E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 17°C

Wassersport: Feuerwerk von Figuren

Die Kanu-Europameisterschaft im Freestyle war für das Limburger Team eine Herausforderung. Am besten kam damit Philip Josef zurecht.
Zeigte auch bei der Europameisterschaft in der Slowakei sein großes Talent: Philip Josef (16) vom KC Limburg belegte den fünften Rang. Zeigte auch bei der Europameisterschaft in der Slowakei sein großes Talent: Philip Josef (16) vom KC Limburg belegte den fünften Rang.
Limburg. 

Die Freestyle-Europameisterschaft in der Slowakei werden die Athleten des KC Limburg in besonderer Erinnerung behalten. Für sie bedeutete das umfangreiches Teamtraining vor Ort, war doch die offizielle Trainingszeit vor den Wettkämpfen auf drei Tage beschränkt, in denen jedes Team nur 90 Minuten zur Verfügung hatte. Einige der Athleten hatten ihren gesamten Urlaub „spendiert“, um noch weitere Wochen an der Wettkampfstrecke zu verbringen und sich vorzubereiten.

Die EM wurde abends mit einer eindrucksvollen Feier – bestehend aus folkloristischen, aber auch südamerikanischen Darbietungen – im Zentrum der schönen Donaustadt Bratislava eröffnet. Über vier Tage fanden dann die Wettkämpfe auf der Slalomstrecke in Cunovo unweit der Grenze zu Ungarn statt. Da die Anlage zwei parallele Strecken bietet, konnten zeitgleich die U23- und Junioren-Europameisterschaft im Kanu-Slalom ausgetragen werden, was dem ganzen einen größeren Rahmen gab und für die Zuschauer freilich noch interessanter machte.

Beim Kanu-Freestyle müssen die Paddler in einer Wasser-Walze ihre Tricks, sogenannte Moves, zeigen. Ähnlich anderen Freestyle-Sportarten wie Snowboard oder BMX werden diese je nach Schwierigkeitsgrad von drei Schiedsrichtern bewertet. Über Vorläufe, das Halbfinale und Finale mit jeweils 45 Sekunden langen Präsentationen werden schließlich die Besten ermittelt.

Fabian Lenz startetet dieses Jahr erstmals bei den Herren der Kajak-Klasse. In den Vorläufen kämpfte der Limburger hart um den Einzug ins Halbfinale der besten Zehn. Allerdings konnte er seine trainierten Moves nicht so umsetzen wie erhofft und landete schließlich auf dem 14. Platz.

Bei den Damen startete Stefanie Schmollack. Sie kam mit den Tücken der Wettkampfstrecke nicht klar – Rang 23 konnte freilich nicht zufriedenstellen.

Bei den Canadier-Athleten war das Limburger Team durch den 16-jährigen Philip Josef vertreten, der sich als jüngster Fahrer mit den alten Hasen messen musste. Hatte er bereits bei der Weltmeisterschaft 2017 in Argentinien mit Platz 14 für Aufmerksamkeit gesorgt, legte er in Cunovo so richtig los und startete in den Vorläufen ein wahres Feuerwerk von Figuren, was ihm mit deutlichen Punktevorsprung den Einzug ins Finale der besten Fünf sicherte. Dort konnte sich Philip Josef als Fünfter zwar nicht verbessern, er begeisterte aber erneut die Zuschauer mit seinen Moves, vor allem mit seiner abschließenden Paddel-Gitarren-Einlage.

Das deutsche Team erzielte mit einer Gold- und einer Silbermedaille sowie vier Finalteilnahmen positive Ergebnisse. Das Limburger Team blickt nach den guten Platzierungen in diesem Jahr daher mit Zuversicht in die Zukunft – die Weltmeisterschaft 2019 im katalanischen Sort lockt.

Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen