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Fußball: Der Ahlbacher Hartplatz: Er möge in Frieden ruhen

Von Es war sozusagen seine Beerdigung – und die ging mit jeder Menge Fußball und vor vielen Zuschauern vonstatten: Der altehrwürdig Ahlbacher Hartplatz ist jetzt die Baustelle für den künftigen Kunstrasenplatz.
Die Ahlbacher Traditionsmannschaft vor ihrem letzten Einsatz auf dem alten Hartplatz. Die Ahlbacher Traditionsmannschaft vor ihrem letzten Einsatz auf dem alten Hartplatz.
Limburg-Ahlbach. 

Auf ihm wurden viele Schlachten geschlagen. Auf ihm ging es um Meisterschaften, Titel, Aufstiege und Pokalsiege – aber nicht selten auch um Punkte gegen den Abstieg. Jetzt ist der Ahlbacher Hartplatz, der an manchen trockenen Sommertagen vor Staub kaum zu erkennen war und an frostigen Wintertagen einer Betonpiste glich, Geschichte. „Endlich“, werden viele sagen. Einige derer, die ihm „die letzte Ehre erwiesen“, waren auch voller Wehmut.

Sie bestritten das letzte Hartplatzspiel: die Alten Herren des TuS Ahlbach und der SG Ellar/Oberzeuzheim/Hintermeilingen mit der „la Ola“. Bild-Zoom
Sie bestritten das letzte Hartplatzspiel: die Alten Herren des TuS Ahlbach und der SG Ellar/Oberzeuzheim/Hintermeilingen mit der „la Ola“.

Die Männer aus der Traditionsmannschaft des TuS Ahlbach kannten den Hartplatz mit am besten. Gegen die AH des TuS Dietkirchen feierten sie noch einmal einen 2:0-Sieg, und das vor stattlicher Kulisse. Die Fans wollten ihre Ahlbacher „Idole“ der letzten Jahrzehnte noch einmal anfeuern. Auf dem Ascheplatz führte Kapitän Franz Tritschler die TuS-Auswahl aufs Feld. Besonders der agile Marcel Demaré, vor einiger Zeit noch Stammspieler der 1. Mannschaft der SG Ahlbach/Oberweyer, wirbelte ein ums andere Mal in der Abwehr der Reckenforstler und erzielte mit einem sehenswerten Schuss die verdiente Führung. Markus Mambeck erhöhte auf 2:0 und zum Endstand. Auch der TuS hatte einige Torchancen, die von den guten Torhütern Frank Naumann und Björn Mink pariert wurden. Nach dem Abpfiff durch den tadellosen Schiedsrichter Waldemar Podvitelski trafen sich zahlreiche ehemalige Ahlbacher Spieler aus den letzten fünf Jahrzehnten TuS-Geschichte im Vereinsheim, um noch lange über die alten Zeiten und denkwürdigen Spiele zu reden. Einig war man sich besonders in einer Sache: Es war ein gelungener und würdiger Abschied für den Ahlbacher Hartplatz.

Das letzte blutige Knie auf dem Hartplatz gehört Thomas Roth. Bild-Zoom
Das letzte blutige Knie auf dem Hartplatz gehört Thomas Roth.

Adieu sagen wollte auch die AH des TuS Ahlbach, die sich von der SG Ellar/Oberzeuzheim/Hintermeilingen mit 1:1 trennte. Es war das traditionelle Saisonfinale der beiden Teams. Gegen eine starke Mannschaft mit dem herausragenden Stürmer Hayati Bozkurt sicherten sich die Ahlbacher dank einer starken kämpferischen Leistung das Unentschieden. Das letzte Tor auf dem alten Platz erzielte Mittelfeldmotor Dirk Hammrich, das letzte blutige Knie auf der roten Erde holte sich Verteidiger Thomas Roth, der mit beherztem Einsatz die Punkteteilung für den TuS rettete.

Die Altherren-Mannschaft TuS Ahlbach um Teammanager Klaus Hilb ist mit rund 40 Mitgliedern und 25 Aktiven das einzige Team im Verein, das bislang ohne Spielgemeinschaft existiert und sich natürlich auch auf eine Zukunft mit Kunstrasen freut.

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