Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Titelbild Mainova Marathon Laufsport - alles rund um den Mainova IRONMAN Frankfurt 2017 Frankfurt am Main 19°C

Fußball-Kreisoberliga Limburg-Weilburg: Medak: „Jetzt ist jedes Spiel ein Endspiel“

Während auf allen Sportplätzen derzeit der Ball ruht, ist es an der Zeit, Zwischenbilanz zu ziehen. NNP-Mitarbeiter Patrick Jahn blickt zurück und voraus. Heute: Die Kreisoberliga Limburg-Weilburg mit dem Tabellenführer RSV Würges.
Mit bisher 17 Treffern ist Manuel Meuth nicht nur Torjäger Nummer eins beim Tabellenführer RSV Würges, sondern zudem der drittbeste Stürmer der Fußball-Kreisoberliga Limburg-Weilburg überhaupt. Mit bisher 17 Treffern ist Manuel Meuth nicht nur Torjäger Nummer eins beim Tabellenführer RSV Würges, sondern zudem der drittbeste Stürmer der Fußball-Kreisoberliga Limburg-Weilburg überhaupt.
Limburg. 

Vor Rundenbeginn der Fußball-Kreisoberliga Limburg-Weilburg waren es die „üblichen Verdächtigen“, denen man den Aufstieg in die Gruppenliga Wiesbaden zugetraut hatte. Inzwischen kommt es nicht überraschend, dass mit dem RSV Würges, der SG Merenberg, dem TuS Obertiefenbach, dem SV Elz und dem SV Mengerskirchen fünf Teams an der Spitze der Tabelle stehen, von denen man es auch durchaus erwarten durfte. Lediglich die SG Weinbachtal blieb als Tabellen-Neunter völlig hinter den Erwartungen zurück, und das, obwohl sich die SG doch deutlich verstärkt hatte.

Extra: Kopf an Kopf: Meister und Tahiri

Die erfolgreichsten Torjäger der Fußball-Kreisoberliga Limburg-Weilburg: 1. Moritz Meister (SV Mengerskirchen) und Ilir Tahiri (TuS Frickhofen) beide 19 Tore; 3.

clearing

Ohnehin präsentiert sich die Kreisoberliga wieder einmal enorm ausgeglichen, kann doch der Tabellenletzte auch mal den Spitzenreiter ärgern. Und doch zeichnen sich vor allem die Top-Teams durch eines aus: Konstanz. Ein Aspekt, der der als Geheimfavorit gehandelten SG Niedershausen/Obershausen gegen Mitte der Hinrunde völlig abhanden gekommen war. Die Mannschaft aus dem Kallenbachtal, die personell vor allem in der Offensive ausgezeichnet besetzt ist, fand erst nach dem Trainerwechsel von Sven Helbig zu Kamil Heblik wieder in die Spur und gewann die letzten sieben Spiele vor der Winterpause.

Wesentlich stabiler präsentierten sich vor allem der RSV Würges, die SG Merenberg und der TuS Obertiefenbach. Diese drei Mannschaften spielten „Bäumchen-Wechsel-Dich“ im Kampf um die Tabellenspitze. Da vor allem den Obertiefenbachern gegen Ende die Puste ausgegangen war, nutzte der RSV Würges mit drei Siegen zum Jahresabschluss die Gunst der Stunde und feierte die „Winter-Meisterschaft“. Der Würgeser Trainer Mihael Medak macht seiner Mannschaft allerdings keinen großen Druck für die Restsaison: „Unser Ziel ist nicht primär der Aufstieg, auch wenn wir wissen, dass er vermutlich von uns gefordert wird. Wir wissen aber auch, in welche Richtung es gehen kann, wenn man mal aufgestiegen ist. Deswegen wollen wir es natürlich schon schaffen, doch wir gehen sehr bedacht an dieses Unterfangen heran. Aus diesem Grund wäre es für uns kein Beinbruch, sollte uns der Aufstieg nicht gelingen.“

Medak weiß aber auch, wie seine Truppe die restlichen Spiele nach der Winterpause angehen muss: „Für uns ist ab jetzt jedes Spiel ein Endspiel. Wenn wir denken, dass wir unsere Spiele im Vorbeigehen gewinnen, wird es am Ende nicht reichen.“ Auch seine Spieler nimmt der Ex-Oberliga-Spieler daher in die Pflicht: „Wenn man oben steht, entsteht auch eine gewisse Arroganz. Diesen persönlichen Höhenflug müssen wir vor allem bei den jüngeren Spielern unterbinden.“ Den ärgsten Konkurrenten im Kampf um den Titel sieht Mihael Medak im Übrigen in der SG Merenberg: „Wenn sie personell in Bestbesetzung sind, werden sie unser gefährlichster Gegner sein. Vor allem in der Offensive hat Merenberg enorme Qualität.“ Am Personal des Tabellenführers ändert sich derweil relativ wenig, denn abgesehen von der Tatsache, dass Tayfun Baydar, Martin Heinrich und Mazlum Sayan den ehemaligen Oberligisten verlassen, bleibt der Kader der „Roten“ ansonsten komplett zusammen. Ob Medak selbst in Verbindung mit Krisztian Szekely auch über die Saison hinaus die Verantwortung trägt, steht indes noch nicht fest: „Grundsätzlich sind wir gewillt, zu bleiben. Wir werden uns im Januar zusammensetzen und schauen, welche Möglichkeiten es gibt, uns zu verstärken, falls der Aufstieg gelingt.“

Im Tabellenkeller gab es vor allem zu Saisonbeginn eine Überraschung, mit der niemand wirklich gerechnet hätte. Die SG Selters hatte einen kapitalen Fehlstart hingelegt und stand nach elf Partien mit mickrigen zwei Zählern abgeschlagen am Tabellenende. Dann aber war der 7:0-Sieg gegen die SG Heringen/Mensfelden Mitte Oktober so etwas wie ein „Türöffner“. Ab diesem Zeitpunkt spielten sich die „Wassermänner“ nahezu in einen Rausch und blieben bis zur Winterpause achtmal unbesiegt. Mehr als beachtlich war vor allem das letzte Spiel des Jahres, als Selters bei Aufstiegsaspirant TuS Obertiefenbach mit 3:0 die Oberhand behalten hatte. Und doch ist Selters nach wie vor in Gefahr, reicht die Abstiegszone doch bis zum Neunten, SG Weinbachtal. Lediglich fünf Zähler trennen die Spielgemeinschaft vom Relegationsrang.

Die halbe Liga bangt

Ähnlich verlief die Saison für den VfL Eschhofen, der ebenfalls mit sieben Pleiten katastrophal gestartet war, dann aber nach einem 6:4-Erfolg beim SV Elz die Kehrtwende einläutete und mittlerweile beachtliche 20 Zähler auf der Habenseite aufweist. Die halbe Liga bangt also. Schlusslicht ist die FSG Dauborn/Neesbach, die mit 15 Punkten schon eine starke Restsaison braucht, um den Klassenerhalt zu schaffen. Doch auch bei der Mannschaft von Spielertrainer Dominic Voss hat man vernommen, dass das rettende Ufer durchaus in Sichtweite liegt. Es folgen die beiden Aufsteiger vom TuS Waldernbach (16 Punkte) und der SG Heringen/Mensfelden (18). Vor allem für die Gemeinde Hünfelden droht im Übrigen der Super-Gau, sollte die SG Kirberg/Ohren/Nauheim aus der Gruppenliga sowie die FSG Dauborn/Neesbach und die SG Heringen/Mensfelden aus der Kreisoberliga absteigen. Zu den positiven Überraschungen zählen bisher vor allem der TuS Dietkirchen 2 und der FCA Niederbrechen. Während bei der Elf vom Reckenforst nach den Abgängen der 1. Mannschaft bei der zweiten Garnitur Schlimmstes hatte befürchtet werden müssen, zeigt die junge Mannschaft, dass es anders geht und hat sich auf einem ganz starken sechsten Rang eingenistet. Ebenfalls als stark bezeichnet werden darf das Auftreten von Aufsteiger FCA Niederbrechen, der nach anfänglichen Problemen seinerseits komfortabel auf Rang acht liegt. Der Klassenerhalt dürfte somit wohl nur noch Formsache sein.

Und dennoch bleibt das Kreisoberhaus sowohl im Kampf um den Aufstieg als auch im Ringen um den Klassenerhalt mehr als spannend. Eine Prognose scheint schwierig, doch vieles deutet darauf hin, dass die Meisterschaft zwischen dem RSV Würges und der SG Merenberg entschieden wird. Außenseiterchancen haben noch der TuS Obertiefenbach und vielleicht sogar die SG Niedershausen/Obershausen, sollte sie ihre bestechende Form von vor der Winterpause beibehalten können. In der Kreisoberliga dürfen sich alle einer Tatsache sicher sein: Hier kann wirklich jeder jeden schlagen.

Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse