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Fußball: Das Giganten-Debüt des Yves Böttler

Im sechsten Punktspiel feierte Fußball-Hessenligist SV Rot-Weiß Hadamar endlich den ersten Sieg. Und der fiel mit 4:0 beim VfB Ginsheim gleich deutlich aus. Dreifacher Torschütze: Neuzugang Yves Böttler.
Gleich dreimal durften Markus Neugebauer (Nr. 6) und Alexander Schraut (4) ihren Neuzugang Yves Böttler (von rechts) abklatschen. Foto: Uwe Kramer Gleich dreimal durften Markus Neugebauer (Nr. 6) und Alexander Schraut (4) ihren Neuzugang Yves Böttler (von rechts) abklatschen.
Ginsheim/Hadamar. 

Eine phasenweise erschreckend schwache Vorstellung zeigte Fußball-Hessenligist VfB Ginsheim bei der 0:4 (0:1)-Niederlage gegen Rot-Weiß Hadamar. Es gibt Fußballspiele, die den Verlierer nicht nur geknickt, sondern auch sprachlos zurücklassen. Drei Hadamarer Tore in der Schlussphase waren Ausdruck einer uninspirierten, leidenschaftslosen Vorstellung der Ginsheimer.

„Mir fällt es heute ein bisschen leichter zu reden“, sagte SVH-Trainer Torsten Kirdorf, der sich über den ersten Saisonsieg freute. Kirdorf lobte insbesondere die Einstellung seiner Mannschaft: „Wir haben heute alles rausgehauen, was geht.“ Den Unterschied machte vor allem Yves Böttler. Der vom Regionalligisten SC Hessen Dreieich gekommene Torjäger – einer von fünf Neuzugängen, die der SV Rot-Weiß kurz vor Ende der Wechselperiode geholt hat – schoss drei der vier Gästetreffer.

Wer weiß, ob die Partie anders verlaufen wäre, hätte Nils Fischer den VfB nach sechs Minuten in Führung geschossen. Nach Pass von Derrick Amoako stand der Stürmer völlig frei vor Torhüter Christopher Strauch – er war ins Rot-Weiß-Tor nach langer Verletzung zurückgekehrt –, zögerte einen Moment zu lange und scheiterte am Keeper. In dieser Situation „müssen wir mit 1:0 in Führung gehen“, sagte VfB-Trainer Artur Lemm. Fischer habe da eine „absolut hundertprozentige Torchance“ vergeben. Kierdorf sah es genauso: „Da hatten wir Glück.“ An dem Fehlschuss alleine lag es freilich nicht, dass der VfB dieses Spiel verlor. Trainer Artur Lemm zeigte sich ziemlich angefressen über die Art und Weise, wie sich seine Mannschaft präsentiert hatte. Dass die Blau-Weißen keine spielerischen Mittel fanden, hätte der Trainer gegen diesen starken SV Rot-Weiß wohl noch hingenommen. Nicht aber die Einstellung: „Wir hatten in der ersten Halbzeit nicht die Mentalität“, so der Trainer, „die wir unbedingt brauchen, um erfolgreich Fußball zu spielen“. Willig sein, ein Spiel unbedingt gewinnen zu wollen; fleißig sein, dem Gegner mit Lauf- und Zweikampfstärke unablässig zuzusetzen: Diese Tugenden gingen den VfB-Fußballern gestern völlig ab.

Mit zwei Auswechslungen und dem nun im zentralen Mittelfeld statt in der Abwehr spielenden Jörg Finger ging der VfB die zweite Halbzeit an. Eine Doppelchance von Amoako und Eray Eren (57.) sowie ein Kopfball von Finger (71.) hätten den Ausgleich bringen können. Aber ein verunglückter Rückpass von Finger, der damit Torhüter David Staegemann in Bedrängnis brachte, hatte das 0:2 zur Folge. Den abprallenden Ball schoss Yves Böttler eiskalt und abgezockt ein (81.). Was danach geschah, beobachtete Torsten Kierdorf genau: Der VfB verfiel nach dem 0:2 völlig in seiner Organisation. Der SV Rot-Weiß Hadamar kam so zu Kontern, die Yves Böttler (83.) und Jann Bangert (85.) trefflich nutzten.

Ginsheim: Staegemann, Dawit, Manneck (46. Platten), Fischer, Fisch (69. Teodonno), Murata, Amoako, Thomasberger, Eren, Finger, Kizilgöz (42. Wagner) – Hadamar: Strauch, Kuczok, Sembene (50. Pandov), Mark. Neugebauer, Zouaoui (80. Matt. Neugebauer), Böttler, Rücker, Löbig (64. Schraut), Kröner, Herdering, Bangert – Tore: 0:1 (19.), 0:2 (81.), 0:3 (83.) alle Yves Böttler, 0:4 Jann Bangert (85.) – SR: Ulbrich (Büdingen) – Zuschauer: 200.

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