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Die Buggy-Fraktion

Sie gehörten zu den auffälligsten Teilnehmern: Sportliche Mütter und Väter, die ihre Kleinkinder einfach mit auf die Strecke nahmen.
Höchst. 
Volle Kraft voraus: Sevim Haaß beim Zieleinlauf mit ihren drei Kindern. Bild-Zoom
Volle Kraft voraus: Sevim Haaß beim Zieleinlauf mit ihren drei Kindern.
Sevim Haaß ist eine drahtige Frau, gestern hat sie auf der Strecke aber besonders viel Platz benötigt. Die dreifache Mutter schob ihre drei Kinder Sidan, Aliya und Kiyan in einem speziellen Gefährt vor sich her. Papa Stephan war auch mit von der Partie, jedoch konnte er dem Rest der Familie (44:41 Minuten) nicht folgen, war zwei Minuten langsamer.

„Es ist aber trotzdem ein schöner Familienausflug“, sagte der Vater im Ziel mit vielen Schweißtropfen und einem Lächeln im Gesicht. Er hatte ja schon damit gerechnet, denn im Gegensatz zu ihm als Gelegenheitsläufer ist seine Frau voll austrainiert. Die promovierte Ärztin startete einst unter ihrem Mädchennamen Bozkurt und ist in der hessischen Läuferszene bestens bekannt. Zuletzt gewann sie für ihren Verein, den SSC Hanau-Rodenbach, in ihrer Altersklasse die Hessenmeisterschaft im Halbmarathon.

 

So schnell wie nie?

 

„Es könnte sogar sein, dass ich durch die Schwangerschaften besser geworden bin“, sagt Sevim Haaß, zweifelsohne ein Läufer-Phänomen. Ihre Kinder sind gerade einmal drei, zwei und ein Jahr alt, und sie ist weiterhin auf Zack. Der Umgang mit dem breiten Wagen auf engen Feldwegen sei für sie das geringste Problem gewesen. Sie trainiere regelmäßig auf diese Art und Weise, da müsse niemand auf die Kinder aufpassen - und ihr Mann könne gleich mitlaufen.

Christoph Keller mit seiner zweieinhalb Jahre alten Tochter Luise. Bild-Zoom
Christoph Keller mit seiner zweieinhalb Jahre alten Tochter Luise.

Den ersten Platz der inoffiziellen Läufer-mit-Kinderwagen-Wertung sicherte sich übrigens Christoph Keller. Töchterchen Luise saß im Fortbewegungsmittel und machte im Schlosspark mit Schnuller im Mund noch größere Augen als ihr Papa. Der trainierte mit ihr im speziellen Rennkinderwagen zwar schon öfters, einen Wettkampf hatte er so aber noch nicht absolviert.

„Da muss man ganz schön aufpassen, dass man die Leute nicht umfährt“, sagte Keller, der für den MTV Kronberg startet und zu einer Gruppe mit grell-gelben „Küchen-Krampe“-Shirts zählte. Die Kollegen hatten jedoch keinen Kinderwagen dabei. Beachtlich ist sein 73. Platz in der Zeit von 42:22 Minuten. Darauf kam es ihm aber gar nicht so sehr an. „Viele Leute haben meiner Tochter zugewunken, für uns war das ein tolles Erlebnis.“ rem

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