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Basketball: Der neue Baskets-Trainer Thorsten Schulz hat klare Vorstellungen

Die Trainersuche der Rhein-Main Baskets hat ein Ende gefunden. Thorsten Schulz tritt das Amt beim Basketball-Zweitligisten und damit die Nachfolge von Peter Kortmann an.
Thorsten Schulz Foto: Marcel Lorenz Thorsten Schulz
Main-Taunus. 

Der 39-jährige Leimener, der sich selbst als diszipliniert und leidenschaftlich bezeichnet, bringt viel Erfahrung mit. Im Interview spricht Schulz über seine Motivation, die künftige Pendelei und warum er als harter Hund gesehen wird.

 

Herr Schulz, was führt einen Leimener, der in Sandhausen als Trainer tätig ist, zur Spielgemeinschaft nach Langen?

THORSTEN SCHULZ: Mich reizt es einfach wieder, auf höherem Niveau zu trainieren. Da wird auch taktisch mehr gefordert. Außerdem kann ich bei den Baskets mit jungen Spielerinnen arbeiten und sie verstärkt in die Mannschaft einbauen. Ich hatte schon früher mal Kontakt zu Präsidentin Silke Dietrich. Damals hat es leider nicht gepasst, jetzt schon.

Aber von ihrem Wohnort in Leimen ist Langen es ja nicht gerade um die Ecke?

SCHULZ: Das stimmt, 80 Kilometer um genau zu sein (lacht). Ich werde zu drei Trainingseinheiten in der Woche sowie zu den Spielen nach Langen kommen. Klar, fallen da auch Fahrtkosten an, aber ich freue mich auf die Aufgabe.

Wie lässt sich die Tätigkeit mit dem Trainerjob in Sandhausen vereinbaren?

SCHULZ: Priorität haben die Baskets, das ist auch so abgesprochen. In Sandhausen arbeite ich schon lange, speziell auch im Jugendbereich. Das will ich auch fortführen. Dort müssen wir eben etwas den Trainingsplan abstimmen.

Inwieweit haben Sie das Geschehen bei den Baskets zuletzt verfolgt?

SCHULZ: Da ich in Leimen früher selbst in der 2. Liga trainiert habe, kennt man die Liga und den Verein natürlich schon etwas. Außerdem ist es heutzutage ja nicht so schwer, an Informationen zu kommen. Wie gesagt: Kontakte gab es vorher auch schon mal.

2013 waren die Baskets noch deutscher Vizemeister. Jetzt will es in der 2. Liga nicht so wirklich vorangehen, auch wegen der überschaubaren Möglichkeiten. Wie schätzen Sie die Lage ein?

SCHULZ: Dass die glorreichen Zeiten erstmal vorbei sind, ist mir natürlich nicht entgangen. Es wurde leider verpasst, den Nachwuchs früher und gezielter zu fördern und damit die Lücke zu schließen. Aber jetzt kommt etwas nach, auf dem wir aufbauen können. Das wird auch künftig unser Weg sein.

Wie ist Ihr Eindruck vom Team und wie weit sind die Personalplanungen?

SCHULZ: Die ersten Einheiten haben wir hinter uns. Die Mädels sind technisch und körperlich auf einem guten Stand. Das Grundgerüst steht mit den erfahrenen deutschen Spielerinnen und Talenten aus der U18. Ich werde mir ein genaues Bild machen, um zu sehen, wo wir noch was machen müssen. Das gilt für die Ausländerposition, aber auch für zwei, drei mögliche Zugänge aus der Region. Da habe ich mein Netzwerk bereits angezapft.

War der Weg zum Trainer für Sie schon vorgezeichnet?

SCHULZ: Nein, das kam eher zufällig. Als Spieler konnte ich mir nie vorstellen, Trainer zu werden. Doch plötzlich wurde ich gefragt, ob ich eine Mannschaft übernehmen will. So hat es angefangen und ich habe schnell Gefallen daran gefunden. Noch in meiner Zeit als Industriemechaniker habe ich die Lizenzen gemacht und der Wunsch wurde immer stärker, das auch hauptberuflich zu machen.

Was für ein Trainertyp sind Sie? Harter Hund oder bester Kumpel?

SCHULZ: Witzigerweise wird mir nachgesagt, ein harter Hund zu sein, obwohl ich mich selbst eher als weich bezeichnen würde.

Woher kommt die unterschiedliche Wahrnehmung?

SCHULZ: Für mich steht Einsatz über allem. Wenn jemand Fehler macht, ist das okay. Wenn jemand keine Einstellung in der Verteidigung zeigt, werde ich wütend. Und das zeige ich dann auch. Grundsätzlich bin ich ein Trainer, der Basketballspielen lassen will und an keinem System stur festhält.

Wie sehen die nächsten Ziele aus – persönlich und mit der Mannschaft?

SCHULZ: Für mich zählt es erstmal, mich im Umfeld wohlzufühlen. Dann lasse ich alles auf mich zukommen. Wenn wir das Team zusammenhaben, wird man sehen, was machbar ist. Aber ich denke, ein Mittelfeldplatz mit Blick auf die Play-off-Ränge ist das Ziel. Bis zu Saisonbeginn stehen noch sechs Testspiele – unter anderem gegen Krofdorf, Grünberg und Sandhausen – sowie ein Pokalspiel an. Dann wissen wir, wo wir stehen.

Bleibt bei diesem intensiven Basketball- Programm für Sie überhaupt noch Zeit für andere Dinge?

SCHULZ: Oh ja, die gibt es. Zum einen habe ich eine knapp drei Monate alte Tochter, die mich sehr glücklich macht. Das ist für mich auch wichtiger als jeder sportliche Erfolg. Und dann schraube ich noch gerne an meinen beiden Oldtimern herum.

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