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Fußball: Der neue Cheftrainer von Verbandsligist DJK Flörsheim gibt sein Debüt beim Auswärtsspiel in Waldbrunn

Hans Richter hätte bei DJK Flörsheim wohl nicht aufgehört, wenn Kristian Maslanka nicht als sein Nachfolger bereit gestanden hätte. Der 26-jährige Co-Trainer bekam vom scheidenden Routinier kurz vor dessen Rücktritt noch den Chefcoach-Segen.
Fatih Turan (rechts) und seine Mitspieler von der DJK Flörsheim müssen am Sonntag in Waldbrunn liefern. Foto: Marcel Lorenz Fatih Turan (rechts) und seine Mitspieler von der DJK Flörsheim müssen am Sonntag in Waldbrunn liefern.
Flörsheim. 

„Kristian ist ein guter Mann. Er wird das regeln“, gab der 59-jährige Richter dem neuen, sportlich Hauptverantwortlichen mit auf den Weg. Diese Worte werden dem Trainer-Neuling gutgetan haben.

Kristian  Maslanka Bild-Zoom Foto: Marcel Lorenz
Kristian Maslanka

Nachdem Maslanka als aktiver, defensiver Mittelfeldspieler aus der Jugend von Kickers Offenbach beim FCA Darmstadt, Eintracht Frankfurt II, Wormatia Worms, Bayern Alzenau und eben seinem Ausbildungsverein am Bieberer Berg 142 Regionalliga-, 25 Hessenliga-, und sogar ein DFB-Pokalspiel gegen Hannover 96 (2:3) absolviert hat, steht für den unerfahrenen Übungsleiter nun seine erste Aufgabe als Cheftrainer an. „Ich bin froh, dass der Verein mir diese super Chance einräumt“, meint der junge Fußballfachmann, der seine aktive Karriere erst vor einem Jahr verletzungsbedingt aufgegeben musste. „Sicher werde ich als Trainer einige Fehler machen. Diese Aufgabe ist für mich aber so interessant, dass ich nach Rücksprache mit Hans Richter, Dirk Ludwig und Sadik Can nicht lange gezögert habe.“ Bis zum Sommer stand er noch beim OFC unter Vertrag und hospitierte dort beim damaligen Cheftrainer Oliver Reck. „Ihm habe ich über die Schulter geschaut und schon das ein oder andere mitgenommen.“ Auch unter Hans Richter habe er viel gelernt und gerne mit ihm zusammengearbeitet. „Das Problem lag nicht bei Hans. Es geht eher um die Mannschaft, die mehr zusammenhalten muss und sich nicht zerfleischen darf“, stellt der neue Chef klar. Deswegen werde er nun „alles genau beobachten“ und auf sein Gefühl hören. Vor dem Spiel als Tabellen-13. beim Zwölften Waldbrunn kündigt er an, „nicht unbedingt nur auf die Qualität“ zu achten. „Wenn sich Jungs aus der zweiten Reihe voll reinhängen und mehr Einsatz und Charakter zeigen als die Stammspieler, werden sie den Vorzug erhalten.“

Gerade weil Maslanka selbst bis vor Kurzem noch Spieler war, weiß er, dass impulsive Charaktere ihre Emotionen manchmal nicht in den Griff bekommen. „Diese Aggressivität sollten die Jungs dann aber nicht gegen ihre Mitspieler oder den Schiedsrichter richten, sondern sie in Motivation und positive Energie fürs Teamgefüge umwandeln“, regt der 26-Jährige an. „Ich kann nicht zaubern, deswegen müssen wir versuchen, Schritt für Schritt die kleineren Baustellen zu beheben.“ Vor dem Waldbrunn-Spiel am Sonntag (15 Uhr) führte Maslanka mehrere Mannschaft-, Gruppen- und auch Einzel-Gespräche. „Die Jungs haben ja schon gegen Breidenbach, Schwanheim und Wörsdorf gezeigt, dass sie es können. Eine Frage der Qualität ist es also nicht – sondern eher der Mentalität.“ Diese möchte er nun nach und nach aus seinem Team herauskitzeln. „Das kann nicht in ein paar Wochen passieren, das dauert Monate“, weiß Maslanka. Deswegen gab es mit den Vereinsverantwortlichen auch keine Absprache bis zum Winter oder bis zum Saisonende. „Wir gehen da ganz ohne Druck ran. Wenn es passt, dann kann es gerne mit mir weitergehen. Wenn nicht, bin ich keiner, der sich querstellt.“ Zwar stehe er mehr oder weniger alleine in der Verantwortung für Punkte gegen den zweiten Verbandsliga-Abstieg im dritten Jahr. „Dirk Ludwig und Sadik Can haben mir aber zugesagt, dass sie mich wo es nur geht unterstützen.“ Für Sonntag hofft Maslanka auf die Rückkehr von Sturmtank Pierre Massfeller. Auch hinter den angeschlagenen Laszlo Vagi und Maxim Bujnov stehen noch Fragezeichen. Abschließend gibt der junge Richter-Nachfolger die Marschrichtung vor. „Hans ist zurückgetreten, um ein Zeichen zu setzen. Hoffentlich kommt jetzt dieser Ruck, der durch die Mannschaft gehen muss. Es geht in Waldbrunn weniger darum, wer auf dem Platz steht, sondern wie das Team sich präsentiert.“

(awo)

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