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Volleyball: Wenn Taunusdamen um die Wette strahlen

So kann’s gerne weitergehen – werden sich die „weiblichen Schmetterlinge“ aus Bad Homburg und Bommersheim sagen. Am Wochenende wollen sie nachlegen: die HTG am Samstag (19 Uhr) gegen TG Bad Soden III, der TVB tags darauf ab 11 Uhr gegen TSV Auerbach und TV Dreieichenhain.
Ausgelassener Jubel: Der Saisonstart, den die Volleyballdamen des TV Bommersheim in der Verbandsliga Süd hingelegt haben, macht Lust auf mehr. Ausgelassener Jubel: Der Saisonstart, den die Volleyballdamen des TV Bommersheim in der Verbandsliga Süd hingelegt haben, macht Lust auf mehr.
Hochtaunus. 

Nach der Aufstiegsfeier ist vor dem Abstiegskampf – das mussten Sportarten-übergreifend schon viele Teams mit Ernüchterung feststellen. Deswegen gingen die Volleyballerinnen des TV Bommersheim nach der erfolgreichen Qualifikation für die Landesliga Süd auch mit einer Portion Demut in die neue Runde und gaben offiziell den Klassenerhalt als Ziel aus.

„Als Neuling kannten wir ja die Mannschaften um uns herum noch nicht“, erklärt Trainer Patrick Hehl, „aber insgeheim hatte ich im Hinterkopf schon den Gedanken, dass es für uns ganz gut laufen könnte.“ Dementsprechend war der Coach von dem gelungenen Saisonstart nicht wirklich überrascht: Seine Mädels holten fünf Punkte aus den beiden ersten Partien, belegen bei einer ausstehenden Begegnung auf das führende Trio Rang vier.

„Ich bin eher fast schon enttäuscht, dass wir erst über den Tie Break gewonnen haben“, so Hehl, der aber nicht dem Größenwahn verfällt. Ziel bliebe es weiterhin, schnellstmöglich die 20 Punkte zu ergattern, die in der Regel für den Ligaverbleib reichen. „aber natürlich wollen wir auf der derzeitigen Erfolgswelle weiterreiten“, sagt er, „wir sind jetzt übergreifend seit zwölf Spielen ungeschlagen.“

Glücksgriff Anne Dörr

Lediglich drei Spielerinnen hatten vor der Saison aufgehört, wurden aber allem Anschein nach gut ersetzt. „Auf der Zuspielposition hatten wir eine Lücke und haben längere Zeit extern nach Verstärkung gesucht“, berichtet Hehl. Fündig wurde man aber innerhalb des Vereins. „Anne Dörr kam aus der 2. Mannschaft und hat die Lücke gefüllt“, lobt der Trainer.

Am Boden waren bislang nur ihre Gegnerinnen: Für die HTG Bad Homburg läuft es in der Oberliga wie am Schnürchen. Das Team ist Spitzenreiter. Bild-Zoom
Am Boden waren bislang nur ihre Gegnerinnen: Für die HTG Bad Homburg läuft es in der Oberliga wie am Schnürchen. Das Team ist Spitzenreiter.

Nicht nur die „Zweite“ hält tolle Volleyballerinnen parat, auch eine dritte und seit dieser Saison sogar eine vierte Damen-Mannschaft nehmen für den TV Bommersheim an Punktspielen teil. In den beiden unteren Mannschaften kommen die Junioren aus der U16 und U15 zum Einsatz. „Wir haben da einen super Fundus an talentierten Mädels“, ist Hehl hellauf begeistert, „in dieser Form habe ich das noch nicht erlebt.“ Das will was heißen, immerhin ist Patrick Hehl seit mittlerweile 20 Jahren im Verein, spielt neben seiner Trainertätigkeit auch noch aktiv für die Herren und gibt dort in Ermangelung eines Übungsleiters zurzeit ebenfalls den Coach. Stressig sei es schon, da er momentan unter der Woche vier Mal zum Training und am Wochenende zwei Mal zu Spielen in der Halle stehen würde, gibt Hehl zu. Doch das Engagement zahlt sich aus. Wenn es so gut weitergeht, dann finden sich die Volleyballerinnen aus Bommersheim womöglich bald sogar in der Oberliga wieder.

Fünf Mal ungeschlagen

Exakt dort gibt im Moment die Mannschaft der HTG Bad Homburg den Ton an. An den ersten fünf Spieltagen blieben die HTG-Frauen ungeschlagen, holten 13 Punkte und belegen damit den Spitzenplatz in der Tabelle. „Das war so nicht unbedingt zu erwarten“, gesteht Trainer Jens Völkel, „zumal wir am ersten Spieltag in Wiesbaden einen Top-Favoriten vor der Nase hatten.“

In der Auftaktpartie gegen VC Wiesbaden III lag man auch schon 0:2 zurück, stemmte sich dann gegen die drohende Niederlage und gewann letztlich noch mit 3:2. Dieser erkämpfte Motivationsschub in Verbindung mit der starken Vorbereitung war laut Völkel ausschlaggebend für die folgende Siegesserie. „Es wäre vermessen, wenn wir jetzt sagen, dass wir bis zum Schluss ungeschlagen bleiben“, mahnt der Trainer, „aber ich bin von meiner Mannschaft überzeugt und glaube, dass sie in dieser sehr ausgeglichenen Liga jeden schlagen kann.“

Bereits in der vergangenen Saison wurde das Team verjüngt. Jetzt habe man eine sehr gute Mischung aus Routiniers und Talenten. „Ich habe im vergangenen Jahr etwas umgebaut und beispielsweise vier Spielerinnen aus der Bezirksliga geholt, die allesamt mittlerweile nicht mehr aus der Mannschaft wegzudenken sind“, berichtet Völkel. Mut zum Risiko, der nun belohnt wird. Auch Louisa Kunz, die vor der aktuellen Saison verpflichtet wurde, spielte zuletzt in Königstein noch Bezirksliga, Lisa Kreusel in Kriftel Bezirksoberliga. Orientieren können sich die Jüngeren an Stammkräften wie Kristin Bernius, Anja Beyrich und Anke Limmer. Gemeinsam soll das Team besser abschneiden als in der Vorsaison. Da schloss man in der oberen Tabellenhälfte ab. Mit Rückschlägen sei, so Völkel, aber zu rechnen. „Wird interessant, wie wir damit umgehen, wenn wir mal eins auf die Nase bekommen“, sagt er. Bei „drei Brocken“ in den restlichen fünf Spielen der Hinrunde – SSC Bad Vilbel II, VfL Marburg, Regionalliga-Absteiger FSV Bergshausen – sei dies durchaus möglich, zumal kein Team der Welt vor Krankheit oder schwacher Tagesform gefeit sei. Wer aber gegen den VC Wiesbaden II mit dem Rücken zur Wand stand und dennoch siegte, darf diese Aufgaben mit einer gesunden Portion Selbstbewusstsein angehen. Dieses haben sich die HTG und Bommersheim mit Leistung verdient.

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