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Fußball: Warum der 1. FC-TSG Königstein Meister wurde

In der Serie „Meisterklasse von 2018“ schaut die Taunus Zeitung auf die Fußballmeister der verschiedenen Ligen im Hochtaunuskreis. Heute: KOL-Titelträger 1.FC-TSG Königstein.
Die Rückkehr in die Gruppenliga ist geschafft: Klein und Groß freut sich beim 1. FC-TSG Königstein. Foto: Gerhard Strohmann Die Rückkehr in die Gruppenliga ist geschafft: Klein und Groß freut sich beim 1. FC-TSG Königstein.

  Die Vorsaison: Aktuell lässt es sich Bayram Mechmet im sonnigen Marbella gut gehen. Den Spanienurlaub kann der Trainer des 1. FC-TSG Königstein angesichts der erfolgreichen Saison sorglos genießen. Vor einem Jahr dürfte die Gemütslage eine andere gewesen sein. Seine erste Spielzeit als Übungsleiter in Königstein endete mit dem Abstieg aus der Gruppenliga. Sicherlich trugen auch einige Verletzungen zum Abschneiden auf Platz 15 bei, doch auch in Bestbesetzung reichte es oftmals nicht. Ihr Potenzial deutete die Mannschaft bereits mit dem Gewinn des Kreispokals an. Dort wurde im Finale Verbandsligist TSV Vatanspor Bad Homburg bezwungen.

Nachdem man sich von Spielern wie Marwin Gramowski oder Adis Pita, die andernorts Leistungsträger waren, in Königstein jedoch nicht ganz Fuß fassen konnten, trennte, wurde auf junge Talente und „gute Typen“ gesetzt. Eine Mischung, die kurzfristig ein gewisses Risiko mit sich bringen würde, wie auch der damals neuinstallierte Sportliche Leiter Till Sommerfeld gestand. Doch der eingeschlagene Kurs sollte den Verein zukunftstauglich machen und wurde trotz Abstieg nicht korrigiert. Auch an Coach Mechmet hielt man fest. Damit legten die Verantwortlichen den Grundstein für den Erfolg.

  Das Meisterjahr: Trainer und Team sind trotz – oder gerade wegen – des vorangegangenen Abstieges zu einer verschworenen Einheit zusammengewachsen. In der Kreisoberliga fand sich das passende Level, um gute Veranlagungen der Spieler zu fördern und zu verfeinern. Stolze 24 Siege und 3 Remis wurden an den 30 Spieltagen eingefahren. Dabei erzielte die stürmische Truppe beeindruckende 100 Tore. Das entspricht einem Schnitt von mehr als drei Treffern pro Partie. Zum Vergleich: In der Gruppenliga kam man auf nur 52 Tore.

  Der Erfolgsgrund: Neben den fußballerischen Qualitäten sieht Mechmet gerade charakterliche Eigenschaften seiner Spieler als Ursache des Erfolges. „Ich würde sagen, dass der Erfolgsgrund in den Tugenden Einsatzbereitschaft, Wille und Disziplin zu finden ist“, erklärt er. Nicht nur während der 90 Minuten am Wochenende, sondern auch im Rahmen der Trainingseinheiten habe sich jeder voll reingehängt. Das imponierte Mechmet, Co-Trainer Dejan Prvanovic und Torwarttrainer Tobias Kördel nachhaltig.

  Die Hauptakteure: Hier könnte man eine ganze Reihe an Namen aufführen. Etwa Kapitän Stefano Basanisi, Wirbelwind Jinseok Jeagal oder Haudegen Sami Rachdi. „Uns hat aber die mannschaftliche Geschlossenheit, Harmonie und Breite des Kaders stark gemacht“, betont Mechmet, „meiner Meinung nach müssten wir eher die Spieler nennen und ehren, die nicht so oft zum Einsatz gekommen sind und trotzdem immer wieder Vollgas für die Mannschaft gegeben haben.“ Trotz eines breiten Kaders, aus dem immer maximal 14 Mann spielen durften, gab es keine Unruhe. Die Ziele des Vereins standen über den Befindlichkeiten des Einzelnen.

  Der Ausblick: „Unser Ziel kann nur der Klassenerhalt sein“, sagt der Trainer klipp und klar. Dieser sei schwer genug zu erreichen, geht man von bis zu fünf Absteigern aus. „Es wird eine absolut brutale Saison werden, denn die Gruppenliga ist meines Erachtens nach stärker denn je“, prophezeit Mechmet. Es sei wichtig, den Schwung mitzunehmen. Mental muss das Team, das weitestgehend zusammenbleibt, wieder lernen, auch mal eine sportliche Talfahrt wegzustecken. Auf Funktionärsebene wurde bereits bewiesen, wie man auch in Krisenzeiten Ruhe behält.

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