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58. Schinderwald-Lauf: Die Organisatoren des TV Lorsbach sind zufrieden

Max Hoffmann vom ASC Marathon Friedberg und Petra El Alami von der LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain heißen die Sieger beim 58. Schinderwald-Lauf des TV Lorsbach, bei dem 238 Teilnehmer am Start waren.
Frohen Mutes gingen die Läufer auf die 10,5 Kilometer lange Strecke in den Schinderwald. Foto: Marcel Lorenz Frohen Mutes gingen die Läufer auf die 10,5 Kilometer lange Strecke in den Schinderwald.
Lorsbach. 

Seinen Namen hat der älteste Volkslauf Hessens deshalb bekommen, weil er durch den Schinderwald führt. Aber wer die 10,5 Kilometer lange Strecke bis hinauf zum Bahá’i Tempel mit dem vielen Auf und Ab meistern will, der muss sich in manchen Passagen auch richtig schinden, so dass der Name Schinderwald-Lauf eine doppelte Bedeutung bekommt. Und wenn dann noch hochsommerliche Temperaturen herrschen wie bei der 58. Auflage am vergangenen Freitag, fließt viel Schweiß, und die Nachfrage nach Wasser und Obststücken ist im Zielbereich groß.

An die Streckenrekorde aus dem Jahr 2014 von Hanna Rühl von Spiridon Frankfurt (47:34 Minuten) und Martin Skalsky von der LG Rüsselsheim (38:43) konnte an diesem heißen Juni-Abend keiner herankommen; aber die Ergebnisse in der Spitze und in der Breite können sich sehen lassen.

Der schnellste Mann im Feld, der 37 Jahre Max Hoffmann aus Florstadt, der die Distanz mit den 260 Höhenmetern in 43:38 Minuten meisterte, ist auf Bergläufe spezialisiert und lobte das „schöne Profil der Strecke“. Zehn Sekunden nach ihm kam Jörg Kaiser vom SC Steinberg ins Ziel. Der Vorjahresdritte war stolz, dass er seine Zeit von 2017 (44:22) verbessern konnte und sagte zur Jagd auf den Führenden: „Drei Kilometer mehr, und ich hätte ihn gehabt.“

Der Drittplatzierte Jochen Nieratschker aus Neu-Ansbach (44:18), der für das LaufteamTRI-tra-trullala startet, war zum zweiten Mal in Lorsbach dabei. Sein Kommentar im Ziel: „Hoch, hoch, hoch und dann runter, runter, runter.“ Für ihn bedeutete der Schinderwald-Lauf eine Trainingseinheit für den nächsten Triathlon. Schnellster Lokalmatador war Philipp Milde vom TV Lorsbach, der als Sechster nach 46:20 Minuten mit großem „Hallo“ im Ziel empfangen wurde.

Die Siegerin in der Frauenklasse, Petra El Alami von der LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain, war schon mehrmals in Lorsbach am Start und schwärmte nach 52:54 Minuten im Ziel: „6,5 Kilometer geht es nach oben und dann wird es entspannt. Oben in Langenhain hat man einen tollen Blick über Frankfurt.“ Im Ziel wurde sie von ihrer elfjährigen Tochter Dalia begrüßt, die Dritte im Schülerlauf über 1000 Meter wurde.

Die Zweitplatzierte Rabea Heymann aus Schmitten vom Team „Just 4 fun“ (54:14) brachte ihr Statement nach der Schilderwald-Premiere knackig auf den Punkt: „Sehr steil, sehr heiß, sehr schwül und toll organisiert.“ Irmgard Weber von der DJK Hattersheim, die mit 54:18 Sekunden Dritte wurde, war schon 1997 bei dem Lorsbacher Lauf dabei und kommt gerne immer wieder.

Anne Raabe von der LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain wurde Fünfte in 55:11 Minuten und ihre Vereinskameradin Margret Göttnauer Achte (57:07). Für die 65-Jährige war der Lauf in Lorsbach nach ihrem Urlaub eine Vorbereitung auf die kommenden Deutschen Senioren-Meisterschaften, bei der sie über 800 Meter, 1500 Meter und 5000 Meter auf Titeljagd gehen will. Fünf deutsche Meisterschaften hat sie in diesem Jahr schon geholt, zum Beispiel bei Hallenwettbewerben, im Crosslauf und beim Halbmarathon. „Das soll noch nicht alles sein“, sagt die siebenfache Deutsche Seniorenmeisterin des vergangenen Jahres aus Schwalbach, die erst seit sieben Jahren läuft und vorher Trainerin im Kunstradfahren war.

Bei den Jugendläufen über 3000 Meter siegte bei den Jungs Lasse Vömel vom TV Wallau (12:19 Minuten) und bei den Mädchen Lucia Jochmann vom TV Diedenbergen/12:23). Beim Schülerlauf über 1000 Meter war Sarah Hossenfelder vom MTV Kronberg mit 4:21 Minuten schneller als der Sieger in der Jungenklasse, Rafael Jakobi von TuS Kriftel (4:25).

Der Vorsitzende des TV Lorsbach, Stefan Theilig, hatte nach der gelungenen Veranstaltung allen Grund zur Zufriedenheit: „Bei uns ist nicht die Teilnehmerzahl wichtig, sondern dass es den Läufern gefällt.“ Augenzwinkernd fügte er hinzu: „Gestern 60 000 Läufer beim J.P. Morgan Challenge in Frankfurt, heute fast 250 in Lorsbach, wo man richtig laufen kann – da kann sich jeder aussuchen, wo es schöner ist.“

Für jeden Klassensieger gab es bei der Siegerehrung eine Flasche Lorsbacher Apfelwein. Claus Hilles, Mitorganisator des Laufes in der Nachbarschaft, betrieb dafür Werbung: „Das Glas dazu gibt es in drei Wochen beim Eppsteiner Burglauf.“

(mir)

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