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Mensfelder Christoph Fischer: Der „Herr der Sportstudenten“

Generalsekretär des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes? Klingt nach einem hochinteressanten Job – und ist es auch, erzählt der Mensfelder Christoph Fischer.
Die deutsche Universiade-Delegation marschiert ins Stadion von Taipeh. In der Bildmitte (mit Brille): Christoph Fischer. Die deutsche Universiade-Delegation marschiert ins Stadion von Taipeh. In der Bildmitte (mit Brille): Christoph Fischer.
Hünfelden-Mensfelden. 

Kürzlich reiste Christoph Fischer für drei Wochen nach Taipeh zur Universiade, den Weltspielen der Studenten mit über 12000 Teilnehmern. Um zu arbeiten, versteht sich. Der Mensfelder ist ein vielbeschäftigter Mann. Der 44-Jährige ist Generalsekretär eines wahrlich riesigen Verbandes, nämlich des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes – kurz: „adh“. Organisiert sind im „adh“ 196 Hochschulen aus ganz Deutschland mit über zwei Millionen sportbegeisterten Studenten.

Der Mensfeldener Christoph Fischer steht dem Verband als Generalsekretär vor, muss organisieren, repräsentieren und verhandeln (siehe Info-Text). Ein Job, den der 44-Jährige „spannend“ findet, der aber auch anstrengend sein kann. Schließlich trägt er viel Verantwortung und muss auch öfter mal länger als üblich arbeiten.

Schon früh hatte der gebürtige Limburger seine Liebe zum Sport entdeckt. Christoph Fischer wuchs im Hünfeldener Ortsteil Mensfelden auf, übte sich im dortigen TuS im Turnen und der Leichtathletik; auch Fußball spielte er in der Jugend begeistert. „Meine Wurzeln im Sport liegen definitiv hier“, sagt Fischer, der seit kurzem auch wieder in seiner Heimatgemeinde wohnt. Das Abitur hatte er an der Tilemannschule in Limburg abgelegt – natürlich mit Sport-Leistungskurs.

Bei Fischer laufen die Fäden zusammen

Christoph Fischer repräsentiert und koordiniert den Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband, der studentische Wettkämpfe organisiert und Dienstleister für die Hochschulsporteinrichtungen

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Danach machte Christoph Fischer erstmal eine Lehre bei der Bank, bis er feststellte, dass er eigentlich zum Sport gehört. So fing er ein Studium der Sportwissenschaften mit Schwerpunkt Sportmanagement in Köln an und arbeitete nach dem Abschluss weiter an der Deutschen Sporthochschule. In diesem Jahr folgte die Promotion im Bereich „Politische Interessensvertretung im Sport“. Im August 2015 wechselte Fischer dann zum „adh“ ins hessische Dieburg.

125 deutsche Athleten

Kürzlich durfte Christoph Fischer nach Taipeh auf die ostasiatische Insel Taiwan zur Sommer-Universiade, den Weltspielen der Studierenden. Als stellvertretender Delegationsleiter des deutschen Teams kümmerte er sich um 125 Athleten. Während die Sportler wie etwa der Weltklasse-Speerwerfer Andreas Hofmann Höchstleistungen erbrachten, werkelte Fischer im Hintergrund an der Organisation und Koordination. „Da musste ich auch mal zwölf bis 14 Stunden arbeiten“, erzählt er. Von der Universiade an sich war Christoph Fischer sehr angetan: „Es war beeindruckend, dabeisein zu können. Eröffnungs- und Abschlussfeier waren in etwa wie bei den Olympischen Spielen.“ Auch die Organisation und Infrastruktur vor Ort überzeugte. „Olympiawürdig“, meint der Mensfelder. In Taipeh gab es – wie bei olympischen Spielen – ein großes „Dorf“ für die insgesamt mehr als 12 000 Teilnehmer.

Nach gut zwei Wochen Arbeit im Dienste der Sportler gönnte sich der Mensfelder noch vier Tage Urlaub auf Taiwan – eine Insel, die mit der Volksrepublik China im ständigen Konflikt um die politische Anerkennung steht. „Es ist bemerkenswert, wie gastfreundlich die Leute dort sind“, erzählt er. „Und das Publikum war super begeisterungsfähig – und zwar für alle Sportler, nicht nur für die Taiwaner.“

Das riesige Sportereignis sei eben einmalig für die 23 Millionen Einwohner zählende Insel gewesen. Nahezu einmalig sind auch die klimatischen Bedingungen dort: 37 Grad und bis zu 90 Prozent Luftfeuchtigkeit machten allen zu schaffen. Aber Christoph Fischer „schafft“ eben vieles – da ist das Klima kaum ein Problem . . .

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