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Fußballkreis Limburg-Weilburg: Das ist der Hammer: Viel weniger Absteiger als gedacht!

Wie viele Mannschaften steigen tatsächlich aus den jeweiligen Fußball-Ligen im NNP-Land ab? Wir bringen Licht ins Dunkel. Das Internet-Portal "fussball.de" jedenfalls stiftet eine Menge Verwirrung.
Symbolbild Foto: Thomas Klein (Sportfoto Klein) Symbolbild
Limburg. 

VON PATRICK JAHN

Ein Blick ins Internet-Portal „fussball.de“ sorgt nicht wirklich für Aufklärung. Die kann es aber auch gar nicht geben, denn bereits vor dem Saisonstart wird dort die maximale Anzahl der Absteiger festgelegt. Also: Vorsicht ist angesagt. Wie sieht es tatsächlich aus?
Verbandsliga Mitte: Die überregionalen Spielklassen werden dieses Jahr vom großen Dilemma verschont bleiben, denn aus der Hessenliga wird kein Verein absteigen, der die Regelung in der Verbandsliga Mitte nachhaltig beeinträchtigen würde. Hier kämpft bekanntlich der FC Dorndorf um den Klassenerhalt. Gut für den FCD: Viktoria Kelsterbach hat den freiwilligen Rückzug erklärt, wird am Ende der Saison auf den 18. Platz gesetzt und ist erster Absteiger. Davor rangiert der FSV Braunfels, der abgeschlagen ist. Und auch für die SG Oberliederbach wird es angesichts von vier Zählern Rückstand auf die Dorndorfer schwer, aber nicht unmöglich. Heißt im Klartext: Da vor der Runde mit zwei Absteigern aus der Hessenliga kalkuliert worden war und Viktoria Kelsterbach freiwillig absteigt, wäre die Mannschaft von Marc Schilling – aktuell jedenfalls – gerettet. Nur Braunfels und Oberliederbach wären die sportlichen Absteiger. Eine Abstiegsrelegation gibt es nicht. Ergo: Rang 15 reicht zum Klassenerhalt. Es ist auch nicht davon auszugehen, dass sich dieses Szenario noch einmal ändern wird.
Gruppenliga Wiesbaden: Hier bleibt es wohl bei sechs Absteigern, weil mit Oberliederbach (oder Dorndorf) ein Vertreter für die Region Wiesbaden absteigen wird. Da der RSV Weyer und der SV Rot-Weiß Hadamar 2 hiermit nichts zu tun haben, kämpft lediglich der RSV Würges um den Ligaverbleib. Doch auch hier sieht es sehr gut aus, denn die Mannschaft von Trainer Friedel Müller weist mit 35 Punkten nach 28 Spielen eine mehr als gute Ausgangslage auf. Wenn die „Roten“ also nicht total einbrechen, müsste das eigentlich reichen. Das wiederum hat erhebliche Auswirkungen auf die Geschehnisse in den heimischen Kreisligen.
Alle hoffen auf den RSV Würges
Kreisoberliga:
Die Vereine dürfen aufatmen: Hält Würges die Gruppenliga, wird nur der Tabellenletzte absteigen. Das ist aktuell der TuS Dehrn, der eine Spielgemeinschaft mit dem VfR Niedertiefenbach eingehen wird. In die Abstiegsrelegation geht aktuell der TuS Obertiefenbach, alle davor angesiedelten Teams wären auch in der nächsten Runde Kreisoberligisten. Sollte es den RSV Würges doch noch erwischen, erhöht sich die Anzahl entsprechend um eine Mannschaft.
Kreisliga A: Der Letzte, aktuell der FC Dorndorf 2, steigt direkt ab, die SG Taunus müsste in die Abstiegsrelegation mit den beiden Zweiten der B-Ligen. Aber: Wenn der VfR Niedertiefenbach bis zum 15. Mai den freiwilligen Abstieg (aufgrund des Zusammenschlusses mit dem TuS Dehrn) erklärt, würde er nach dem 34. Spieltag auf Platz 18 gesetzt und wäre damit automatisch der „sportliche“ Absteiger. Der FC Dorndorf 2 müsste folglich in die Relegation und alle darüber stehenden Teams wären gerettet. Verzichtet der VfR Niedertiefenbach auf den freiwilligen Abstieg, wird erst nach der Relegation entsprechend aufgefüllt. Heißt im Klartext: Aus der Aufstiegsrunde würden zwei von drei Teilnehmern im kommenden Jahr A-Liga spielen. Dem Vernehmen nach wird der Kreisfußballausschuss die Verantwortlichen des VfR der Fairness halber darum bitten, den freiwilligen Abstieg zu erklären.
Kreisligen B: In den beiden neu gegründeten B-Ligen gibt es hingegen keinen Grund zur Hoffnung. Hier wird es bei zwei Direktabsteigern je im Norden und Süden bleiben. Der jeweils Drittletzte ermittelt mit den beiden Dritten aus den zwei C-Liga-Gruppen einen weiteren B-Liga-Teilnehmer. Auch ein Mitgrund hierfür ist, dass es in den beiden B-Ligen keine Richtzahlen gibt. Wenn es also kurios läuft, könnte es in der kommenden Saison in der B-Liga Süd eine deutlich kleinere Liga geben als im Norden. Ob dann „geschoben“ wird, bleibt abzuwarten.


In Summe bedeutet dies also: Die abstiegsgefährdeten Teams – vor allem aus Kreisoberliga und A-Liga – drücken dem RSV Würges in der Gruppenliga die Daumen, während die A-Ligisten zusätzlich auf den freiwilligen Abstieg des VfR Niedertiefenbach hoffen.

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