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Handball: Die Eddersheimerinnen ärgern einen Bundesligisten

Mit beiden Turnierteilnahmen des Handball-Drittligisten TSG Eddersheim war Trainer Tobias Fischer zufrieden.
Das Eddersheimer Team nach dem Turnier in Kleenheim. Das Eddersheimer Team nach dem Turnier in Kleenheim.
Eddersheim. 

Zuerst ging es erst einmal für die Eddersheimerinnen in kompletter Besetzung an den Bodensee zum Skoda-Cup des SV Allensbach. „Dort waren wir der kleinste Fisch im Teich“, berichtete der Trainer und ordnete den letzten Platz bei diesem hochklassigen Turnier ein. Beim Mittelhessen-Cup der HSG Kleenheim reichte es zum dritten Rang.

In Allensbach hatte Fischer nur acht Spielerinnen zur Verfügung, die Drittliga-Erfahrung hatten. Sina Elter fehlte berufsbedingt und die verletzten Lisa Brennigke, Franziska Feick, Lilly König und Anna-Lena Kempf waren außer Gefecht. So nahm Fischer die 16-jährigen Stella Günther und Klara Schauer mit, die aus der Kooperation mit der TSG Münster ein Aktiven-Spielrecht bei der TSG Eddersheim haben.

Gegen den Dritten aus der Ersten Schweizer Liga, den LK Zug, der auch in der Euro-League spielt, agierten die Eddersheimerinnen in der ersten Halbzeit bei einem 9:10-Zwischenstand überragend. „Danach waren wir nicht mehr so gut. Die Mädels waren fertig, haben sich beim 15:26 aber unter Wert verkauft“, war Fischer etwas ärgerlich. Anschließend folgte mit dem ambitionierten Bundesligisten Neckarsulmer SU eine noch höhere Hürde, der sich vor der Saison noch weiter verstärkt hatte. „Da haben wir nach sechs Minuten mit 5:1 geführt. Da hat die ganze Halle gestaunt“, berichtete Fischer, der sich auch über das 10:11 zur Pause freute: „Das war Wahnsinn.“ Dass der gegnerische Trainer in der Pause seine Mannschaft ordentlich rund machte, war nach dem Wechsel zu sehen. „Die haben uns weggeräumt“, erklärte Fischer, „auch wenn wir das Spiel mit 15:25 verloren hatten, haben wir viel Zuspruch bekommen.“ Anschließend fuhr das Team an den Bodensee, einige gingen ins Wasser, andere ließen den Abend ruhiger ausklingen. „Wir haben dann schön gegessen und in den Geburtstag von Lisa Brennigke gefeiert“, erklärte Fischer, „die Schiedsrichter kamen noch zu uns in Hotel und haben ein Bierchen mit uns getrunken“.

Etwas müde ging es in den zweiten Turniertag. Gegen den starken Süd-Drittligisten TSV Haunstetten unterlagen die Eddersheimerinnen mit 15:21, danach folgte mit einer guten Leistung ein 12:15 gegen den Gastgeber SV Allensbach.

Anders war die Zielsetzung des Drittligisten beim Mittelhessen-Cup der HSG Kleenheim: „Da müssen wir unter die Top 4 kommen und sind Dritter geworden.“ Gegen den badischen Oberligisten Brühl gab es mit dem 26:14 einen schönen Einstieg, dank einer starken Abwehrleistung bezwang Eddersheim den Drittligisten Bonn mit 15:10. „Damit waren wir bereits im Halbfinale“, war Fischer zufrieden, der gegen den neuen Liga-Konkurrenten TSV Herzogenaurach eine offensivere Abwehr testete. „Das 12:14 war mir egal“, so Fischer, der zusätzlich Sina Elter und Anna-Lena Kempf einsetzen konnte. Im Halbfinale war die HSG Kleenheim beim 19:13 einen Ticken stärker als die Eddersheimerinnen. „Immerhin hatte ich ein Spiel lang zehn Feldspielerinnen, ehe mir Anna Gempp eröffnete, dass sie aufs Knie gefallen war und dort Schmerzen verspürte“, berichtete Fischer, „ich habe sie dann draußen gelassen“. Dennoch schaffte seine Mannschaft mit dem 21:15 gegen den baden-württembergischen Oberligisten St. Leon Reilingen, der nur hauchdünn mit einem Tor dem späteren Turniersieger Herzogenaurach unterlegen war, einen guten Abschluss gegen einen starken Gegner. Zum Vergleich: Der Oberligist TSG Oberursel wurde in diesem Feld mit einem Sieg gerade einmal Sechster. Dass die Testspiele gegen Wiesbaden und Mannheim ausfallen, weil die Gegner kein Team stellen können, stört Fischer nicht: „Wir haben genug gespielt mit dem kleinen Kader.“

(vho)

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