beide Spiele wurden vor knapp 250 Zuschauern ausgetragen.

Die „Zweite“ oder die „Reserve“, wie es im Handball oft heißt, ist damit dicht herangerückt an das langjährige handballerische Aushängeschild der TSGO, die 1. Damenmannschaft, die es vor zwei Jahren sogar in die 3. Liga geschafft hat und diesmal nur ganz knapp am direkten Wiederaufstieg in die dritthöchste deutsche Spielklasse gescheitert ist.

Talenteborn sprudelt

An einem Strang wollen sie auch weiterhin ziehen bei der TSGO, die Landesliga soll nun der perfekte Oberliga-Unterbau für die nachkommenden jungen und talentierten Spielerinnen sein, wenn die 1. Mannschaft in der neuen Saison einmal mehr die 3. Liga anpeilt.

Wie wichtig der TSGO dieser Aufstieg war, zeigt auch die Tatsache, dass Chefcoach Paul Günther von der „Ersten“ in den Entscheidungsspielen mit auf der Bank saß und das Coachen steuerte. Er wird zusammen mit seiner Co-Trainerin Alexandra Müller in Zukunft auch die Jugendkoordination bei der TSG Oberursel übernehmen.

Eigentlich war es am Ende sogar ein Erfolgsquartett auf der Bank, denn mit Michelle Lange wurde eine zusätzliche erfahrene Trainerin für das Team gewonnen, die frischen Wind ins Training und auf die Bank brachte. Ein wesentlicher Baustein auf dem Weg zum Erfolg.

Das Duo Michelson/Nüchter, das auch im Vorstand der Handballabteilung an der Spitze aktiv ist, wird als treibende Kraft bei der Reanimierung des zweiten Teams in Erinnerung bleiben. Als sie vor fünf Jahren das Kommando übernahmen, waren im ersten Training fünf Spielerinnen anwesend. Um überhaupt ein spielfähiges Team stellen zu können, mussten die zwei 16-jährigen B-Jugendlichen Claire Eisele und Pia Neubert zu „Aktiven“ erklärt werden, im ersten Jahr ging es nur um den Verbleib in der Bezirksliga. Die Abstiegsrunde wurde als Tabellenerster beendet.

Mit Spielerinnen aus der eigenen TSGO-Jugend wurde die personelle Situation von Jahr zu Jahr besser, schon im zweiten Jahr wurde der Aufstieg in die Bezirksoberliga nur knapp verpasst, der dann im dritten Jahr folgte. Inzwischen tummeln sich wieder so viele motivierte Spielerinnen an den Trainingstagen in der Halle, dass für die neue Spielrunde sogar noch eine dritte Frauenmannschaft gemeldet werden konnte. Marktführer Damenhandball im Kreis ist damit eindeutig die TSGO.

Reiner Seipel beerbt Trio

Der neue Mann auf der Kommandobrücke wird aus dem Vollen schöpfen können, wenn nun der Ernst der Vorbereitung auf die neue Saison mit ersten Trainingsspielen beginnt, der Kader umfasst 22 Namen. Als Trainer hat die TSGO-Zweite den 53-jährigen Reiner Seipel verpflichtet, der Trainererfahrung in Bad Camberg und Idstein mitbringt. Er beerbt das Damen-Trio, denn Michelle Lange geht in Elternzeit, Birgit Michelson wird sich „nur“ noch um die Abteilungsleitung kümmern und Kathrin Nüchter den Part Betreuung und Organisation übernehmen.

Abschiede gehören zum Neuanfang dazu, das betrifft auch den Kader. Sinja Hoffmann zieht es für ein Jahr nach Kanada, Jana Behrens geht beruflich nach Kassel, Luna Wolf beginnt ein Studium in Stuttgart und Torfrau Nadja Gogolin darf im zarten Alter von 42 Jahren nach dem Zugang zweier neuer Torfrauen nun endlich die Handballschuhe im Schrank lassen.

Uli Radon (Bad Camberg), Alicia Zeiler (TV Petterweil) und Sabrina Neuner (eigene Jugend) sollen das Tor in der Landesliga hüten. Weitere Neuzugänge sind Rückkehrerin Anne Sailler (aus Lüneburg), Franziska Mahr (SV Seulberg), Emma Weißenborn und Juliana Geyer (beide eigene Jugend). „Wir freuen uns auf eine erfolgreiche neue Saison.“ Diesen Satz von Kathrin Nüchter unterschreiben sie alle in der großen TSGO-Familie.

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