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Gold im Hochsprung: Alina Schmidts Flop zum Titel

Was für ein Paukenschlag bei den Hessischen Leichtathletik-Meisterschaften der Aktiven und U18 in Fulda. Hoch, höher, Alina Schmidt – weit, weiter, Sabine Rumpf! So könnte man die Wettkämpfe untertiteln. Denn diese beiden sorgten für die absoluten Highlights aus Sicht des NNP-Landes.
Alina Schmidt (LC Mengerskirchen) vor der Anzeigetafel, die ihre übersprungene Höhe präsentiert. Alina Schmidt (LC Mengerskirchen) vor der Anzeigetafel, die ihre übersprungene Höhe präsentiert.
Limburg/Fulda. 

Der Hessenmeistertitel im Diskuswurf der Frauen ging in Fulda erwartungsgemäß an Sabine Rumpf von der LSG Goldener Grund. Der Athletin aus Niederselters gelang ein Wurf auf 51,33 m. Damit lag sie mehr als fünf Meter vor der Konkurrenz und hätte mit jedem ihrer sechs Versuche gewonnen.

Alina Schmidt vom LC Mengerskirchen gelang nicht nur der Flop vorzüglich, sondern im Hochsprung der Titelgewinn mit übersprungenen 1,63 Metern. Das war neue persönliche Bestleistung und der Sieg, denn diesmal hatte sie endlich einmal mehr Glück als die anderen, weil sie weniger Fehlversuche aufgewiesen hatte als die höhengleiche Zweitplatzierte. Das Strahlen nahm bei ihr gar kein Ende mehr, denn im Dreisprung holte sie mit 10,75 Metern zudem noch die Bronzemedaille.

Silber ging an Gina Heck (TG Camberg); den 600 Gramm schweren Speer warf sie in der U18 auf sehr gute 35,73 Meter gleich im ersten Versuch und musste dann lange zittern, weil die Dritte noch 35,47 und die Vierte 35,33 Meter warf. Die Vizemeisterschaft gelang auch Martin Böhm (LSG Goldener Grund) im 110-Meter-Hürdenlauf. Im Vorlauf hatte er sich als Drittschnellster in 15,43 Sekunden für das Finale qualifiziert. Hier steigerte er sich dann nochmals auf 15,30 und wurde Zweiter. Sein Vereinskamerad Sven Medenbach musste verletzungsbedingt passen. Beide wollen noch einmal bei den Süddeutschen Meisterschaften Ende Juni in Erding angreifen.

Ein regelrechtes Feuerwerk trommelte Paula Zollmann, Sprinterin der LG Dornburg, auf die Bahn. Im Vorlauf über 100 Meter der Frauen wurde sie mit 12,66 Sekunden gestoppt und qualifizierte sich für den A-Endlauf. Hier steigerte sie sich weiter auf 12,41 und wurde damit starke Fünfte. Einen Tag später holte sie Bronze über 200 Meter der Frauen in sehr guten 25,65 Sekunden, nachdem sie im Vorlauf bereits 25,53 gesprintet war.

Bronze gewann auch Bastian Trost (LC Mengerskirchen), der in einem schnellen Rennen erneut eine tolle 800-Meter-Zeit mit 1:59,19 Minuten anbot, jederzeit Herr der Lage war und taktisch sehr klug lief.

Teuflisch schnell war auch Philip Stahl (LG Dornburg) über 200 Meter der U18. Im Vorlauf erzielte er starke 23,13 Sekunden und ging als Drittschnellster ins Finale, wo er sich auf sensationelle 22,96 steigerte und die Qualifikation für die Deutschen Jugendmeisterschaften in Rostock erfüllte. Als Vierter aber verpasste er das Siegerpodest um zwei Hundertstelsekunden – ein Wimpernschlag. Ein tolle Entwicklung des einstigen Fußballers, der nun seine Sprintfähigkeit unter der Anleitung von Christian Lukas bei der LG Dornburg entdeckt hat.

Sehr gut war auch die Vorstellung von Hannah Marie Roth von der LG Dornburg, die im 800-Meter-Lauf der U18 Fünfte in ansprechenden 2:26:42 Minuten wurde. Im gleichen Lauf war Noelle Trost von der LG Brechen, die das Ziel nach 2:33,02 Minuten als Neunte erreichte.

Julia Werner vom TV Eschhofen überquerte im Stabhochsprung der U18 erneut ansprechende 2,95 Meter und wurde im starken Feld der Springerinnen Gesamt-Sechste. Sie war die jüngste aller Teilnehmerinnen.

Kim Eidam von der TG Camberg war nach der ersten Auswertung ihres 100-Meter-Vorlaufes eine Fabelzeit gelaufen – leider lag ein Fehler in der Zeitmessung und im Wettkampfbüro vor, was zu enormen Zeitplanverzögerungen führte. Am Ende waren es 12,95 Sekunden im Vorlauf und 12,70 im Zwischenlauf der U18. Damit wurde sie insgesamt Zwölfte. Einen Tag später sprintete sie die 200 Meter in 26,38 Sekunden als Achtbeste. Warum sie dann auf den Endlauf verzichtete, ist nicht bekannt.

Keinen guten Tag erwischte Jonas Schliffer vom TuS Weilmünster. Im Kugelstoßen der U18 landete er noch mit 12,31 Metern auf dem 6. Platz, doch dann unterliefen ihm im Diskuswurf drei ungültige Versuche, so dass er mit dem Eintrag „ohne gültigen Versuch“ gekennzeichnet wurde. Der Endkampf wäre sicherlich möglich gewesen.

Gar nicht zufrieden war Antonia Schermuly vom LC Mengerskirchen mit Rang sechs über 1500 Meter der Frauen und der Zeit von 4:57,67 Minuten, die nicht die erhoffte Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften der U23 bedeuteten. Für sie bleibt noch eine Chance in Koblenz. Platz zwölf im 200-Meter-Sprint der Männer ging nach 23,29 Sekunden an Jonas Eufinger von der TG Camberg.

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